Sicherheit für alle

2 Minuten

Sicherheit für alle

Auch in Rheinland-Pfalz erkranken immer mehr Kinder an Typ-1-Diabetes. Um pädagogischen Fachkräften in Kita und Schule Wissen und Sicherheit im Umgang mit Diabetes zu vermitteln, wurde ein Pilotprojekt gestartet.

Erzieher und Lehrer fit machen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen mit Diabetes – das ist das Ziel eines Pilotprojekts in Rheinland-Pfalz. Erreicht werden soll dieses Ziel durch Seminare, in denen Diabetologen und Diabetesberater ehrenamtlich pädagogische Fach- und Lehrkräfte unterrichten. Die Seminare werden flächendeckend in ganz Rheinland-Pfalz angeboten. Mehr als 40 Seminare insgesamt soll es geben (bei Bedarf auch mehr); bis Ende 2015 haben 19 Seminare stattgefunden.

“So viel Normalität wie möglich, so viel Hilfestellung wie nötig”

Es gibt einen einheitlichen “Lehrplan”; die Inhalte orientieren sich an den rheinland-pfälzischen Handlungsempfehlungen zum Umgang mit chronisch kranken Kindern. Alles steht unter dem Motto: “So viel Normalität wie möglich, so viel Hilfestellung wie nötig.”

Die Initiative für das Pilotprojekt ging aus vom Verein Hilfe für Kinder und Jugendliche bei Diabetes mellitus e. V. mit Sitz in Ingelheim, der auch die Trägerschaft übernommen hat. “Wir kämpfen seit langem dafür, dass Lehrer und Erzieher aufgeklärt und unterstützt werden, damit Kinder und Jugendliche mit Diabetes ins Alltagsleben integriert werden”, sagt dazu die Vorsitzende Marlies Neese, die bei allen Seminaren dabei ist. Beteiligt an dem Projekt sind drei rheinland-pfälzische Ministerien – Gesundheitsministerium, Familienministerium und Bildungsministerium.

Das Gesundheitsministerium unterstützt das Projekt über zwei Jahre mit 30.000 Euro. Auch die kooperierenden Unternehmen Bayer, Medtronic, Roche und Nintamed beteiligen sich finanziell und ermöglichen so dem Trägerverein die wissenschaftliche Begleitung und Evaluierung der Schulungen durch die Universität Koblenz-Landau.

Ein erstes Fazit

Die Erfahrungen aus den ersten Seminaren zeigen, dass das Projekt dazu beiträgt, dass Kinder und Jugendliche mit Diabetes in einem Umfeld mit mehr Verständnis und Sicherheit aufwachsen können – und dass das Angebot gewünscht ist und gut angenommen wird. “Jetzt wird mir klar, wie und dass ich damit umgehen kann”, so eine Teilnehmerin. Der Dialog mit den Diabetes-Spezialisten ist besonders wertvoll und gibt Sicherheit. Hilfreich ist zudem, dass technische Hilfsmittel ausprobiert werden können – dies ist den kooperierenden Unternehmen zu verdanken.

Das Projekt in Kürze
  • Start: Juni 2015;
    Laufzeit: zwei Jahre
  • Beteiligt: 3 rheinland-pfälzische Ministerien, der Verein “Hilfe für Kinder und Jugendliche bei Diabetes mellitus”, die Unternehmen Bayer, Roche, Medtronic und Nintamed
  • mehr als 40 Seminare
  • wissenschaftliche Begleitung
  • Seminar-Termine unter www.diabetes-kinderhilfeverein.de

von Redaktion Diabetes-Eltern-Journal
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-eltern-journal.de

Erschienen in: Diabetes-Eltern-Journal, 2016; 9 (1) Seite 27

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Ähnliche Beiträge

Diabetes-Anker-Podcast: Psychische Last durch Hyper- und Hypoglykämien und Umgang mit Glukoseschwankungen – mit Prof. Kulzer
Glukoseschwankungen sind nicht nur eine körperliche Herausforderung, sie sind auch eine psychische Last. In dieser Podcast-Folge erläutert Professor Bernhard Kulzer, Psychologe und langjähriger Diabetes-Forscher, die mentale Seite von Hyper- und Hypoglykämien – also von Über- und Unterzuckerungen – und beschreibt konkrete Lösungsansätze.
Diabetes-Anker-Podcast: Psychische Last durch Hyper- und Hypoglykämien und Umgang mit Glukoseschwankungen – mit Prof. Kulzer | Foto: diateam / MedTriX

2 Minuten

Gut vorbereitet unterwegs: So gelingt die Reise mit Diabetes
Die Vorfreude auf den nächsten Urlaub beginnt oft lange vor der Abreise. Neben Koffer, Reisedokumenten und Unterkunft sollten Menschen mit Diabetes auch ihre medizinische Versorgung rechtzeitig planen – für mehr Sicherheit und Entspannung unterwegs.
Diabetes-Reise-Checkliste von tkpharma

3 Minuten

Anzeige
Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • calvin240 antwortete vor 1 Woche

      @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • stephanie-haack postete ein Update vor 1 Monat

    Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 1 Monat

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

Verbände