- Bewegung
Fit trotz Rubensfigur
2 Minuten
Dörte Kuhn weiß, wovon sie spricht: Als Trainerin für XXL-Fitness (www.kurvenreich-werkstatt.de) und Mutter eines Kindes mit Typ-1-Diabetes arbeitet sie seit zwei Jahrzehnten mit Menschen jenseits der Standardgrößen.
Was viele nicht für möglich halten: Trotz reichlich Leibesfülle kann Frau und auch Mann sportlich aktiv sein. Wir haben bei Trainerin Dörte Kuhn nachgefragt, wie es klappt, trotz deutlichen Übergewichts den Weg zu mehr Bewegung zu finden.
Diabetes-Journal (DJ): Frau Kuhn, warum können sich Menschen mit Übergewicht oft nicht vorstellen, körperlich aktiver zu sein?
Dörte Kuhn: Beispielsweise durch eigene schlechte Erfahrungen und eine ungünstige Bewegungssozialisation. “Ich kann das nicht”, denken dann viele. Es fehlt aber teils immer noch an passenden Angeboten für dicke Neu- und Wiedereinsteiger.
DJ: Welche Motivationstipps geben Sie, damit auch ein dicker Mensch den Weg zum Sport findet?
Kuhn: Der menschliche Körper ist auf Bewegung ausgelegt, selbstverständlich auch ein runder. Um auf Dauer am Ball zu bleiben, sollte die jeweilige Bewegung Spaß machen. Dabei ist es egal, ob Tanzen, Aikido, Schwimmen oder Yoga der jeweilige Bewegungstraum ist. Hilfreich ist es zudem, sich dazu mit einem Gleichgesinnten zu verabreden – das erleichtert den Start.
DJ: Was sind typische Komplikationen bei XXL-Fitness?
Kuhn: Die größte Komplikation können schlecht ausgebildete Trainer sein. Wer nicht aus eigener Erfahrung weiß, worauf zu achten ist, und das nicht gelernt hat, weiß es entsprechend nicht. Das Training muss sich stets an die Bedürfnisse der Teilnehmer anpassen, nicht die Teilnehmer ans Training. Es können manche Übungen nicht wie gewohnt, sondern nur abgewandelt durchgeführt werden, z. B. weil Bauch oder eine große Brust im Weg sind.
DJ: Abnehmen ist für die meisten ein frustrierendes Dauerthema. Wie sehen Sie das?
Kuhn: Es sollte jeder Mensch für sich entscheiden, ob er abnehmen möchte oder nicht. Mit körperlicher Fitness hat die Zahl auf der Waage allerdings nichts zu tun. Wer sich im Alltag gern bewegt und vielleicht noch regelmäßig trainiert, kann dick und fit sein. “Health at every Size” heißt ein Slogan aus den USA. Auch wer kein Gramm verliert, kann dank Bewegung und Sport deutlich fitter und gesünder werden.
DJ: Wo finden übergewichtige Menschen Kurse, in denen sie unter sich sind und auf ihre Bedürfnisse eingegangen wird?
Kuhn: Die meisten Angebote gibt es bundesweit meist bei Turn- und Sportvereinen vor Ort sowie immer wieder auch bei Volkshochschulen. Dort gibt es engagierte und hochmotivierte Übungsleiter, die sich über jeden neuen Teilnehmer freuen. Aber auch in den Yogastudios gibt es immer mehr spezielle Angebote. In Großstädten bieten Schwimmbäder teilweise Angebote wie Aquafit für Mollige. Es lohnt sich, gezielt nachzufragen. Je mehr dicke Menschen ihren Bedarf anmelden, desto mehr Stunden wird es geben.
Mit Dörte Kuhn sprach Kirsten Metternich.
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2017; 66 (10) Seite 66-67
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stephanie-haack postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 2 Wochen, 5 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 1 Monat
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
