- Eltern und Kind
Stark engagiert in Hannover: der Verein DiaBolinus
2 Minuten

DiaBolinus ist eine Elterninitiative aus Hannover, die Kinder und Jugendliche mit Diabetes fördert und deren Familien unterstützt – und zwar durch Erfahrungsaustausch, Schulungs- und Informationsveranstaltungen sowie gemeinsame Freizeitaktivitäten oder Stammtisch-Treffen.
Im April 2005 beschlossen einige Eltern von Kindern mit Diabetes, sich in regelmäßigen Abständen zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch und gemeinsamen Aktivitäten zu treffen. Innerhalb kurzer Zeit kamen, auch dank der Unterstützung der Diabetesabteilung des Kinderkrankenhauses Auf der Bult (Hannover), eine Vielzahl von Familien hinzu. Daraus entstand die Idee, einen Verein zu gründen. Gesagt – getan: Schon im November 2005 konnte die Elterninitiative mit Beinamen „DiaBolinus“ ins Vereinsregister eingetragen werden.
Seitdem setzen sich Eltern ehrenamtlich dafür ein, dass nicht nur die medizinische Versorgung stetig verbessert, sondern auch die Bekanntheit und Akzeptanz in Kindergarten und Schule gesteigert wird. Es ist uns wichtig, gerade den Kindern, die bei Diagnosestellung häufig noch im Kindergartenalter sind, zu zeigen, dass sie mit ihrer Situation nicht allein sind und es noch viele andere in ihrem Alter gibt, die auch zum Essen ihren Blutzucker messen und sich Insulin spritzen oder die Pumpe bedienen müssen.
Die Highlights: Freizeiten und Familienwochenenden
Der Verein finanziert sich durch die Mitgliedsbeiträge (40 Euro/Jahr pro Familie) sowie durch Spenden und Gelder von Krankenkassen etc. In den vergangenen Jahren wurden von Vereinsmitgliedern verschiedenste Angebote organisiert – die gemeinsamen Familienwochenenden waren ohne Zweifel das jährliche Highlight.
Für die Jüngeren waren es sicher die Kinder- und Jugendfreizeiten, die ohne Eltern unter Aufsicht des Diabetesteams vom Krankenhaus Auf der Bult durchgeführt werden konnten. Es wurden Kochkurse, Bastel- und Spielnachmittage, gemeinsame Schwimmbadbesuche sowie andere Ausflüge angeboten und durchgeführt. Außerdem finden jährlich zwei „Kennenlerntreffen“ statt, um andere neu mit Diabetes lebende Familien auf unseren Verein aufmerksam zu machen.
Die DAK hat unter ihren Mitarbeitern die Spendenaktion „Restcentspende“ gestartet. Ein Teil des gesammelten Geldes ging an DiaBolinus. Links: Irina Procenko, 1. Vorsitzende der Elterninitiative; rechts: Cordula Sewing, 2. Vorsitzende.
Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt zudem in der Aufklärung über Typ-1-Diabetes bei Erzieher:innen und Lehrer:innen. Sie sind es, die einen großen Anteil bei der Betreuung von betroffenen Kindern leisten. Vor allem Ängste abzubauen oder am besten gar nicht erst aufkommen zu lassen, ist eine Priorität.
Dann kam die Pandemie und legte das gesamte Vereinsleben auf Eis … Manche Jugendliche tauschten sich in dieser Zeit über die sozialen Netzwerke aus und blieben weiterhin in Kontakt. Andere zogen sich zurück. Jetzt dauert es nicht mehr lange, bis die ersten Veranstaltungen wieder stattfinden können, und darauf freuen sich alle „DiaBolinis“ sehr. Um mehr über uns zu erfahren, besuchen Sie sehr gerne unsere Homepage diabolinus.de.
von Cordula Sewing
2.Vorsitzende DiaBolinus,
Elterninitiative diabetischer Kinder und Jugendlicher Hannover e.V.,
E-Mail: info@diabolinus.de
Website: www.diabolinus.de
Erschienen in: Diabetes-Eltern-Journal, 2021; 12 (3) Seite 27
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Technik

3 Minuten
- Ernährung
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 3 Wochen, 2 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat, 1 Woche
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]







Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße