- Eltern und Kind
Unterricht, Brotzeit und mehr: Fit für die Schule mit Typ-1-Diabetes
3 Minuten

Drei Tage, viele neue Horizonte: Mit dem Programm „Fit für die Schule“ möchte das Klinikum Dritter Orden die Aufregung für die Familien mit Kindern mit Typ-1-Diabetes senken, bei denen der erste Schultag im nächsten Jahr ansteht – zumindest im Hinblick auf das Diabetes-Management.
Als Diabetesberaterin begleitet Sarah Obst vom Klinikum Dritter Orden seit Jahren Familien, deren Kinder schon seit einigen Jahren oder erst neu mit der Diagnose Typ-1-Diabetes leben und kurz vor der Einschulung stehen. Wenn die Kinder im August oder September in die Schule kommen, gilt es, viele Fragen rund um Glukosewerte, Insulin und Sicherheit zu klären.
Das Programm „Fit für die Schule“ richtet sich genau danach: Abschied von Unsicherheit, Schritt für Schritt mehr Selbstständigkeit. Dabei soll ein Gefühl von Normalität und Zugehörigkeit entstehen. Dies möchte das Klinikum den Familien mit einem Kind mit Diabetes ermöglichen.
Tag 1: Kennenlernen und Grundlagen
Der Auftakt ist der wichtigste Schritt. Die Teilnehmenden lernen sich kennen und bilden eine entspannte Atmosphäre, in der sich jedes Kind gehört fühlt. Im Zentrum steht der Wissens-Erwerb zu den Themen „Was ist Diabetes mellitus Typ 1 eigentlich?“ und „Welche Therapie-Möglichkeiten gibt es?“. Die Erfahrung zeigt, dass die Kinder die Insulinpumpen-Therapie oft „viel cooler und besser“ finden als die Therapie mit Insulinpen.
Ein weiteres Thema stellt das klare Verständnis von Glukosewerten, deren Bedeutung und das sichere Handeln bei Abweichungen dar. Den Kindern wird spielerisch erklärt, was hohe, niedrige und normnahe Werte sind und wann sie Hilfe durch Betreuungskräfte benötigen. Praktische Übungen wie „Wie messe ich meinen Blutzucker?“, „Wie gebe ich Insulin über die Pumpe ab?“, „Für welche Lebensmittel brauche ich Insulin?“ sind Teil des Programms und werden im Laufe der folgenden Tage vertieft.
Tag 3: Museumsbesuch und Elterngespräch
Am dritten Tag liegt der Fokus auf der Selbstständigkeit der Kinder. Die Frage „Was muss ich alles für einen Ausflug einpacken?“ steht im Mittelpunkt. Bei einem Museumsbesuch lernen die Kinder, ihre Glukosewerte im Blick zu behalten und sich bei niedrigen oder hohen Werten bei den Erwachsenen zu melden. Bei einer gemeinsamen Brotzeit sollen die Kinder – unter Kontrolle einer oder eines Erwachsenen – selbstständig Insulin abgeben.
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thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?- ole-t1 antwortete vor 1 Woche
Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße
lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 2 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
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