- Bewegung
Laufprogramm – ein Erfahrungsbericht
3 Minuten
Per Zufall kam Wilfried Faust aus Minden im Frühjahr zum “Diabetes Programm Deutschland”. Seither hat sich eine Menge für ihn verändert – zum Positiven. Für ihn steht fest: “2015 bin ich wieder dabei!”
Im Frühjahr 2014 stand in der Mindener Presse ein Artikel zum Thema “Laufen mit Diabetes”. Meine Frau machte mich darauf aufmerksam, wofür ich ihr heute noch dankbar bin. Aber eins nach dem anderen: Ich besuchte die Informationsveranstaltung in der Diabetespraxis von Dr. Meinolf Behrens und Dr. Carsten Volkery im Ärztehaus in der Bismarckstraße in Minden.
Teilnehmer des Jahres 2013 machten Mut
Zu meiner Überraschung waren sehr viele Interessenten gekommen, so dass sogar noch Stühle zugestellt werden mussten. Es wurde ausführlich über das vergangene Laufprogramm und über das kommende berichtet. Sehr beeindruckend fand ich die Erfahrungsberichte der Teilnehmer am Diabetes Programm Deutschland 2013, die mir Mut machten, an dem Programm teilzunehmen. Nach der ärztlichen Untersuchung gab es grünes Licht, beim Laufprogramm dabei zu sein.
Mein erster Tag beim Diabestes Programm Deutschland
Unser Lauflehrer bzw. Trainer Theo Block zeigte uns als erstes, wie man richtig läuft. War für mich völlig neu, ich dachte: “Ich kann das schon” – aber dem war nicht so. Durch das Erlernte konnte ich viel besser laufen. Zuerst liefen wir nur wenige Meter, danach war wieder normales Gehen angesagt – alles sehr behutsam. Unsere Laufgruppe ist sehr gemischt, der älteste Teilnehmer ist 82 Jahre alt, mit einer beeindruckenden Kondition.
Das nächste Lauftraining erfolgte einige Tage später und war für mich sehr anstrengend. Dort liefen wir schon ein wenig länger. Zu diesem Zeitpunkt war mein Gewicht 117 kg bei einer Köpergröße von 178 cm.
Ausgepowert und zufrieden
Was mich am meisten überraschte, war, dass ich nach dem Laufen zwar ausgepowert war, aber mich auch sehr wohl und zufrieden fühlte. Unser Lauflehrer Theo Block sagte zu uns “In 8 Wochen laufen wir schon 2 bis 3 Kilometer.” Das war für mich reine Utopie, unvorstellbar. Bei den nächsten Treffen wurden wir immer besser, die Kondition nahm von Mal zu Mal zu. Wir liefen immer längere Strecken. Meine Stoffwechselsituation hat sich inzwischen erheblich verbessert. Es war erstaunlich: Fast alle Läufer konnten von einem gesunkenen HbA1c-Wert berichten.
Das Laufen hat meine Einstellung verändert
Durch das Laufen in der Gruppe fiel es mir viel leichter, durchzuhalten; wir motivierten uns gegenseitig, nahmen Rücksicht auf langsame Läuferinnen und Läufer, was den Zusammenhalt der Gruppe stärkte. Nach ca. zwei Monaten Laufprogramm betrug mein Gewicht 107 kg. Auf Insulin konnte ich verzichten, und auch ein Medikament konnte ich absetzen. Das habe ich nicht nur dem Laufen zu verdanken, sondern auch meiner Ernährungsumstellung. Durch das Laufen hat sich etwas in meiner Einstellung zu einem gesünderen Leben verändert.
Ich merke, dass sich meine Lebensqualität erheblich verbessert hat: Mein Startgewicht lag im April 2014 bei 117 kg und zum Schluss nur noch bei 95 kg, also habe ich 22 kg weniger auf die Waage gebracht und bin auf dem besten Weg, medikamentenfrei zu werden. Für mich steht fest: 2015 bin ich wieder dabei – und ich hoffe, Sie auch.
von Wilfried Faust, Minden, Teilnehmer des Diabetes Programm Deutschland 2014
- professionelle Betreuung durch ausgebildete Übungsleiter
- fachärztliche Begleitung
- Info- und Schulungsveranstaltungen im Themenbereich Diabetes und Sport
- kostenlose Contour XT-Blutzuckermessgeräte sowie ein Starterset an Teststreifen von Bayer
- hochwertiges Funktionsshirt
- Startplatz bei einem regionalen Laufevent
- Der einmalige Teilnahmebeitrag für zehneinhalb Monate Training beträgt 199 € (entspricht 18 95 € pro Monat). Nähere Informationen und Anmeldung unter www.diabetes-programm-deutschland.de
von DPD | nfg
Diabetes-Journal, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz, Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0,
Fax: (0 61 31) 9 60 70 90, E-Mail: redaktion@diabetes-online.de
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Begleit-Erkrankungen
- Aktuelles
3 Minuten
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
-
stephanie-haack postete ein Update vor 2 Tagen, 22 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
-
tako111 postete ein Update vor 3 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
-
katrin-kraatz antwortete vor 2 Tagen, 22 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
-
-
moira postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
