Mit Diabetes-Technik sicher unterwegs

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© Tyler Olson - Fotolia
Mit Diabetes-Technik sicher unterwegs

Die Insulinpumpe kann beim Sport stören, ebenso am Strand, wenn Kinder ausgelassen im Sand oder im Wasser spielen möchten. In erster Linie gilt: Seien sie kreativ! Es gibt viele Taschen, Beutel, Gürtel und Kleidungsstücke, die extra entwickelt wurden, um Diabetes-Utensilien aufzunehmen. Immer häufiger wurden diese Produkte von Eltern mit einem Kind mit Typ-1-Diabetes oder Menschen mit Typ-1-Diabetes entworfen.

Insulinpumpe

Die meisten Insulinpumpen sind über einen Schlauch mit einem Katheter im Unterhautfettgewebe platziert. Die Schlauchlängen variieren von 20 bis 110 cm. Die richtige Länge sollte es ermöglichen, die Pumpe unter oder über der Kleidung zu tragen und sie bequem und schnell bedienen zu können.

Bei Kleinkindern ist die Pumpe gut in einem Bauchgurt verstaut: Die Kinder können problemlos gewickelt werden; beim Toilettengang kann ganz normal die Hose heruntergezogen werden, ohne dass die Pumpe auf den Boden fällt oder Zug auf den Katheter kommt. Es gibt Bauchgürtel mit abnehmbaren Taschen und auch Bauchbänder mit integrierter Tasche, so dass die Pumpe auf die Seite oder den Rücken geschoben werden kann, damit sie beim Schlafen oder Herumtoben nicht stört.

Im Schlaf kann die Pumpe auch einfach so im Bett liegen. Trägt das Kind ein Insulinpumpensystem mit kontinuierlicher Glukosemessung (CGM), sind Taschen mit einem Sichtfenster sinnvoll, damit nicht bei jedem Blick auf den Glukoseverlauf die Pumpe aus der Tasche gezogen werden muss.

Möchte man verhindern, dass ein Kleinkind die Pumpe aus der Tasche oder dem Gurt nimmt, könnte man die Pumpe in einer Art "Rucksack" verstauen. Dieser kann über der Kleidung getragen und zum Schlafen abgelegt werden. Kreativ sind selbst aufgenähte Taschen auf dem Rückenteil der Kleidung oder auch an Mädchenkleidern, wenn man das Kleid nicht jedes Mal nach oben ziehen möchte, um die Pumpe einzusehen oder zu bedienen.

Ältere Kinder und Jugendliche tragen ihre Pumpe häufig einfach in der Hosentasche. Wenn man den Schlauch nicht sichtbar über dem Hosenbund tragen möchte und geschickt nähen kann, kann die Hoseninnentasche aufgetrennt und so die Pumpe direkt von innen hineingesteckt werden.

Mädchen können die Pumpe an ihrem BH tragen. Es gibt dafür spezielle Taschen, die an den Trägern oder an der Seite befestigt werden, oder die Pumpe wird einfach über den Ausschnitt des Oberteils von oben in den BH gesteckt. Im Alltag hält die Pumpe dort gut. Während des Sports sollte aber eine sicherere Tragemöglichkeit gewählt werden. Das Tragen am BH ermöglicht es auch, als Katheterstelle den Arm zu wählen und einen kurzen Schlauch zu nutzen. Ein weiterer Tipp ist, die BH-Tasche mit dem Clip von innen an den Hosenbund zu stecken. So kann die Pumpe unter der Kleidung getragen werden und ist trotzdem griffbereit.

Patch-Pumpen werden direkt auf der Haut angebracht. Hier muss bei der Anlage darauf geachtet werden, ob ein Gürtel oder der Hosenbund die Pumpe abdrücken kann, denn dadurch kann es zu Druckstellen kommen, außerdem ist das Tragen der Patch-Pumpe dann unbequem. Die Patch-Pumpe wird über ein separates Gerät bedient, das in einer Tasche, im Schulranzen oder in einer Bauchtasche mitgenommen werden kann.

Sport und Pumpe

Je nach Sportart und Dauer der Anstrengung muss entschieden werden, ob die Pumpe am Körper bleiben kann oder kurzfristig abgekoppelt werden muss. Die Insulinzufuhr sollte auf keinen Fall länger als 90 bis 120 Minuten unterbrochen sein. Die Glukosewerte sollten auf jeden Fall überprüft werden. Bei Sportarten mit viel Körperkontakt (Judo, Karate u. a.) oder im Wasser empfiehlt es sich, die Pumpe abzulegen, damit der Katheter nicht herausreißt. Das Abkoppeln kann auch sinnvoll sein, um eine Unterzuckerung zu verhindern.

