- Eltern und Kind
Projekt kinderdiabeteslotse-sh.de: Alles unter einem virtuellen Dach
2 Minuten

Die Website kinderdiabeteslotse-sh.de bietet eine zentrale Anlaufstelle mit sozialrechtlichen und sozialmedizinischen Informationen zu den vielen Fragen, die sich einer Familie stellen, wenn ein Kind Typ-1-Diabetes hat. Dr. Simone von Sengbusch hat das Modell-Projekt initiiert und geleitet, gefördert wurde es von der Damp-Stiftung.
Mit der Diagnose Typ-1-Diabetes bei einem Kind stellen sich der betroffenen Familie plötzlich viele Fragen in den verschiedensten Bereichen. Medizinisches und technisches Wissen muss erworben werden, um den Stoffwechsel zu managen. Auch emotional müssen alle Familienmitglieder die Diagnose verarbeiten – da ist psychologische Unterstützung gefragt. Und wenn es um die Bewältigung des Alltags, vor allem die Versorgung in Kita und Schule geht, stellen sich zahlreiche sozialrechtliche Fragen.
Gleichzeitig bestehen Diabetesteams, die in der Regel Hauptansprechpartner für die Kinder und ihre Familien sind, meist “nur” aus Diabetologinnen und Diabetesberatern. Psychologinnen oder Sozialarbeiterinnen sind selten fest in ambulanten Teams verankert, da das Budget fehlt, um solch interdisziplinäre Teams zu finanzieren. In dem von der Damp-Stiftung geförderten Modellprojekt “Kinderdiabeteslotse für Schleswig-Holstein” (2015-21) hat Dr. von Sengbusch sich diese Lücken in der sozialrechtlichen und sozialmedizinischen Beratung vorgenommen.
kinderdiabeteslotse-sh.de steht auf drei Säulen
Das Projekt fußt auf drei Säulen: Die erste ist die Analyse von Versorgungspfaden und -lücken insbesondere im sozialrechtlichen Bereich. Die zweite steht im Bereich Aufklärung und Unterstützung in der stationären psychiatrischen Versorgung von Kindern mit Typ-1-Diabetes. Die dritte und größte Säule ist die Internetseite kinderdiabeteslotse-sh.de. Hier hat Dr. von Sengbusch klar strukturierte Informationen zu vor allem zentralen sozialrechtlichen Themen, zum Beispiel “Kinder und Schule”, “Pflege”, “Urlaub und Reisen ins Ausland” oder “Reha, Kur, Schulung, Camp” zusammengetragen.
Außerdem hat sie im Rahmen des Projekts eine Handreichung mit Antworten auf häufige Fragen zusammengetragen, die nun fester Bestandteil der Schulungen nach der Diagnose “Diabetes” in Schleswig-Holstein ist. “Diese Materialsammlung entlastet Diabetesteams und Eltern enorm – die Teams können Eltern erst einmal diese Informationen an die Hand geben, und die Eltern kommen dann mit spezifischen Fragen wieder zu den Teams.”, erklärt Dr. von Sengbusch. Bisher war das Projekt ein großer Erfolg und zahlreiche Familien und Diabetesteams konnten von den Angeboten profitieren.
“Ich würde das Projekt gerne weiterführen und vielleicht sogar auf weitere Bundesländer ausweiten, denn die grundsätzlichen Fragen und Herausforderungen sind überall gleich. Allerdings gibt es auch in jedem Bundesland Unterschiede in der Handhabung”, so Dr. Simone von Sengbusch. Um das Projekt weiter voranzutreiben, braucht es eine dauerhafte Finanzierung – und ein Lotsen-Team, das gemeinsam die Informationen aktualisieren und weitergeben kann. Wir drücken die Daumen!
Erschienen in: Diabetes-Eltern-Journal, 2022; 13 (4) Seite 28
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thomas55 postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?- ole-t1 antwortete vor 2 Wochen, 2 Tagen
Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße
lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat
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