- Bewegung
… mehr als Kraft und Ausdauer
3 Minuten
Bewegung ist viel mehr als Kraft und Ausdauer: Koordination und Flexibilität sind ebenso wichtige motorische Beanspruchungsformen. Deren Zusammenspiel ist von elementarer Bedeutung.
Wenn die legendäre Comic-Figur Popeye zur Spinatdose greift, anschließend sein Bizeps anschwillt und er düstere Gestalten verprügelt, sieht alles so einfach aus. Doch Spinat allein macht uns leider nicht stark – und Kraft ist dabei sicherlich nicht alles.
Keine Frage: Zum Laufen, Radfahren oder Schwimmen braucht man Kraft und Ausdauer. Bewegung ist aber viel mehr als Kraft und Ausdauer: Koordination und Flexibilität sind zwei weitere motorische Beanspruchungsformen, die wir für jede Form der Bewegung mehr oder weniger benötigen. Leistungs-, Freizeit- oder Rehabilitationssportler – Erfolg wird nur derjenige haben, der möglichst alle motorischen Beanspruchungsformen (siehe Glossar weiter unten) trainiert.
Wichtiges Zusammenspiel
Das Zusammenspiel der motorischen Beanspruchungsformen ist von elementarer Bedeutung. Ein Läufer, der ausschließlich Ausdauer trainiert und das Kraft-, Flexibilitäts- und Koordinationstraining vernachlässigt, wird schnell Muskel- und Gelenkprobleme bekommen.
Einem Schwimmer nützen eine noch so gute Kraft und Ausdauer wenig, wenn die Koordination der Bewegungsabläufe nicht stimmt – er wird hinter dem Feld herschwimmen. Eine rhythmische Sportgymnastin muss natürlich eine exzellente Flexibilität haben – ohne ein entsprechendes Ausdauer- und Krafttraining wird sie aber ihr Programm nie bestehen können.
Das Training aller motorischen Beanspruchungsformen ist nicht nur im ergebnisorientierten (Wettkampf-)Sport sehr wichtig, sondern gerade, wenn es darum geht, die gesundheitsorientierte Fitness zu verbessern: Steigerung der Lebensqualität, Lebensfreude und Gesundheit.
Körperliche Leistungsfähigkeit in Beruf und Freizeit setzt neben einer ausreichenden Ausdauer und Kraft immer auch eine gute motorische Beweglichkeit und Koordination voraus. Ob es um ausgedehnte Rad- oder Wandertouren mit Freunden, Hausrenovierung oder Gartenarbeit geht – der Alltag fordert alle motorischen Beanspruchungsformen gleichermaßen.
Richtig zu trainieren, bedeutet somit das Training möglichst vieler motorischer Beanspruchungsformen. Dabei verschieben sich die Trainingsschwerpunkte mit dem Älterwerden durchaus. Ein Krafttraining im Alter bleibt natürlich wichtig. Für ältere Menschen aber gewinnt ein gezieltes Training von Koordination und Beweglichkeit zunehmend an Bedeutung – um die motorische Sicherheit zu erhalten und Stürzen vorzubeugen.
Wie lassen sich all die Beanspruchungsformen trainieren?
Qualifizierte Fitnesskurse – mit Trainingsgeräten oder ohne – in Sportvereinen und Gesundheitsstudios sind in der Regel so konzipiert, dass alle Beanspruchungsformen trainiert werden. Wer den Sport an der frischen Luft bevorzugt, findet mit dem Nordic Walking eine ideale Sportart, die Ausdauer, Kraft, Flexibilität und auch Koordination trainiert.
Wem die Stöcke nicht so liegen und wer lieber joggt oder mit dem Fahrrad fährt, sollte einfach vorher oder nachher ein paar Koordinations- und Beweglichkeitsübungen einbauen. Koordination kann man übrigens vorzüglich auch beim Zähneputzen trainieren: Stellen Sie sich für eine Minute auf das eine, für die zweite Minute auf das andere Bein.
Was bleibt als Fazit?
Spinat ist gesund, macht aber nicht stark. Vielseitiges Training ist noch gesünder und bringt zudem Freude und Spaß. Versuchen Sie es!
Glossar: Motorische Beanspruchungsformen
Die Sportwissenschaft unterscheidet 5 motorische Beanspruchungsformen. 4 davon – Kraft, Ausdauer, Koordination und Flexibilität – sind sowohl im Breiten- und Rehabilitationssport als auch im Leistungssport von großer Bedeutung. Die Schnelligkeit hingegen spielt nur im Leistungssport eine Rolle.
Kraft
Kraft ist die Fähigkeit des Muskels, Spannung zu entwickeln. Unterschieden werden statische und dynamische Kraft. Bei statischer Beanspruchung bleibt die Muskellänge konstant (z. B. Armdrücken gegen eine Wand), bei dynamischer Belastung resultiert eine Verkürzung der Muskulatur (z. B. Armbeugen mit Hantel).
Ausdauer
Ausdauer beschreibt die Fähigkeit, eine gegebene Leistung über einen möglichst langen Zeitraum durchzuhalten. Je nach dem Größenumfang der eingesetzten Muskulatur unterscheidet man eine lokale von einer allgemeinen Ausdauer.
Koordination
Unter Koordination versteht man das Zusammenspiel der Skelettmuskulatur zu einem gezielten Bewegungsablauf. Die Steuerung übernimmt dabei das Zentralnervensystem (Gehirn und Rückenmark). Durch eine gute Koordination wird unter anderem der Bewegungsablauf ökonomischer, d. h. es wird weniger Energie verbraucht.
Flexibilität
Flexibilität beschreibt den Bewegungsspielraum von einem oder mehreren Gelenken.
Schnelligkeit
Schnelligkeit ist definiert als die Abwicklung einer motorischen Aktion pro Zeiteinheit.
von Dr. Meinolf Behrens
Diabetologe DDG, Facharzt für Sportmedizin und Ernährungsmedizin, Diabeteszentrum Minden
Kontakt:
Bismarckstraße 43, 32427 Minden, Telefon 0571-840999, E-Mail: mb@diabetes-minden.de
, Internet: www.diabetes-minden.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2014; 63 (10) Seite 78-79
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stephanie-haack postete ein Update vor 2 Tagen, 22 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 3 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 2 Tagen, 22 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
