- Bewegung
Gestrafft fit dank Faszientraining
2 Minuten
Es ist in aller Munde: ein wenig schweißtreibendes Training, mit dem sich Bindegewebe straffen, Rücken-, Nacken-, Knie- und Kopfschmerzen lindern lassen. Was man dazu braucht? Eine spezielle Rolle und Regelmäßigkeit.
Jede Zeit hat ihre Trends – so auch im Bereich von Fitness und Gymnastik. Gehören Zumba, Yoga oder Pilates mittlerweile zum Standard, geht es jetzt an die Faszien: Gemeint sind hier die etwa ein Millimeter dicken Bindegewebshüllen um Muskeln. Die aus Wasser, Kollagen, Zucker-Eiweiß-Verbindungen und verschiedenen Klebstoffen bestehende Faszienstruktur ist besonders reißfest: Sie kann eine Zugkraft von bis zu 60 Kilo aushalten.
Werden Faszien zu stark, falsch oder einseitig beansprucht oder unterfordert, kann das Gewebe verkleben und zu verhärteten Muskeln führen, heißt es. Dabei schaffen die hauchdünnen kollagenhaltigen Bindegewebsfasern, die sich bildlich wie ein Spinnennetz um die Muskeln legen, einen Balanceakt zwischen Stabilität und Beweglichkeit. Doch das passiert nicht von selbst. Es sollte also regelmäßig trainiert werden, erklären Faszienforscher wie Dr. Robert Schleipp, Humanbiologe und Diplom-Psychologe von der Uni Ulm.
Auf die Rolle gelegt
Hanteln und Petzibälle waren gestern: Fürs Faszientraining gibt es spezielle Schaumstoffrollen, genannt Black-Rolls. Erhältlich in der Miniversion (für rund 10 Euro), beispielsweise für Übungen der Oberarme. Hauptakteur ist eine große Rolle, bestehend aus verhältnismäßig hartem Schaumstoff. Sie ist etwa 30 bis 40 Zentimeter lang. Zu haben ist sie mittlerweile sogar ab 20 Euro aufwärts – während Sonderaktionen von Discountern, Kaffeeröstern sowie im Internet und Sportgeschäften.
Spezielle Faszienkurse ähneln Pilates- oder Yogatrainings – mit dem Unterschied, dass hier verstärkt mit der Schaumstoffrolle trainiert wird. Übungen basieren auf ganzheitlichen Gesichtspunkten, wie man sie auch vom Tai-Chi oder Qigong kennt. Es geht ruhig zu, denn das Training besteht überwiegend aus Dehnübungen. Wichtig ist es, jede Übung intensiv und sehr bewusst zu praktizieren. Dabei soll die Achtsamkeit auf den Körper und seine Signale geschärft werden.
Das Training lässt sich auch zu Hause einfach machen: Dabei gleiten Arme, Beine und Po über die Rolle. Das kann für Ungeübte zunächst fremd sein. Wer sehr verspannt ist, empfindet die harte Rolle anfangs vielleicht eher als schmerzhaft. Doch wie bei allen anderen Dingen macht auch hier Übung den Meister und wirkt dann sogar entspannend.
- “Training für die Faszien”, D. G. Müller, K. Hertzer, Südwest Verlag, ISBN: 9783517093871, 19,99 €
- “Faszientraining: Mehr Beweglichkeit, Gesundheit und Dynamik”, S. Tempelhof, D. Weiss, GU Verlag, ISBN: 9783833844584, 12,99 €
- “Faszien – kompakt”, G. Slomka, Meyer & Meyer Verlag, ISBN: 9783898999953, 9,95 €
von Kirsten Metternich
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-online.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2016; 65 (5) Seite 75
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stephanie-haack postete ein Update vor 7 Stunden, 52 Minuten
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 9 Stunden, 38 Minuten
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 7 Stunden, 40 Minuten
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
