Nonie blickt’s: Extrawurst – die Fünf in Musik

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Illustration: Christian Mentzel
Community-Beitrag
Nonie blickt’s: Extrawurst – die Fünf in Musik

Als Nonie eine Fünf in Musik schreibt, überrascht sie nicht nur mit Ehrlichkeit und Eigeninitiative – sondern auch mit einer besonderen Idee für den Klassenzusammenhalt: einer echten Extrawurst für ihre Kritikerin.

„Mama, kannst Du Dir bitte in den Kalender eintragen, dass ich am Dienstag nächste Woche eine Extrawurst mit in die Schule nehmen möchte?“ Nonie schaut mich mit verschmitztem Blick erwartungsvoll an. Natürlich frage ich erstaunt nach: „Aber Du nimmst doch nie Wurst aufs Brot mit? Warum denn nun plötzlich nächsten Dienstag und dann auch noch extra viel?“

Sie grinst: „Mama, hör doch mal richtig zu. Nicht extra viel Wurst aufs Brot, sondern eine echte Extrawurst. Aber jetzt setz’ Dich bitte erstmal hin“, sie macht eine kurze Pause, atmet tief ein und aus, bevor sie weiterspricht. „Ich hab’ ’ne Fünf in Musik geschrieben.“

Eine Fünf, ein Unterzucker – und kein Platz für Sonderrechte

Ihre große Schwester, die gerade zur Tür hineinkommt, wirft etwas ungläubig und schnippisch ein: „Wie geht denn das? Hast Du die Blätter leer gelassen, oder was?“ Nonie rollt mit den Augen und ich setze mich jetzt wirklich erst einmal hin. „Nee“, antwortet sie patzig, „dann wär’s ja ’ne Sechs geworden.“ Bevor ich zu Worte komme, erklärt Nonie mir von sich aus: „Ich konnte mich null konzentrieren an dem Tag. Weißt Du noch, da hatte ich einen Unterzucker.“

„Aber“, erwidere ich, „Du weißt doch, dass Du dann mehr Zeit bekommst, damit Du Dich in Ruhe kümmern kannst.“ „Ja, aber ich wollte es trotzdem probieren. Wollte keine Extrazeit. Wollte das eben so machen wie die anderen, ohne Sonderrechte, aber das hat wohl nicht ganz geklappt.“ Nun schaut sie traurig drein und ich nehme sie in den Arm.

„Aber, Mama, ich bin ja noch nicht fertig.“ Jetzt schmunzele ich und bin sehr gespannt, was nun kommt. „Ich bin dann heute nach dem Musikunterricht zu meiner Lehrerin gegangen und habe ihr erklärt, wie es zu der Fünf kam und dass es wohl doch besser gewesen wäre, die Zeit hintendran zu hängen. Und sie hat total toll reagiert.“

Ich schaue sie neugierig fragend an. „Weißt Du, Mama, und übrigens stand fast die gesamte Klasse hinter mir, als ich da hingegangen bin. Das war ein schönes Gefühl. Auf jeden Fall haben meine Lehrerin und ich vereinbart, dass ich nächsten Dienstag ein Referat halten darf und deshalb die Fünf nicht zählt.“ „Wohoo, das hast Du echt toll selbst geregelt, wow“, ich gebe ihr ein High Five, „Und worüber?“ „Mozarts Leben.“ „Na, das bekommen wir hin. Ich war ja vor Kurzem erst in Mozarts Geburtshaus mit Omi. Vielleicht kann ich ein paar Fotos beisteuern“, schlage ich vor.

Selbstvertrauen, Rückhalt – und ein Deal mit der Lehrerin

Nonie ist einverstanden und kommt nun auf die Extrawurst zurück: „Und weißt Du, heute im Musikunterricht war da auch die Evelyn, meine Klassenkameradin. Die hat das total aufgeregt, dass ich mal wieder ‚eine Extrawurst bekomme‘. So nannte sie es. Und deshalb bringe ich ihr am Dienstag eine echte Extrawurst mit und schenke sie ihr, damit sie auch mal etwas extra bekommt.“ „Eine schöne Idee“, schließe ich dieses Gespräch ab, „ich schaue mal, was ich Leckeres finden kann beim Einkaufen.

Und vielleicht legen wir noch einen Deiner Hypo-Snacks obendrauf, denn das ist ja in ihren Augen vielleicht auch eine Extrawurst.“ Nonie strahlt – „mission completed“ – und zieht fröhlich von dannen.


Die elfjährige Nonie hat seit 2019 Typ-1-Diabetes. Ihre Mama Maren Sturny und sie meistern den Alltag als Team. Nonie lernt viel über ihren Diabetes und zieht auch gerne einmal ihre eigenen Schlussfolgerungen. Hin und wieder lässt sie Freunde oder die Familie an ihren Erkenntnissen teilhaben.

 Erschienen in: Diabetes-Eltern-Journal, 2023; 11 (1) Seite 30

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  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 3 Tagen

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

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