Praktisch und schön

Ins Wasser sollte man nur wasserdichte Pumpen mitnehmen (bitte Hersteller-Info einholen). Ist eine Pumpe nicht wasserdicht, ermöglichen spezielle Bauchgürtel (z. B. www.aquapac.de) über der Badekleidung auch das Tragen der Pumpe im Wasser. Dieses Taschensystem ist eine tolle Lösung am Strand, wenn Kleinkinder im Sand am Wasser spielen oder wenn man die Pumpe zur Vorbeugung eines Diebstahls nicht am Strand oder im Freibad liegen lassen möchte.

CGM-Empfänger/Smartphone

Der Empfänger von einem CGM-Sensor, der nicht auf einem Pumpensystem angezeigt wird, muss nicht zwingend direkt am Körper getragen werden. Je nach Hersteller ist die Verbindungsdistanz zwischen 1,5 bis 30 Metern. Man hat also die Möglichkeit, das Gerät in Tasche oder Rucksack mitzunehmen. Möchte man seine Glukosewerte beim Sport oder Schwimmen einsehen, eignen sich die genannten Tragemöglichkeiten auch für die CGM-Systeme.

Wer ein Flash-Glukose-System trägt, kann das Lesegerät griffbereit haben, um die Werte zu scannen. Eine kleine Tasche mit Blutzuckerteststreifen und Lanzette zur Blutgewinnung sollte auch bei diesem System dabei sein: Gescannte Glukosewerte, die nicht zum körperlichen Empfinden passen, müssen mit einer Blutzuckermessung überprüft werden.

Pens und Co

Die Taschen für Insulinpens und die benötigten Kanülen sind direkt im Lieferumfang enthalten. Möchte man eine Tasche für mehrere Pens, das Blutzuckermessgerät und Zubehör, so findet man verschiedene Modelle z. B. bei Versandhändlern, die auf Diabetes spezialisiert sind. Um das Insulin vor zu hohen Temperaturen zu schützen, gibt es z. B. Taschen von Frio, die mit Hilfe von Verdunstungskälte das Insulin vor Wärme schützen.

Blutzuckermessgerät

Das Blutzuckermesssystem, die Testsensoren und die Stechhilfe können in der mitgelieferten Tasche gut aufbewahrt werden. Aber auch hier gibt es bunte Alternativen von verschiedenen Herstellern oder Taschen, die zusätzlich Platz für Pens oder Ersatzmaterial bieten.

Im täglichen Gebrauch sollte an sehr warmen oder frostigen Tagen darauf geachtet werden, dass die (Schul-)Tasche nicht zu lange in der Hitze oder Kälte steht, da die Teststreifen ähnlich wie Insulin temperatursensibel sind. Benutzte Streifen und Lanzetten gehören nach Gebrauch sofort in den Müll – so wird auch verhindert, dass die Lanzetten mehrmals gebraucht werden.

Traubenzucker, Glukosegels und Ersatzmaterial

Neben den Geräten zur Insulin-applikation und zur Stoffwechselkontrolle gehören auch Traubenzucker, Glukosegels und Ersatzmaterial zu den Dingen, die im Alltag schnell zur Hand sein müssen.

Um eine Unterzuckerung schnell und effektiv behandeln zu können, sollte der Traubenzucker möglichst direkt am Körper getragen werden (Hosentasche, Bauchtasche). Ersatzbatterien für die Pumpe, ein Ersatzkatheter, Lanzetten, Sport-KE/-BE können in einer Extra-Tasche oder Box vorbereitet sein, so dass dieses zusätzliche Equipment dann mitgenommen werden kann, wenn man z. B. den ganzen Tag unterwegs ist oder nicht zu Hause übernachtet (Wochenendtrip, Kinder übernachten bei Freunden).

Für die Schule eignet sich so etwas ebenfalls. Grundschulkinder können eine Notfallbox ("Hypo-Box") selbst gestalten und im Klassenraum oder Sekretariat deponieren. Ältere Kinder bevorzugen dafür vielleicht ihren Schulspind.

Ein Interview mit Designerin Hanna Barat …

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  • Hallo,
    das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
    Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann?

    • Hallo hexle,
      ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
      Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
      Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”

      Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.

      Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.

      Beste Grüße

    • PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.

    • Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.

    • @ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.

    • @schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….

  • uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen

    Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?

  • diahexe postete ein Update vor 3 Wochen

    Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?

    • Liebe diahexe,
      Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
      Viele Grüße
      Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion

    • @gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.

    • crismo antwortete vor 1 Woche

      @gregor-hess: das ist ein sehr guter Hinweis. Ich war schon persönlich bei der Gründerin des Vereins und habe Insulin abgegeben. Diese Frau macht wirklich einen tollen Job und bringt das Insulin regelmäßig nach Afrika. Sie nimmt Insulin, Pens, Pennadeln, Lanzetten, Blutzuckerteststreifen usw…

      Kann es nur empfehlen!!!

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