- Eltern und Kind
Alle impfen – oder nur die mit hohem HbA1c?
3 Minuten

Für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren mit bestimmten Vorerkrankungen wird nun auch die Impfung gegen COVID-19 empfohlen. Auch Diabetes zählt zu diesen Vorererkrankungen. Die Ständige Impfkommission spricht die Empfehlung allerdings nur für Kinder und Jugendliche mit “schlecht eingestelltem” Diabetes aus – der Kinderdiabetologe Professor Thomas Danne (Hannover) sieht das anders.
Ende Mai wurde der von BioNTech/Pfizer entwickelte mRNA-Impfstoff Comirnaty von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) auch für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren als erster COVID-19-Impfstoff in dieser Altersklasse zugelassen. Die Ständige Impfkommission (Gremium, das die Impfempfehlungen in Deutschland ausspricht) hat die bisher vorliegenden Daten zu Studien an Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren ausgewertet.
Auf dieser Basis empfiehlt die STIKO die COVID-19-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff Comirnaty (BioNTech/Pfizer) derzeit nicht für alle Kinder und Jugendlichen im Alter von 12 – 17 Jahren, sondern nur für Kinder und Jugendliche:
- mit bestimmten Vorerkrankungen
- im Umfeld von gefährdeten Personen, die sich nicht selbst schützen können
- mit arbeitsbedingt erhöhtem Expositionsrisiko.
Zu den Vorerkrankungen zählt auch Diabetes mellitus – mit dem Zusatz „nicht gut eingestellt“, das bedeutet: Es liegt ein HbA1c-Wert von über 9 % vor. Diese Informationen stammen von einem Infoblatt des Robert Koch-Instituts, das Sie hier einsehen können.
Impfung erst ab einem HbA1c-Wert von über 9 %?
Prof. Thomas Danne (Hannover), Kinderdiabetologe und Chefredakteur des Diabetes-Eltern-Journals, ist der Meinung, dass alle Kinder mit Diabetes gegen COVID-19 geimpft werden sollten – nicht nur diejenigen mit einem HbA1c von über 9 %. Lesen Sie hier seine Einschätzung zur Impfempfehlung:
“Die allgemeine Corona-Lage entspannt sich deutschlandweit. Als wichtigster Faktor für die aktuelle Entwicklung wird die zunehmende Impfquote angesehen. Kinder können nun mit der Vakzine von Biontech/Pfizer geimpft werden, die in der EU ab zwölf Jahren zugelassen wurde. Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) hat die Corona-Impfung nicht für alle Kinder und Jugendlichen empfohlen, sondern nur für solche mit Vorerkrankungen. Der Grund: Bei gesunden Kindern ist es nicht sicher, dass der Nutzen der Impfung deren Risiken überwiegt.
Hinsichtlich der Kinder und Jugendlichen mit Diabetes ab 12 Jahren ist die Situation aus unserer Sicht klar: Da jetzt ja auch eine Impfung für Kinder ab dem 12. Jahr möglich ist, möchten wir diese Impfung ab 12 Jahre für alle Kinder mit Diabetes uneingeschränkt empfehlen. Genauso wie bei einer Grippe, kann eine Corona-Erkrankung bei Kindern mit Diabetes zu krankheitsbedingten Stoffwechselschwankungen führen, die man mit einer Corona-Impfung vermeiden sollte. Deshalb empfehlen wir ja auch für alle Kinder mit Diabetes eine Grippe-Impfung. Insofern spricht eine Nutzen-Risiko-Abwägung bezüglich der Impfung bei Diabetes klar für die Impfung unabhängig von der Stoffwechseleinstellung. Für die nicht an Diabetes erkrankten Geschwister ist daraus keine generelle Impfindikation abzuleiten, da die Kinder mit Diabetes selbst durch die Impfung geschützt werden und eine Erkrankung der Geschwister die Kinder mit Diabetes nicht zusätzlich gefährdet.
Für Kinder unter 12 Jahren ist bislang kein Impfstoff zugelassen, hier heißt es also mit und ohne Diabetes weiter abwarten.
Ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf (Behandlung auf der Intensivstation) mit COVID und Diabetes ergibt sich nach amerikanischen Daten (die eine Ketoazidose anders als bei uns immer auf der Intensivstation behandeln) aus dem erhöhten Risiko für eine diabetische Ketoazidose. Das Risiko für eine Ketoazidose ist allgemein bei einem HbA1c über 9% noch mal höher.
In Analogie zur Situation mit der Grippe-Impfung, die ja auch unabhängig von der Stoffwechseleinstellung für Kinder mit Diabetes generell empfohlen wird, um krankheitsbedingte Risiken durch die Erkrankung (Stoffwechselschwankungen, Erhöhung des Ketoazidose-Risikos) zu vermeiden, sehen wir daher wie bei der Grippe-Impfung auch bei der COVID-Impfung mehr Nutzen als Risiko bei Kindern mit Diabetes unabhängig von der Stoffwechseleinstellung.”
Mehr zu COVID-Varianten und Impfung von Kindern
In diesem Artikel von Prof. Danne, erschienen Ende März 2021, geht es ebenfalls um das Thema COVID-19 und die Impfung von Kindern, außerdem um die COVID-19-Varianten.
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uho1 postete ein Update vor 3 Tagen, 1 Stunde
@calvin240
Ich hätte eine Frage zum
Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute- calvin240 antwortete vor 3 Tagen, 1 Stunde
Habe ich angenommen, schreibe mir gerne eine Nachricht
Liebe Grüße
123novesia postete ein Update vor 4 Tagen, 23 Stunden
Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.
- lena-schmidt antwortete vor 4 Tagen
Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staatsexamen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena
jseiffert postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen
Hallo zusammen,
heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
Wir freuen uns auf Euch! 🙂Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im September – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 8. September! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]





