- Eltern und Kind
CGM: Was können und sollten Kinder verstehen?
2 Minuten
Damit Kinder und Jugendliche von der Technologie der kontinuierlichen Glukosemessung so viel wie möglich profitieren, sollten sie altersgemäße Erklärungen erhalten, die ihnen Sicherheit vermitteln. Hier finden Sie Empfehlungen für Klein- und Vorschulkinder, Grundschulkinder sowie ältere Kinder und Jugendliche.
Klein- und Vorschulkinder
- In diesem Alter verstehen Kinder weder die abstrakten Zahlen noch die Kurven oder die Pfeile auf dem Display, jedoch hören sie die Alarme und können davor Ängste entwickeln.
- Erklären Sie Ihrem Kind, was das Sensorsystem tut, z. B.: „Es ist ein Aufpasser, der Bescheid sagt, wenn die Eltern oder Erzieher etwas tun sollen.“ Überlegen Sie mit Ihrem Kind, welchen Namen das System haben soll, z. B. „Juno“, der gut auf das Kind aufpasst.
- Ihr Kind sollte genau wissen, was es Zuhause oder im Kindergarten tun muss, wenn „Juno“ piepst.
- Reagieren Sie auf alle Alarme sehr gelassen, aber konsequent, damit vermeiden Sie, dass Ihr Kind Angst vor Alarmen entwickelt;
- Wenn es zu einem Niedrig-Alarm kommt, sollten Sie mit 5- bis 6-Jährigen darüber sprechen, ob und welche Anzeichen sie dabei spüren; letztlich ist die eigene Wahrnehmung von Symptomen trotz aller technischen Hilfsmittel ein unverzichtbarer Schutz vor schweren Hypoglykämien.
- Sie können mit Kindern in diesem Alter auch sehr konsequent üben, was bei einem Niedrig-Alarm immer getan werden muss, d. h. die richtige Menge an Traubenzucker nehmen. Verzichten Sie auf Gummibärchen und andere Süßigkeiten, damit Naschen und die Behandlung von Unterzuckerungen nicht vermischt werden.
- Besprechen Sie mit Ihrem Kind, was es tun sollte, falls der Sensor einmal „abgeht“. Ihr Kind sollte wissen, dass dies nicht schlimm ist, es sollte nur einem Erwachsenen Bescheid sagen.
- Grundsätzlich sollte jedoch klar sein, dass Vorschulkinder nicht eigenständig auf Alarme reagieren sollen, sondern immer von Eltern/Erwachsenen unterstützt werden müssen.
Grundschulkinder
- Grundschulkinder sollten immer individuell entsprechend ihres Entwicklungsstands informiert werden.
- Viele haben ein ausreichendes Zahlenverständnis, um zu niedrige Werte und den entsprechenden Alarm zu erkennen; viele können auf Unterzuckerungen schnell und richtig reagieren – außer sie sind durch andere Aufgaben oder Aktivitäten abgelenkt.
- Kinder in diesem Alter können meist verstehen, dass der Sensor ihren Zucker im Körper misst und Bescheid sagt, wenn der zu niedrig oder zu hoch ist.
Je älter ein Grundschulkind wird, umso sicherer kann es Hypoglykämien erkennen und richtig reagieren, wenn dies genau abgesprochen und vorbereitet wurde (z. B. mit einer Hypo-Box für die Schule). - Die Insulindosisanpassung bei zu hohen Glukosewerten überfordert noch die geistige Leistungsfähigkeit von Grundschulkindern; sie können noch nicht die vielen Dinge verknüpfen, die dazu erforderlich sind.
- Die Anpassung der Insulindosis muss hier von den Eltern oder anderen erwachsenen Betreuern gewährleistet werden. Dies ist bei sehr zuverlässigen Viertklässlern manchmal auch telefonisch möglich, es sollte aber nicht die Regel sein.
Ältere Kinder und Jugendliche
- Erst jenseits des Grundschulalters können und sollen Kinder und Jugendliche schrittweise die Verantwortung für die Überwachung ihrer kontinuierlichen Glukosedaten und die Berechnung der Insulindosis übernehmen.
- Dazu sind regelmäßige Besprechungen und Übungen zur Insulindosierung mit den Eltern unverzichtbar. Eine entsprechende Diabetesschulung kann ebenfalls helfen, die Selbständigkeit zu fördern.
- Schließlich können Eltern so lernen, ihren Kindern zu vertrauen und ihnen die selbstständige Diabetesbehandlung zuzutrauen, ohne dass ein Jugendlicher noch wie ein kleines Kind ständig überwacht werden muss.
von Redaktion Diabetes-Eltern-Journal
Kirchheim-Verlag, Wilhelm-Theodor-Römheld-Straße 14, 55130 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-online.de
Erschienen in: Diabetes-Eltern-Journal, 2019; 11 (3) Seite 31
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stephanie-haack postete ein Update vor 2 Tagen, 16 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 2 Tagen, 17 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 2 Tagen, 15 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
