Herzenswunsch erfüllt

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© www.atelier4Foto.de
Herzenswunsch erfüllt

Der gemeinnützige Verein wünschdirwas e. V. erfüllt seit 25 Jahren schwer erkrankten und chronisch kranken Kindern und Jugendlichen Herzenswünsche – so auch der 17-jährigen
Lara mit Typ-1-Diabetes.

Dieser Tag wird Lara noch lange im Gedächtnis bleiben. Sie tauchte ab in eine Traumwelt – und mit beeindruckenden Unterwasserfotos wieder auf: Lara als Meerjungfrau, die nach Seesternen greift, und als Manga-Girl mit blauen Haaren, das scheinbar durch sein Spiegelbild läuft. Wie es dazu kam, und wie es Lara dabei ergangen ist, lesen Sie hier.

Faible für Meerjungfrauen seit der Kindheit

„Lara fand Meerjungfrauen schon als kleines Mädchen wunderschön“, erinnert sich ihre Mutter Andrea Witt, Diabetesberaterin und Vorstandsmitglied von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. „Manga-Figuren sind bei ihr seit drei bis vier Jahren angesagt.

Beim Unterwasser-Fotoshooting mit Stefanie Ehl aus Neuwied (www.atelier4foto.de) wurde das alles unter einen Hut gebracht, und es sind wunderschöne Fotos dabei rausgekommen. Genial!“ Stefanie Ehl ist ehrenamtliche Repräsentantin von wünschdirwas e. V. in Rheinland-Pfalz.

Laras Hobby: Mangas

Lara ist eine ganz normale Jugendliche und geht in die zehnte Klasse eines Gymnasiums. Diabetes hat sie schon, seit sie zwei Jahre alt ist. „Durch die viele Lernerei bleibt ihr leider für Sport und andere Hobbys keine Zeit mehr“, bedauert ihr Mutter. „Geblieben sind nur die Mangas, darin geht Lara auf: Sie hat mehrere Kostüme, verkleidet sich gern, schminkt sich und zeichnet auch Mangas.“ Mangas sind übrigens japanische Comics.

Wie kam es nun zum Kontakt zwischen Lara und wünschdirwas e. V.? „Das war so“, erklärt Andrea Witt: „Ich arbeite als Diabetesberaterin in der Kinderdiabetes-Ambulanz der Sana-Klinik Eutin. Die für Schleswig-Holstein zuständigen Mitarbeiter des Vereins haben unsere Klinik angeschrieben und angeboten, kranken Kindern bei Bedarf einen Wunsch zu erfüllen.

Wir haben dann ein Formular bekommen, in das wir die in Frage kommenden Kinder, ihre Erkrankung und natürlich den Wunsch eintragen konnten. So kam meine Tochter dazu, sich einen Wunsch erfüllen zu lassen – wie mittlerweile auch andere Diabeteskinder aus unserer Klinik.“

wünschdirwas e. V.: Lebensmut und Zuversicht schenken

http://wünschdirwase.V.
ist ein gemeinnütziger Verein. Seit 25 Jahren erfüllen viele ehrenamtliche Helfer und Mitarbeiterinnen in Köln schwer erkrankten und chronisch kranken Kindern und Jugendlichen Herzenswünsche. Ein unvergesslich schönes Erlebnis soll dazu beitragen, neuen Lebensmut, Zuversicht und neue Lebensenergie zu schenken und die Krankheit einfach einmal vergessen lassen.

Der Verein arbeitet bundesweit mit Ärzten und Therapeuten von über 90 Krankenhäusern, Kinderkliniken und Hospizen in nahezu allen Bundesländern zusammen.

Echt anstrengend

Auch wenn es auf den Fotos nicht so aussieht, das Shooting war für Lara echt anstrengend. Die Insulinpumpe, die sie normalerweise trägt, hat sie für das Unterwasser-Shooting abgelegt, und ist ganz bewusst mit einem etwas höheren Blutzuckerwert ins Wasser gestiegen. „Nachdem ich geschminkt war, ging es gleich zum Pool“, berichtet sie. „Zuerst habe ich das blaue Kleid angezogen, das wie ein Elbenkleid aussieht. Es war sehr anstrengend, die Pose so zu halten, dass eine perfekte Spiegelung entsteht.“

Es sollte so aussehen, als ob sie quasi durch ihr eigenes Spiegelbild läuft – eine besondere Herausforderung an die Körperbeherrschung, dabei entspannt auszusehen. Dann ging es weiter als Meerjungfrau (mit Flosse!), die nach den Seesternen greift. „Ich wollte gar nicht mehr aus dem Wasser raus, weil mir das Schwimmen mit Flosse so viel Spaß gemacht hat.“

Kohlenhydrate tanken

Nach einer halben Stunde musste Lara zum ersten Mal aus dem Wasser steigen, um Kohlenhydrate und Kraft zu tanken. Nach weiteren zwei Stunden im und unter Wasser waren dann die Kraftreserven aufgebraucht, und die Blutzuckerwerte gingen immer weiter nach unten. Aber alle Fotos waren gemacht.

Eine tolle Erfahrung!

Zum Abschluss war die ganze Familie Witt abends in Europas größtes Unterwasser-Restaurant eingeladen. „Wir haben sozusagen zwischen den Fischen gegessen“, erinnert sich Andrea Witt.

„Ich als Mutter und Diabetesberaterin fand es mal wieder spannend zu sehen, wie Bewegung und das Wasser an den Kräften und am Blutzucker zehren. Aber alles war super zu managen, eine tolle Erfahrung! Ein großes Dankeschön an den Verein und an Frau Ehl.“


von Angelika Leidner
Diabetes-Eltern-Journal, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz, Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0,
Fax: (0 61 31) 9 60 70 90, E-Mail: redaktion@diabetes-online.de

Erschienen in: Diabetes-Eltern-Journal, 2015; 8 (1) Seite 14-15

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  • thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 4 Wochen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße