Event von „Diabetes-Kids“: Familienabenteuer Skifreizeit

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Event von „Diabetes-Kids“: Familienabenteuer Skifreizeit

Im März 2023 trafen sich insgesamt 310 Personen mit 91 Dia-Kids auf der Rudolfshütte im Nationalpark Hohe Tauern zu einer Skifreizeit. Was als Liebeserklärung des Diabetes-Kids-Initiators Michael Bertsch an seine Tochter Caro begann, ist inzwischen ein großes Projekt, das mit viel Engagement und Herzblut aller Beteiligten getragen wird.

Unsere Heldinnen und Helden mit Diabetes mellitus Typ 1 erlebten eine Woche lang, dass sie nicht sonderbar, sondern großartig sind. Viele Familien waren zum ersten Mal dabei, aber Unsicherheiten legten sich, sobald man realisierte, dass fast alle Gäste des Hotels in dieser Zeit Familien waren, die mit ähnlichen Erfahrungen leben und froh waren, sich auszutauschen und einander zu helfen.

Es ist nicht ungewöhnlich, von bis dato fremden Kindern lachend mit einem aus tiefsten Herzen kommenden “Hallo, wir sind jetzt auch da!” begrüßt zu werden. Wo Erwachsene eher introvertiert sind, gehen viele Kids extrovertiert auf andere zu. Frei nach dem Motto: “Hier bin ich, lass uns Freunde sein.” Diese kleinen Momente machen die Diabetes-Kids-Skifreizeit zu etwas ganz Besonderem.

Viele Einzigartige Erlebnisse

Die Crew war mit Spaß dabei und für reichlich Unsinn zu haben. Mike, Marius und Andrea haben sich z. B. im “Tandem-Skifahren” versucht. Kein langfristig praktikables Konzept, aber einige Fotos wert. Mit der Katheter-Challenge trafen Andrea und Sandra mitten ins Herz und nahmen den Kindern spielerisch die Angst vor dem ungeliebten Hilfsmittel.

Auch Caro brachte mit ihrem Vortrag “Wie motiviere ich, ohne zu nerven?” viele zum Nachdenken. Als junge Diabetikerin, die beruflich Kinder mit Diabetes betreut, kennt sie beide Seiten. Die Kids hatten auch die Chance, Alexander Zverev bei einer Liveschaltung zu seinem Leben und Umgang mit dem Diabetes zu fragen. Als Beweis dafür, dass man mit Diabetes alles schaffen kann, motivierte er die Kids. Auch die Sponsoren gaben Input und waren Ansprechpartner bei Fragen.

Zwar ärgerte man sich das ein oder andere mal über vertauschte Schuhe, Stöcke oder Handschuhe, aber am Ende fand alles wieder seinen Besitzer, selbst ein verlorenes Portemonnaie. Wie schön, wenn man von Leuten umgeben ist, denen man vertrauen kann. Am dramatischsten war wohl der gebrochene Arm von Marie am Ende der Reise. So etwas wünscht man niemandem. Daher kurzerhand der Aufruf, sich auf Maries Gips zu verewigen, was sie daran erinnern sollte, nicht traurig zu sein.

Niemals aufgeben!

Ski-Anfänger Tim bewies, wie stark unsere Dia-Helden sind. Dem anfänglichen Impuls, die Skier vom Berg zu schleudern, ging er nicht nach. Zusammen mit dem Skilehrer kämpfte er, bis er die Skier beherrschte und nicht die Skier ihn. Genau, wie es mit dem Diabetes sein sollte. Die Kids und wir als Familie leben nicht für den Diabetes, der Diabetes lebt mit uns.

Wir haben viel mitgenommen, Kraft getankt und uns gefreut, neue und alte Bekannte zu sehen. Danke an Michael und die Crew! Ihr seid großartig! Und unsere Kids: Ihr seid wahre Helden. Viele würden keine 24 Stunden durchhalten, was ihr jeden Tag leistet. Ihr müsst euch vor nichts und niemandem verstecken.


von Redaktion Diabetes-Anker

Das Redaktionsteam des Diabetes-Ankers besteht aus erfahrenen Journalistinnen und Journalisten – teils mit medizinischem und naturwissenschaftlichem Hintergrund sowie selbst von Diabetes betroffen – die seit vielen Jahren zum Thema Diabetes publizieren.

Erschienen in: Diabetes-Eltern-Journal, 2024; 15 (1) Seite 28

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  • tako111 postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

  • moira postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen

    Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
    War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?

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