Michael Bertsch – Gründer von Diabetes-Kids

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Michael Bertsch – Gründer von Diabetes-Kids

Was gibt es Neues bei Diabetes-Kids, Deutschlands größter virtueller Selbsthilfegruppe für Familien, in denen Kinder mit Diabetes leben? Michael Bertsch, Gründer von Diabetes-Kids, gibt im Interview Auskunft.

Derzeit hat Diabetes-Kids etwa 10.000 registrierte Nutzer, wovon 3.600 auch Mitglieder sind, die Zugriff auf einen geschützten Bereich haben, über den sie z. B. mit anderen Mitgliedern in Kontakt treten können.

Diabetes-Eltern-Journal (DEJ): Herr Bertsch, Diabetes-Kids gibt es seit dem Jahr 2000. Hat sich die Nutzer-/Mitgliederstruktur seitdem geändert?
Michael Bertsch:
Eher nicht – die Anliegen aber schon. Früher standen Interaktion und Kommunikation im Vordergrund. Diese Bereiche sind in hohem Maß zu Facebook abgewandert, was ich im Gesundheitsbereich gar nicht gut finde, weil es viele Risiken birgt. Das A und O einer guten Behandlung ist ein guter Kinderdiabetologe; Facebook ist kein Arzt! Heute kommen die meisten Leute auf Diabetes-Kids, um sich zu informieren und das Starterpaket abzurufen. Wir haben täglich ca. 2000 User.

© Dirk Michael Deckbar | Michael Bertsch (Mitte) als Preisträger des Thomas-Fuchsberger-Preises 2018 (mit Jennifer und Julien Fuchsberger).

DEJ: Wird eines der Angebote besonders stark nachgefragt?
Bertsch:
Ja, das Starterpaket wir häufig angefordert. Es ist im letzten Jahr 1500 Mal abgerufen worden – und das bei etwa 2500 Neuerkrankungen bei Kindern im Jahr. Was auch gut ankommt, ist das Paten-Projekt von Diabetes-Kids. Momentan gibt es etwa 100 erwachsene Diabetes-Paten in ganz Deutschland, die ein Kind mit Diabetes begleiten möchten.

DEJ: Diabetes-Kids ist kontinuierlich gewachsen. Wie viele Leute arbeiten derzeit an der Seite mit?
Bertsch:
Seitenstruktur, Administration und die Planung der Veranstaltungen mache ich komplett alleine. Aber es gibt natürlich Forenmoderatoren, die alles im Blick haben und bei Bedarf eingreifen können. Während der Veranstaltungen gibt es ein Team an Diabetologen, Psychologinnen und Diabetesberatern. Meine Familie ist natürlich auch immer voll mit im Boot, hilft vor Ort bei der Organisation und der Programmgestaltung. Diabetes-Kids ist keine Einzelkämpfergeschichte; meine Familie unterstützt mich in allem. Ohne dass meine Frau und meine Kinder helfen und mir auch viel Freiraum geben, geht gar nichts.

© Diabetes-Kids | Jedes Jahr gibt‘s einen Diabetes-Kids-Segeltörn – hier die Gruppe aus dem Jahr 2017. Die Anmeldung für 2020 läuft schon!

DEJ: Gibt es denn Pläne, noch weitere Funktionen einzuführen?
Bertsch:
Konkret gibt es da nichts; längerfristig schwebt mir eine Diabetes-Kids-App vor. Ich hätte auch Lust, mehr Freizeiten anzubieten, denn alle Freizeiten, die wir anbieten und an denen jährlich 600 Personen teilnehmen, sind immer überbucht und ich muss vielen Leuten absagen. Momentan sind die Begrenzung dafür meine Urlaubstage. Mittelfristig kann ich mir auch vorstellen, Diabetes-Kids hauptberuflich zu betreiben.


von Redaktion Diabetes-Eltern-Journal
Kirchheim-Verlag, Wilhelm-Theodor-Römheld-Straße 14, 55130 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de

Erschienen in: Diabetes-Eltern-Journal, 2019; 11 (2) Seite 28

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  • kety22 postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen

    Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?

    • Hallo!
      Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
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  • katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 2 Wochen, 2 Tagen

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