St. Josef-Hospital Bochum

2 Minuten

St. Josef-Hospital Bochum

Das Diabetesteam im St. Josef-Hospital betreut zurzeit 160 Kinder und Jugendliche mit Diabetes. Unterstützung für die Patienten und ihre Familien bietet es durch spezielle Sprechstunden, das Diabetes-Café und vieles andere.

160 Kindern mit Typ-1-Diabetes

Neben den 160 Kindern mit Typ-1-Diabetes betreut das Bochumer Diabetesteam 15 weitere junge Patienten, die zusätzlich Mukoviszidose haben. “Wir haben ziemlich viele Kinder mit dieser Kombination, weil hier auch ein Mukoviszidose-Zentrum ist”, erklärt Oberarzt Dr. Eggert Lilienthal, Kinderdiabetologe und -endokrinologe und Diabetologe DDG.

Der Anteil der Pumpenträger unter allen Patienten mit Typ-1-Diabetes liegt mit 55 Prozent relativ hoch – Tendenz steigend.

Zum Team gehören noch eine Fachärztin für Kinderheilkunde, eine andere Fachärztin, die gerade die Weiterbildung zur Kinderdiabetologin und -endokrinologin macht, zwei Diabetesberaterinnen DDG, eine Diätassistentin, ein Psychologe, eine Diplom-Sozialarbeiterin und eine Ambulanzschwester. Außerdem gibt es eine Diabetes-Nanny: Sie ist Krankenschwester mit Schwerpunkt Diabetes und geht in Kindergärten und Grundschulen, um dort die Erzieher und Lehrer in Sachen Diabetes zu schulen.

Kooperation mit Verein für multikulturelle Kinder- und Jugendarbeit

Weil es in Bochum so viele Familien mit Migrationshintergrund gibt, arbeitet das Diabetesteam mit der IFAK zusammen, einem Verein für multikulturelle Kinder- und Jugendarbeit sowie Migrationsarbeit.

Der Verein bietet im Rahmen der Diabetesambulanz einmal in der Woche nachmittags eine Sprechstunde an. Hier wird Familienarbeit geleistet, die Krankheit verständlicher gemacht und mögliche Unterstützung besprochen. “Das Angebot wird sehr gut angenommen, und wir können diese Familien dann viel besser beraten und den Diabetes besser behandeln”, sagt Dr. Lilienthal.

Zusätzliches Angebot

Diabetes-Café: Hier können Kinder mit Diabetes und ihre Familien sich gegenseitig kennenlernen und austauschen – und für die Kinderbetreuung ist auch gesorgt. Das Diabetes-Café ist alle zwei Monate geöffnet, nächster Termin: 9. Januar 2014, 16 bis 18 Uhr.

In der Klinik finden auch zwei einwöchige Gruppenschulungen pro Jahr statt: eine für Kinder im Grundschulalter (ca. 7 bis 10 Jahre) und eine für Kinder von 11 bis 14 Jahren. Ist die Nachfrage groß, können auch mehrere Schulungen pro Jahr angeboten werden.

Fit für den Alltag machen

Wichtig ist es Dr. Lilienthal, dass die Kinder und Jugendlichen so gut geschult sind, dass sie ihren Diabetes im Alltag ganz eigenständig managen können und gut zurechtkommen. “Darüber hinaus bieten wir Patienten und Familien jederzeit Unterstützung an: Sie können mit jedem diabetesrelevanten Problem in die Ambulanz kommen und bekommen Hilfe”, so Lilienthal.

Kontaktinformationen:

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Ruhr-Universität Bochum im St. Josef-Hospital, Diabetesambulanz, Leitung: Dr. Eggert Lilienthal, Alexandrinenstraße, 544791 Bochum, Tel.: 02 34 – 5 09-26 31, Internet: kinderdiabetologie@skc.de
, Internet: www.kinderklinik-bochum.de


von Redaktion Diabetes-Eltern-Journal

Kontakt:
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz, Tel.: (06131) 9 60 70 0,
Fax: (06131) 9 60 70 90, E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de

Erschienen in: Diabetes-Eltern-Journal, 2013; 6 (4) Seite 26

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Ähnliche Beiträge

Sozialrecht: Hoffnung auf Unterstützung für Kinder mit Diabetes in Kita und Schule
Kinder mit Diabetes sollen auch in Kita und Schule ein möglichst normales Leben führen können. Das zu organisieren, ist oft schwer. Zuständigkeiten sind unklar, Kapazitäten für nötige Unterstützung begrenzt. Nun steht eine Reform an. Was diese beinhaltet und was Fachverbände dazu sagen, lesen Sie hier.
Sozialrecht: Hoffnung auf Hilfe für Kinder mit Diabetes in Kita und Schule | Foto: Corri Seizinger – stock.adobe.com

3 Minuten

Sportlich leben mit Typ-1-Diabetes – Teil 2: Praxisnahe Tipps für Bewegung
Während die Glukosewerte bei längerer, gleichmäßiger Aktivität häufig sinken, können sie bei intensiven Belastungen zunächst sogar ansteigen. Dieses Wissen bildet die Grundlage, um alltagstaugliche Strategien für Sport und Bewegung zu entwickeln. Dazu haben wir hier praxisnahe Tipps zusammengetragen.
Sportlich leben mit Typ-1-Diabetes – Teil 2: Praxisnahe Tipps für Bewegung | Foto: kieferpix – stock.adobe.com

3 Minuten

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
  • schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche

    Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • calvin240 antwortete vor 1 Woche

      Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • uho1 antwortete vor 1 Woche

      @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

Verbände