Diabetes im Alltag besser managen

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Diabetes im Alltag besser managen

Das Leben mit Diabetes hat seine Tücken. Diabetikern, die schlecht mit ihrer Erkrankung umgehen, drohen Langzeitschäden. Deshalb lernt der 18-jährige Sören in einem Diabetes-Camp, wie er seine chronische Krankheit besser in den Griff bekommt.

„Mein Blutzuckerwert schwankt stark und ist oft zu hoch“, Sören Schlosser kennt die Probleme, sie zu lösen, ist aber eine andere Sache. Bei einem 10-tägigen Camp im Diabeteszentrum des CJD Berchtesgaden verbessert der Diabetiker aus der Nähe von Düsseldorf sein Know-how im Umgang mit dem Diabetes.

„Ich weiß jetzt besser Bescheid, wie ich meine Werte einstellen kann“, erklärt Sören, „zum Beispiel indem ich besser auf den Abstand zwischen Insulinspritzen und Essen achte.“ Um keine Folgeschäden zu bekommen, muss er seinen Blutzucker möglichst gleichmäßig im normalen Bereich halten. Ein Maß, wie gut das gelingt, ist der so genannte HbA1c-Wert. Bei Sören ist er zu hoch.

Lernen, im Alltag ein besseres Krankheitsmanagement zu schaffen

Begonnen hat bei ihm alles vor 12 Jahren. Kurz nach der Einschulung wurde bei dem damals sechsjährigen Diabetes festgestellt. „Das war schon ziemlich schwer für mich mit dem Spritzen und der Schule. Ich hatte Schwierigkeiten, in der Schule zurechtzukommen.“ Mit Hilfe seiner Mutter ging es anfangs mit dem Spritzen noch gut. „Mit 10 Jahren wollte ich aber vom Diabetes gar nichts mehr wissen. Ich habe mit dem Messen nachgelassen, teilweise vor dem Essen gar nicht gemessen“, erzählt Sören.

Zusammen mit anderen jungen Diabetikern aus ganz Deutschland absolviert Sören bei dem Camp Schulungseinheiten und praktische Übungen. Sie sollen den Teilnehmern vermitteln, wie sie im Alltag ein besseres Krankheitsmanagement schaffen. „Mit verschiedenen Sportangeboten wie E-Biken oder Raften trainieren wir die Therapieanpassung bei körperlicher Belastung“, erklärt Torsten Vetters, Diabetesberater in dem Diabeteszentrum des CJD Berchtesgaden, einer Einrichtung, die auf die Betreuung von chronisch kranken Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen spezialisiert ist.

Bei den Teilnehmern kommt das Konzept gut an, auch bei Sören: „Das Camp hat mir gut gefallen. Ich denke, meinen Blutzuckerwert habe ich ab jetzt besser im Griff.“


Quelle: Pressemitteilung des CJD Berchtesgaden

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  • tako111 postete ein Update vor 5 Tagen, 16 Stunden

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

  • moira postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag

    Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
    War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?

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