Burnout bei Eltern von Kindern mit Diabetes

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Burnout bei Eltern von Kindern mit Diabetes

Ob Medikamente einnehmen, Blutzucker messen oder Insulin spritzen: Diabetes Typ 1 ist eine chronische Erkrankung, die jeden Tag Aufmerksamkeit braucht – 365 Tage im Jahr. Gerade für Eltern, die sich um ihr an Diabetes Typ 1 erkranktes Kind kümmern, stellen sich große Herausforderungen, das Diabetesmanagement in den Familienalltag zu integrieren. Deshalb sind nicht nur die jungen Patienten selbst, sondern ebenso deren Angehörige häufig erschöpft.

Wie sie lernen können, besser damit umzugehen, erklärt Dr. med. Dörte Hilgard Kinderdiabetologin vom Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke im Rahmen der zentralen Veranstaltung zum Weltdiabetestag. Diese fand unter dem Motto „Diabetes gemeinsam managen“ am Sonntag, dem 8. November 2015, von 10.00 bis 15.30 Uhr im Congress Center Düsseldorf (CCD) statt

Angehörige fühlen sich oftmals überfordert

Therapietreue steht im Mittelpunkt der täglichen Diabetes-Behandlung. Die Herausforderung, das Diabetesmanagement täglich gemeinsam zu bewältigen, kann das Familienleben mitunter stark belasten. Nicht nur die Patienten, sondern auch die Angehörigen, die sich um die erkrankten Kinder kümmern, fühlen sich oftmals überfordert. Wenn die Diabetestherapie zum Mittelpunkt des Familienlebens wird, bleibt neben beruflichem und privatem Stress weniger Raum füreinander. Kommen schlechte Blutzuckerwerte und Unterzuckerungen hinzu, bestimmen Konflikte oft den Alltag.

Gestresst und frustriert

Die betroffene Kinder selbst, aber auch deren Eltern und Geschwister nehmen dann die Erkrankung immer mehr als Störfaktor wahr. Häufig fühlen sie sich gestresst und frustriert. Am Ende des Tages bleibt das Gefühl, dass der Diabetes den Tagesablauf dominiert.

Anzeichen eines Burnouts erkennen

Wenn Konflikte das Familienleben bestimmen oder zunehmend negative Gedanken und Stimmungen den Alltag prägen, muss das ernst genommen werden, rät die Kinderdiabetologin. Denn empfindet eine Familie das Diabetesmanagement mehr und mehr als Last und vernachlässigt die Therapie, können das erste Anzeichen eines Burnouts sein.

Blutzuckerwerte messen, die Ernährung im Blick behalten und das Insulinspritzen kosten mehr Energie als zuvor. Wenn die jungen Patienten ihr Insulin dann zum Beispiel nicht mehr in regelmäßigen Abständen spritzen, ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem es für sie und ihre Gesundheit gefährlich wird.

Hilfe suchen z.B. beim Diabetesbehandlungsteam

Um dieser Belastungs-Spirale zu entkommen, sollten sich Betroffene an ihr Diabetesbehandlungsteam wenden. Gemeinsam mit den Patienten und ihren Familien werden Lösungsmöglichkeiten erarbeitet, die – oft in kleinen Schritten – die Belastungen verringern. Hierbei sollte es darum gehen, Patienten und Angehörige zu schulen, sie in ihren Kompetenzen zu stärken, gemeinsam Stressfaktoren zu senken und Lösungen zu finden.


Quelle: diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe

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  • thomas55 postete ein Update vor 4 Wochen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 4 Wochen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße