Entenrennen Lüneburg

2 Minuten

Entenrennen Lüneburg

2019 veranstaltete der Lions Club Lüneburg-Ilmenau sein zweites Entenrennen. Wer daran teilnehmen wollte, adoptierte für fünf Euro ein gelbes Gummitier, das sich beim Rennen auf der Ilmenau bewähren musste. Unternehmen zahlten 300 Euro für eine größere Ente. Das Besondere im Jahr 2019: Der Erlös geht an ein Diabetes-Projekt für Kinder.

Ende Juni war es soweit: 4.160 kleine und 50 große Enten gingen in zwei Rennen an den Start. Die ca. 300 Meter lange Strecke bewältigten sie souverän in wenigen Minuten. Den Erlös aus dem Entenrennen (lueneburger-entenrennen.de) spendet der Lions Club für einen guten Zweck; das derzeitige Hauptprojekt: Familien mit Kindern mit Typ-1-Diabetes zu unterstützen.

In Lüneburg selbst gibt es bisher kein Betreuungsangebot. Deshalb soll in Kooperation mit der Hamburger Stiftung SeeYou künftig die Diabetesberaterin Kea Diederichs z. B. Erzieher und Lehrerinnen schulen. Mehr über das Projekt und die Kooperation erzählt Katja Schneider, Past-Präsidentin des Lüneburger Lions Clubs, im Interview.


Diabetes-Eltern-Journal (DEJ): Jetzt ist das Entenrennen schon einige Zeit her. Ist denn alles gut gelaufen?
Katja Schneider:
Ja, es war ein tolles Event. Wir hatten sehr gutes Wetter und sehr viele Zuschauer – und haben an dem Tag auch noch ganz viele Enten verspendet. Insgesamt hat es uns allen total Spaß gemacht, wieder dieses Rennen zu veranstalten. Es ist natürlich auch Arbeit, man spricht dafür mit vielen Leuten und überzeugt sie, sich zu beteiligen.

Dabei ist uns aufgefallen, dass die Leute von dem Thema sehr angetan sind. Das ist eine schöne, runde Sache, und auch die Sponsoren wollen beim nächsten Mal wieder mitmachen – und das ist wirklich klasse! Und: Zwar liegt die endgültige Abrechnung noch nicht vor, aber wir werden dem Diabetes-Projekt wohl knapp 20.000 Euro zur Verfügung stellen können.

DEJ: Das ist eine enorme Summe …
Katja Schneider:
Ja, und das freut uns sehr. Das Projekt für Kinder mit Diabetes machen wir ja in Zusammenarbeit mit der Stiftung SeeYou, und wir haben vereinbart, dass wir mindestens drei Jahre lang jährlich 10.000 Euro für dieses Projekt geben. Mit den 20.000 Euro haben wir jetzt also schon zwei Jahre abgedeckt.

DEJ: Wie geht es jetzt konkret weiter?
Katja Schneider:
Die Diabetesberaterin, die in und um Lüneburg tätig sein wird, heißt Kea Diederichs. Sie hat dafür über die Stiftung schon einen Einführungskurs gemacht, um vorbereitet zu sein. Jetzt, wo das Geld da ist, kann es also losgehen. Sie wird Schulungen in Kindergärten und Schulen anbieten, aber auch konkret Familien helfen.

DEJ: Wie kamen Sie auf die Idee, das Diabetes-Projekt zu initiieren und dann auch zu unterstützen?
Katja Schneider:
Wir haben uns umgehört, und es ist so, dass die Kinderklinik hier in Lüneburg kein spezielles Angebot für Kinder mit Diabetes hat. Es hat sich außerdem herausgestellt, dass das Kind eines Lions-Freundes Typ-1-Diabetes hat. Die Mutter ist Kinderärztin, und mit ihr zusammen haben wir uns mit dem Thema beschäftigt und sind dann in Kontakt gekommen mit dem Kinderkrankenhaus Wilhelmstift in Hamburg, das wiederum eng mit der „Stiftung Familienorientierte Nachsorge Hamburg SeeYou“ zusammenarbeitet. So kam eines zum anderen.


Interview: Nicole Finkenauer
Redaktion Diabetes-Eltern-Journal, Kirchheim-Verlag,
Wilhelm-Theodor-Römheld-Straße 14, 55130 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de

Erschienen in: Diabetes-Eltern-Journal, 2019; 11 (3) Seite 23

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Diabetes-Anker-Podcast: Diabetes und psychische Flexibilität – mit Psychologin Laura Klinker
Ein unerwarteter Wert, eine Unterzuckerung – und plötzlich ist der Frust da. Im Diabetes-Anker-Podcast erklärt Psychologin Laura Klinker, warum unterdrückte Gefühle solche Situationen oft verschärfen und wie psychische Flexibilität im Alltag mit Diabetes gelingen kann.
Porträt der lachenden Psychologin Laura Klinker vor hellblauem Hintergrund, mit langen braunen Haaren und gemustertem Pullover; oben rechts das Logo des Diabetes-Anker-Podcasts.

2 Minuten

Präventionsoffensive: Auftakt zum breiten Angriff auf chronische Krankheiten?
Noch wird um die genaue Ausgestaltung der „Zuckersteuer“ gerungen. Mit einer „Präventionsoffensive“ will das Bundesgesundheitsministerium dafür sorgen, dass diese Abgabe kein Strohfeuer im Kampf gegen Typ-2-Diabetes und andere chronische Krankheiten bleibt.
Zwei Fußballspielerinnen in schwarzen und blauen Trikots laufen auf einem grünen Rasen einem Fußball hinterher. Die Aufnahme aus der Vogelperspektive symbolisiert Bewegung und Prävention.

3 Minuten

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • uho1 postete ein Update vor 3 Tagen, 7 Stunden

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
    Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
    Wir freuen uns auf Euch! 🙂