- Eltern und Kind
Diabetes im Sudan: Hilfe für erkrankte Kinder
3 Minuten
Julia Pape arbeitet als Ärztin im Kinder- und Jugendkrankenhaus „Auf der Bult“ in Hannover. Für die Organisation Cap Anamur/Deutsche Not-Ärzte e. V. war sie im Sudan und hat dort auch Kinder und Jugendliche betreut. Was passiert, wenn ein Jugendlicher im Sudan Diabetes bekommt? Das schildert sie am Beispiel des 15-jährigen Salam.
Im Interview:
Julia Pape war von Dezember 2019 bis April 2021 in den Nubabergen als Ärztin für Cap Anamur tätig.
„Wir haben dort in einer entlegenen Klinik die medizinische Basisversorgung gesichert und die Patienten mit einer eingeschränkten Auswahl von Therapieoptionen behandelt. Oft sind wir damit an die Grenzen gestoßen, und manchmal kann eine Behandlung nur unzureichend umgesetzt werden. Insbesondere für Patienten mit chronischen Erkrankungen gibt es wenig Hilfsmittel und Versorgungsmöglichkeiten.“ |
Als der 15-jährige Salam unsere Klinik in den Nubabergen erreicht, ist er in einem schlimmen Zustand: Er hat sich schon länger schwach und müde gefühlt, hat über 10 kg abgenommen, in der letzten Zeit viel getrunken und in der Nacht angefangen, zu erbrechen. Seine Familie konnte keine Transportmöglichkeit finden, machte sich schließlich zu Fuß auf den Weg zu uns und trägt Salam die ganze Nacht auf einer Trage durch das unwegsame Gelände. Salam ist bewusstlos, hat eine vertiefte Atmung und ist völlig dehydriert.
Die Diagnose scheint sofort klar zu sein, und wir messen seinen Blutzucker: Er ist nicht mehr messbar im hohen Bereich und wir beginnen sofort, ihm eine Infusion und Insulin zu geben. Eine so schwere Ketoazidose haben meine Kollegen noch nie gesehen, und die Behandlung stellt uns alle vor eine große Herausforderung. Neben der Manifestation eines Diabetes hat Salam eine schwere Malaria mit Blutarmut, und anfangs wissen wir nicht, ob er überleben wird. Am Abend öffnet er das erste Mal die Augen, und wir haben Hoffnung, dass er es schafft.
Frauen unterwegs auf der Hauptstraße zum Krankenhaus.
Blick in eine der Kinderstationen der Klinik.
Das kleine Mädchen vorne kam schwer unterernährt ins Krankenhaus. Auf dem Bild steht sie sehr fröhlich kurz vor ihrer Entlassung.
Sein Insulin kühlt Salam in einem wassergefüllten Behältnis (Verdunstungskühlung).
Das Krankenhausgelände in den Nubabergen von oben. In der Klinik hat Julia Pape von Dezember 2019 bis April 2021 als Ärztin für Cap Anamur gearbeitet.
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 2 Tagen, 23 Stunden
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus! -
stephanie-haack postete ein Update vor 3 Wochen, 3 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 3 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 3 Wochen, 3 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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Julia Pape war von Dezember 2019 bis April 2021 in den Nubabergen als Ärztin für Cap Anamur tätig.

Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße