Organisatorin im Interview: „Diabetes läuft.“ – Du auch?

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Organisatorin im Interview: „Diabetes läuft.“ – Du auch?

Fragen an Bloggerin, Joggerin, Extremsportlerin, Tausendsassa Steff Blockus (Hannover, www.diabetes-leben.com). Sie organisiert seit Monaten parallel zum normalen Leben den Wohltätigkeitslauf „Diabetes läuft.“ Am 6. November heißt es 5,8 Kilometer rund um den Maschsee – joggend, spazierend…oder wie auch immer.

Diabetes-Journal (DJ): Wieso sollten viele…ach was: alle Diabetes-Journal-Leser am 6. November nach Hannover kommen?
Stefanie ‘Steff’ Blockus: Weil der 6. November ein schöner Tag und Hannover eine schöne Stadt ist ;). Spaß beiseite: Da findet „Diabetes läuft.“ statt –hier laufen, gehen oder radeln Diabetiker gemeinsam knappe 6 km um den Maschsee (wer möchte auch mehr), um damit die Diabetes-Forschung zu unterstützen und voranzutreiben.

DJ: Was erwartet die Besucher in Hannover außer dem Lauf noch?
Steff: Aktionen, Spaß, Verlosung, Give-aways, Austausch mit lieb-verrückten Menschen (einige wollen lieber schwimmen statt laufen, sofern der Maschsee nicht zugefroren ist 😉 oder auch den ganzen Tag dort laufend ihre Runden drehen. Mal sehen, was sich noch alles so arrangieren lässt. Der Maschsee hat viel zu bieten. Derweil bin ich an DJ und Bühne dran.
In jedem Fall wird es keine Standard-Lauf-Veranstaltung und somit auch keine Lauf-Shirts geben, die hinterher in der Ecke liegen. Ich habe mir etwas ganz Besonderes mit praktischen Nutzen, nicht nur für Diabetiker, einfallen lassen ;). Lasst euch überraschen!

DJ: Was sollte in Deinen Augen das Sport-Event im Diabetesmonat November idealerweise erreichen?
Steff: Zum einen soll es verdeutlichen, dass wir Diabetiker eben alles können, nur halt kein Insulin produzieren. Zum anderen soll es Diabetikern, insbesondere Neudiagnostizierten, die Bedenken nehmen, mit Diabetes Sport zu treiben. Na und nicht zuletzt wird das Startgeld der Diabetes-Forschung gespendet, diese möchte ich damit natürlich vorantreiben. Je mehr Anmeldungen, desto größer fällt die Spendensumme aus. Also meldet euch an, ich freue mich riesig auf euch und es ist nur zur eurem eigenen Vorteil .

DJ: Wie ist denn die Resonanz: Wie viele Anmeldungen, Interessierte, Anfragen fürs Rundherum-Programm gibt es bisher?
Steff: Die Resonanz zu „Diabetes läuft.“ Ist großartig. Damit hätte ich NIEMALS gerechnet. Da ich das neben Vollzeit-Job, nebenberuflichen Tätigkeiten, Blog und Training organisiere, muss ich meinen Mann schon mit einspannen, um auch allen Anfragen gerecht zu werden. Dankbar bin ich deshalb auch über das Sponsoring, insbesondere von mylife Diabetes Care, so kann ich den zahlreichen Teilnehmern mehr Aktionen/Spaß, Musik und Co. vor Ort ermöglichen.

DJ: Was denkst Du: Werden zu „Diabetes läuft“ mehr Typ-1-oder mehr Typ-2-Diabetiker kommen?
Steff: Ganz schwierige Frage, bisher ist die Aufteilung in etwa 50:50. Auch einige Eltern haben sich mit ihren Kindern angemeldet. Ich denke es wird sehr gemischt sein. Aber auch Typ3er und zahlreiche Typ-Fler und Nichtdiabetiker sind dabei, um damit etwas Gutes zu tun für uns Diabetiker. Ich selbst unterstütze auch viele Spendenläufe, um „laufend“ zu helfen. Ich kann meinem Hobby nachgehen und tue gleichzeitig etwas für andere!

DJ: Welche Ausrede für mehr Bewe­gung und Sport im Leben findest Du die mieseste?
Steff: Ich sehe Sport nicht als Muss an, für mich gehört er dazu wie das tägliche Zähneputzen. Aber nicht jeder hat Spaß dabei. Wenn jemand keinen Spaß daran hat, findet er andere Dinge, die ihm Spaß machen. Wenn ihm auf Empfehlung des Arztes zu mehr Bewegung geraten wird, kann es ja auch spazieren gehen, Hausputz machen oder shoppen gehen sein. Wenn es keinen Spaß macht, bleibt man nicht am Ball. Es bringt einen auch nichts, sich sportlich zu verausgaben, um hinterher den ganzen Tag faul in der Ecke zu liegen. Im Schnitt hat man sich dann auch nicht viel mehr bewegt.
Es ist auch nicht für jeden gesundheitlich möglich/empfehlenswert, Sport zu betreiben. Mir macht es allerdings so viel Spaß, dass ich ihn nur dann nicht betreibe, wenn Ketone nachweisbar sind oder andere gesundheitliche Bedenken bestehen wie etwa eine Verletzung.

DJ: Was gibt es in Hannover denn zu gewinnen – außer vielleicht viele nette Bekanntschaften?
Steff: Ganz besondere Preise wird es natürlich auch geben – etwa eine flauschige Bauchspeicheldrüse, die wärmen und kühlen kann. Lasst euch überraschen ;)! Was ich sonst schon verraten kann: Es warten coole, praktisch-nützliche Give-aways auf euch, Dextro Energy wird uns mit Sportriegeln, Traubenzucker, etc. pp. versorgen. diabetesDE wird mit am Start sein und Messungen vornehmen, jeder wird auf seine Kosten kommen. Es geht um den Spaß und den guten Zweck, nicht um Leistung.

DJ: Ist der Diabetes bei Dir selbst dafür mit verantwortlich, dass Du so überaus sportlich unterwegs bist?
Steff: Eine „Teilschuld“ trägt er definitiv. Aufgrund meines Diabetes bin ich sehr ehrgeizig. Die Krankheit erfordert nun mal eine Menge Disziplin. Der Sport wirkt sich größtenteils positiv auf meine Blutzuckerwerte aus… Es sei denn ich übertreibe es (das kann ich leider gut) – dann wird es kniffelig und mein Körper gibt mir Warnsignale.

DJ: Wer kann mitmachen? Was muss man tun, wenn man am 6. November mit dabei sein möchte?
Alle! Kinder unter Aufsicht von Eltern, versteht sich 😉 Am besten sofort hier anmelden, um dir noch einen Platz zu sichern (begrenzt).

Auf einen Blick

Wann ist Start?
Startschuss 11 Uhr, um 10 Uhr beginnt das Rahmenprogramm.

Wo bekomme ich Infos?
Alle Infos über www.diabetes-laueft.de

Sind Ärzte/Diabetesberaterinnen in der Nähe?
Diabetesberaterin und ASB sind vor Ort, einige Diabetologen werden auch selbst mitlaufen.

Können sich auch noch Verbände, Unternehmen, SHGs engagieren (Ansprechpartner)?
Gerne. diabetesDE engagiert sich auch als Schirmherr. Einfach bei mir melden.

Wem kommen Einnahmen zugute?
Dem Forschungsprojekt „künstliche Bauchspeicheldrüse“


Die Fragen stellte Günter Nuber
Chefredaktion Diabetes-Journal, Kirchheim-Verlag,
Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: nuber@kirchheim-verlag.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2016; 65 (10) Seite 12

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  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 3 Tagen

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

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