Training wie die Profis

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Training wie die Profis

Familien aus ganz Deutschland reisten Ende Juni nach Bad Mergentheim. Dort veranstaltete der Verein InsulinJA e. V. (Förderverein für junge Menschen mit Diabetes mellitus des Diabetes Zentrums Mergentheim) erstmals ein Fußballcamp für Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes – mit professionellen Trainern und wertvollen Informationen zu Diabetes und Sport.

Etwa 20 Jungen und Mädchen im Alter von 9 bis 16 Jahren waren ins Deutschordenstadion in Bad Mergentheim gekommen – und hatten ihren Spaß beim Training, das von Torwart Felix Petermann und den Fußballtrainern Martin Schabert und Sebastian Schumm geleitet wurde.

Angst vor Überlastung und Unterzuckerungen nehmen

Beim Dribbling, verschiedenen Passspielformen, Eins-gegen-eins- sowie Torschusswettbewerben und modernen Spielformen konnten die jungen Ballkünstler einiges lernen. Felix Petermann ist übrigens selbst Typ-1-Diabetiker, hat viele Jahre lang Leistungssport betrieben und war bis vor kurzem Torwart der Fußballmannschaft der San José State University in Kalifornien.

Am Freitagabend erklärte er Eltern und Kindern, wie es möglich ist, trotz Diabetes aktiv Fußball zu spielen, wie er seine Trainingsbelastung steuert und auf was Sportler achten müssen. So konnte er den Eltern die Angst vor Überlastung und Unterzuckerungen ihres Kindes während der Trainingseinheiten nehmen.

Traningseinheiten für die Kinder, Vorträge für die Eltern

Während die Kinder und Jugendlichen auf dem Platz waren, konnten die Eltern verschiedene Vorträge rund um das Thema Diabetes und Sport hören: Dr. Melanie Schipfer, Triathletin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsinstitut FIDAM, gab wertvolle Tipps zur Insulinanpassung beim Sport. Sie selbst hat den Diabetes in ihr Leben integriert und lässt sich von ihm keine Grenzen setzen.

Oberärztin Dr. Louisa van den Boom aus der Diabetes-Klinik sprach über neue Technologien in der Diabetestherapie. Das Insulinpumpen-Portfolio des Unternehmens Roche wurde von Sabine Ehleben vorgestellt und Dr. Astrid Tombek, Bereichsleiterin der Diabetes- und Ernährungsberatung in der Diabetes-Klinik, ging vor allem auf die Sporternährung ein.

Wie bei den Profis: Pressekonferenz nach dem Spiel

Zum Abschluss am Sonntagvormittag gab es – ganz wie im Profi-Fußball – eine Pressekonferenz, moderiert von Prof. Bernhard Kulzer, leitender Kinder- und Jugendpsychotherapeut vom Diabetes Zentrum Mergentheim. Thomas Böer, erster Vorsitzender von InsulinJA, nutzte die Gelegenheit, sich bei allen aktiven Helfern zu bedanken, und kündigte an, dass eine Neuauflage des Fußballcamps nicht ausgeschlossen ist.

Das Fußballcamp wurde vom Unternehmen Roche gesponsert; eine komplette Trainingsausstattung bekamen die Kinder vom Sportartikelhersteller Jako.


von Redaktion Diabetes-Journal
Redaktion Diabetes-Journal, Kirchheim-Verlag,
Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2016; 65 (10) Seite 14

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Woche

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 1 Tag

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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