- Bewegung
Winterliche Lauftipps
2 Minuten

Trotz Minusgraden nach draußen zum Laufen oder Walken zu gehen, kostet erst einmal etwas Überwindung. Doch sobald man ein paar Minuten unterwegs und in Bewegung ist, wird einem wärmer – und es macht Spaß!
Regelmäßig aktiv zu sein, tut Blutzucker, Seele, Gewicht und allgemeinem Wohlbefinden gut. Wer sich besonders in der kalten Jahreszeit auch draußen bewegt, stärkt sein Immunsystem und seine Kondition: Der Körper reagiert auf Kälte mit einem erhöhten Pulsschlag, was den Energieverbrauch in die Höhe treibt und das Training noch effizienter machen kann.
Denken Sie außerdem daran, dass das Training im Winter schon fit macht für das Frühjahr! Trotzdem ist es wichtig, im Winter beim Walken (mit Stöcken oder ohne) und beim Joggen ein paar Dinge zu beachten.
Es gibt kein schlechtes Wetter …
… nur unpassende Kleidung. Deshalb lautet das Motto: anziehen nach dem Zwiebelprinzip. Sehr gut eignet sich Winter-Funktionsunterwäsche, am besten inklusive einer langen Unterhose. Darüber ziehen Sie ein Funktionsshirt mit langem oder kurzem Arm. Es sollte möglichst körpernah geschnitten sein. Dazu gehören eine Winterlaufhose und eine winddichte Jacke, am besten mit Kapuze.
Praktisch sind auch Funktionstücher, die sich je nach Bedarf als Hals- oder Kopftuch verwenden lassen. Eine Kopfbedeckung und Handschuhe sind ebenfalls wichtig: Über den Kopf geht sonst Wärme verloren, und die Finger können bei Kälte eiskalt und schwer beweglich werden. Faustregel: Wer in den ersten Minuten etwas fröstelt, ist genau passend angezogen.
Sicherheit geht vor
Wer abends unterwegs ist, nutzt am besten eine Stirnlampe oder LED-betriebene Reflektorbänder, die am Arm oder am Bein befestigt werden. Eine dünne Sicherheitsweste, die über der Laufjacke getragen wird, macht Sie besser sichtbar.
Aber egal, ob Sie tagsüber oder abends aktiv sind: Messen Sie vorher Ihren Blutzucker, stecken Sie Traubenzucker ein und nehmen Sie, je nach Dauer, Ihr Messgerät, etwas zum Trinken sowie Ihr Handy mit. Wer beim Walken oder Joggen Musik hört, sollte die Lautstärke nach Möglichkeit so justieren, dass Außengeräusche wahrnehmbar bleiben. Damit Ihre Muskeln vorab etwas warm werden und der Kreislauf in Schwung kommt, wärmen Sie sich am besten fünf bis zehn Minuten auf – mit ein paar Hampelmann-Sprüngen, Kniebeugen oder lockerem Gehen auf der Stelle.
Tief durchatmen – und dann?
Kalte Luft reizt Bronchien, Lunge und Schleimhäute. Deshalb empfiehlt es sich, möglichst durch die Nase ein- und durch den Mund auszuatmen. So hat die kalte Luft einen längeren Weg bis zur Lunge, wird dabei etwas erwärmt und über die Nasenschleimhaut angefeuchtet. Auch das Multifunktionstuch kann vor Mund und Nase platziert werden, um die Atemluft etwas zu erwärmen. Wer beim Atmen Schmerzen hat, stark friert oder Husten hat, sollte das Training allerdings besser abbrechen.
Wenn Sie mit Ihrer Einheit fertig sind, gehen Sie nach drinnen, dehnen sich noch etwas, trinken einen heißen Tee und gehen dann unter die wohltuende warme Dusche.
von Kirsten Metternich
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2017; 66 (1) Seite 56-57
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Aus der Community

7 Minuten
- Behandlung

3 Minuten
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat, 1 Woche
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße