Mit Diabetes auf Weltreise – Teil 2: Es geht los

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Mit Diabetes auf Weltreise – Teil 2: Es geht los

Ich habe mich lange auf meine Weltreise vorbereitet, fast ein halbes Jahr lang. Erst kann die Zeit gar nicht schnell genug vergehen und dann sind es plötzlich nur noch ein paar Tage bis zum Abflug. Mir fielen plötzlich noch tausend Sachen ein, die es zu erledigen und organisieren galt, und dann stand schon die große Abschiedsparty vor der Tür. Bis dahin war ich Miss Obercool und redete selbstbewusst von meinen tollkühnen Plänen. Nach der Party und den ersten Verabschiedungen fing es an. Ich wurde extrem nervös, überdachte meine ganze Reise und vor allem, was ich mir nur dabei gedacht hatte, ganz ALLEINE zu reisen?! War ich denn total irre? Kurz vor dem Abflug, während ich meine Wohnung leer räumte, wurde ich vor lauter Aufregung so krank, dass ich die 2 Tage vor der Abreise am liebsten im Bett verbracht hätte. Doch dann war es endlich soweit und ich wieder überzeugt von meinem Vorhaben. Begleitet von einer ganzen Mannschaft Freunde und Familie ging es zum Hamburger Flughafen und von dort aus direkt an mein erstes Ziel AUSTRALIEN.

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Am Wasser entlang und der Sonne hinterher

Die Reiseroute, die ich mir zusammengestellt habe, ist so, dass sie mich an all meinen Wunschorten vorbei bringen sollte. Ich habe lange von so einer Auszeit geträumt und viel dafür getan. Es geht eigentlich immer am Wasser entlang und der Sonne hinterher. Durch Australien, Neuseeland, Fiji, Hawaii, Kalifornien, Mexiko und Florida.

Obwohl ich mich Diabetes-technisch gut vorbereitet hatte, habe ich es bis zum Schluss doch nicht geschafft, eine Krankenversicherung zu finden, die meinen Diabetes mitversichert. So musste ich dann immer optimistisch denken und hoffen, dass mein Insulin die 7 Monate in meinem Rucksack überlebt. Ich hatte nämlich alles, was ich an Medis brauchte, dabei (für 7 Monate!) und das nahm besonders am Anfang so viel Platz weg, dass ich an Kleidung nur eine Jeans, ein Paar Shorts, 2 Pullis und ein paar T-Shirts mitnehmen konnte. Nicht gerade viel 😉 aber man muss ja Prioritäten setzen.

Unterwegs wurde ich immer wieder mal auf die Probe gestellt, richtige Steine wurden mir jedoch nie in den Weg gelegt. Gleich zu Beginn in Australien gab mein Pen seinen Geist auf. Er ließ sich einfach nicht mehr regulieren. Das lag wohl an dem Sand vom Strand. Zum Glück hatte ich aber Ersatzpens dabei. In den 7 Monaten habe ich es geschafft (und ich weiß bis heute nicht, wie), kein einziges Mal wirklich zu unterzuckern. Generell ging es mir so gut wie nie zuvor. Die Kopfschmerzen, die ich sonst immer mal hatte, waren auch vollkommen verschwunden.

Wer von euch schon einmal so eine Reise gemacht hat, weiß sicher auch, dass man immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt wird und an seine Grenzen und darüber hinaus kommt. Ich denke, als gesunder Mensch ist manches von dem, was ich dort ausprobiert habe, eine große Herausforderung. Mit Diabetes Typ 1 ist es aber nochmal ein anderes Level. Hier ein paar meiner Abenteuer-Beispiele:

In Australien…

habe ich an einer 4-Tageswanderung durch das Outback, beim Ayers Rock teilgenommen. Wir sind den ganzen Tag marschiert, im Umkreis von hunderten km gab es keine Stadt, geschweige denn eine Tankstelle, an der ich mir während einer Hypo eine Cola hätte kaufen können. Ich habe Nachts unter freiem Himmel geschlafen und musste den ganzen Tag die schrecklichen Witze des Tourguide aushalten 😉

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In Neuseeland

habe ich mich zu einem Fallschirmsprung aus 4,5km Höhe und einem Freifall von 60 Sekunden überreden und das auch noch filmen lassen… Ich wurde morgens um 7 Uhr mit einer Limousine abgeholt und bin dann zusammen mit 3 anderen Wahnsinnigen aus einem pinken Flugzeug gesprungen.

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In Neuseeland…

bin ich auch mit einem Helikopter auf einen Gletscher geflogen, um dort eine Wanderung durch die einmalige Eislandschaft zu machen. Nach ca. 15 Minuten bin ich mit einem Fuß in ein Wasserloch gefallen und habe mir meinen Knöchel verletzt. Dank der wirklich guten Wanderschuhe habe ich die 3-stündige Wanderung beendet, konnte die 4 Wochen danach jedoch an keiner Aktion mehr teilnehmen und musste den Fuß viel kühlen und hochlagern.

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In Fiji…

bin ich in 2 Wochen über 7 verschiedene kleine Inseln gereist. Auf diesem Archipel habe ich Inseln besucht, die waren so klein, dass sie teilweise nur von einer Familie bewohnt wurden oder man sie in ca. 2 Minuten zu Fuß umrunden konnte. Dort war es sehr warm und es gab keine Elektrizität und damit natürlich auch keine Kühlschränke (in denen ich das Insulin hätte lagern können). Die Familien dort haben ihr eigenes Essen angebaut und den Fisch gab es jeden Tag frisch aus dem Pazifik.

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In Hawaii…

habe ich mich mit ein paar Leuten angefreundet und habe gemeinsam mit ihnen einen Flug auf die Big Island gebucht, um dort eine Nachtwanderung durch eine aktive Vulkanlandschaft zu machen. Es war wahnsinnig. Wir sind mitten in der dunklen Nacht über Vulkanfelder gelaufen und nur wenige Zentimeter unter uns war die heiße, aber schon angetrocknete Lava zu sehen und auch zu spüren. An einer Klippe sahen wir dann die flüssige Lava über einige Meter ins Meer stürzen und wie sie dort von dem Wasser abgelöscht wurde.

Schon während ich diesen Text gerade schreibe, bekomme ich große Lust, wieder meinen Rucksack zu packen und reisen zu gehen. Irgendwann geht es weiter.

Es ist schwer, möglichst viele Eindrücke dieser Reise in einen Artikel zu verpacken. Wer von euch Lust hat, mehr über meine Reise zu erfahren, kann sich gerne über die Kommentare hier unter dem Artikel bei mir melden oder schaut auf meinem Blog reisen-mit-typ1.de vorbei.

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  • Hallo,

    hat irgendwer der den Libre3 benutzt auch so massive Probleme ?
    Mein Kind hat ständig Ärger mit seinen Sensoren,selten wo mal einer durchhält. Entweder dauernd Sensorfehler oder ein neuer Sensor sitzt und nach kurzer Zeit kommt bitte neuen Sensor starten.
    Das kann ja nicht sein,ich hab selten mal einen Sensorfehler.
    Als ich das letzte mal bei denen angerufen hatte ,meinte dieser “sehr freundliche” Mitarbeiter nur es kann nicht sein das die so viele Fehler haben,es gab keinen Ersatz.
    Müßen wir jetzt ernsthaft selber Sensoren bezahlen?
    Weil bis der Nachschub kommt dauert es noch 🙁

    LG Sandra

  • uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • 123novesia postete ein Update vor 2 Wochen

    Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena