- Bewegung
„Ich habe schon immer Fußball gespielt“
2 Minuten

Dominik Ahlemeyer ist beim letzten “Junior Cup”-Fußballturnier 2012 in Lausanne Weltmeister geworden. Er und seine Elf, allesamt Typ-1-Diabetiker, schlugen im Finale Belgien mit 4 : 0. Dominik erzählt, wie er mit seinem Diabetes und seinem Sport klarkommt.
Diabetes-Journal (DJ): Seit wann spielst du Fußball – und in welchem Verein/welcher Liga?
Dominik Ahlemeyer: Seit meinem 3. Lebensjahr. Ich spiele jetzt beim SSV Vorsfelde, dort spielen wir in der Kreisoberliga.
DJ: Seit wann hast du Diabetes – und wie genau ist der Diabetes festgestellt worden?
Dominik: Ich habe Diabetes seit meinem 2. Lebensjahr. Meine Eltern erzählten mir, dass sie mit mir zuerst zu unserer damaligen Hausärztin und dann sogar ins Krankenhaus gingen. Zunächst erkannten es die Ärzte aber gar nicht. Doch als es mir schließlich immer schlechter ging, wurde es durch eine Blutuntersuchung dann doch festgestellt, und die Ärzte im Krankenhaus bestätigten anschließend die Diagnose. Für meine Eltern war das richtig unheimlich, weil es mir immer schlechter ging, die Ärzte aber erst nicht helfen konnten.
DJ: Wie wirkt sich der Diabetes auf den Sport/den Fußball aus?
Dominik: Ich habe schon immer Fußball gespielt. Für mich war das alles immer ganz normal und hat immer gut funktioniert.
DJ: Wie oft treibst du Sport pro Woche – und welche Vorkehrungen triffst du wegen des Diabetes?
Dominik: Ich treibe zwischen 2- und 4-mal die Woche Sport. Ich sehe einfach zu, dass ich vorher von meinen Werten her in einem etwas höheren Bereich bin.
DJ: Wie sind du und deine Eltern auf den Junior Cup gekommen?
Dominik: Meine Mutter war auf der Website diabeteskids.de! Sie hat mich dann gefragt, ob ich mitmachen will, und ich sagte sofort “Ja”. Dann füllten wir gleich gemeinsam den Bewerbungsbogen aus.
DJ: Wer hat dich zu dem Junior Cup in die Schweiz begleitet?
Dominik: Meine Eltern und mein Bruder.
DJ: Was war es für ein Gefühl für dich, Weltmeister zu werden?
Dominik: Ich war natürlich überglücklich und habe mich sehr gefreut!
DJ: Hast du deine Mannschaftskollegen nach dem Junior Cup noch mal wiedergesehen?
Dominik: Ja – bei der Charity Gala in Berlin, wo es auch um Diabetes und Sport ging.
DJ: Was hat dich am meisten am Junior Cup gereizt?
Dominik: Ich wollte unbedingt gegen die anderen Länder spielen – und natürlich gewinnen.
DJ: Was nervt dich am meisten bezüglich deiner Diabetesbehandlung?
Dominik: Gar nichts, weil ich damit gut zurechtkomme und es so lange habe, wie ich denken kann.
DJ: Wer wird Weltmeister bei der Fußball-WM dieses Jahr in Brasilien, was meinst du?
Dominik: Ich vermute, dass es Brasilien, Argentinien oder Spanien wird.
DJ: Was willst du (oder wollen deine Eltern) den Diabetes-Journal-Lesern unbedingt noch mitteilen?
Dominik: Nichts Besonderes, nur, dass Sport sehr wichtig ist! Nicht nur wegen eines besseren HbA1cWertes – sondern es macht auch Spaß!
Das Interview führte Günter Nuber.
Fax: (0 61 31) 9 60 70 90, E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2014; 63 (2) Seite 24-25
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 4 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat, 1 Woche
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße