Fußball-Camps für Kinder und Jugendliche mit Diabetes: Die Fußballfabrik vereint Spielspaß und Diabetes-Management

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Fußball-Camps für Kinder und Jugendliche mit Diabetes: Die Fußballfabrik vereint Spielspaß und Diabetes-Management | Foto: Fußballfabrik / VitalAire Deutschland
Foto: Fußballfabrik / VitalAire Deutschland
Fußball-Camps für Kinder und Jugendliche mit Diabetes: Die Fußballfabrik vereint Spielspaß und Diabetes-Management

Der Ball rollt wieder, nicht nur bei der WM: Die Fußballfabrik von Ingo Anderbrügge startet 2026 in eine neue Saison ihrer Fußball-Camps speziell für Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes. Diese verbinden intensive Fußballtrainings mit medizinischer Betreuung, Workshops rund ums Diabetes-Management und dem Austausch mit anderen betroffenen Familien.

Die Fußballfabrik hat sich ein klares Ziel gesetzt: Diabetes soll für Kinder kein Hindernis beim Sport sein. Diese Überzeugung steht hinter den speziellen Camps für Kinder im Alter von 5 bis 15 Jahren. Seit dem Start 2022 haben bereits rund 700 Teilnehmende auf dem grünen Rasen trainiert.

Fokus auf Spaß und Lernen sowie praktisches Wissen zum Diabetes

An einem typischen Camptag läuft es so ab: Nach der Begrüßung und dem Warm-up folgt die erste intensive Trainingseinheit. Dann gibt es ein gemeinsames Mittagessen, bevor Workshops sowohl für die Kinder als auch für die Eltern stattfinden. Am Nachmittag absolvieren die Kinder eine zweite Fußballtrainingseinheit, bevor der Tag mit der Verabschiedung endet.

Der Fokus liegt dabei auf Spaß und Lernen. Die Kinder verbessern ihre Fußballtechniken, vom sauberen Passspiel bis zum zielstrebigen Torabschluss. Gleichzeitig wird ihnen praktisches Wissen darüber vermittelt, wie sie mit Diabetes und Sport umgehen können. Sie lernen, ihre Glukosewerte alle 20 bis 30 Minuten zu überprüfen und zu verstehen, wie Bewegung ihren Blutzucker beeinflusst.

In den Workshops erhalten Kinder Informationen zu Hypoglykämien, Ernährung und Glukosemessung. Die Lehrinhalte sind dabei praxisnah und verständlich aufbereitet. Viele Kinder berichten danach, dass sie sich sicherer im Umgang mit ihrem Diabetes fühlen.

Medizinische Betreuung und Wertevermittlung über den Sport

Das Besondere: Die Camps werden von erfahrenen Behandlungsteams begleitet. So können sich Kinder und Eltern ganz auf das Fußballtraining konzentrieren, während die medizinische Versorgung gesichert ist.

Die Veranstaltungen bieten damit einen sicheren Raum, in dem Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes erleben, dass sie Sport genauso aktiv ausüben können wie ihre Altersgenossen. Das wirkt sich oft auch auf das Selbstvertrauen und die Eigenständigkeit aus auf dem Fußballplatz und abseits davon.

Getreu dem Leitmotto „Training. Lernen. Leben.” der Fußballfabrik geht es bei den Camps also um mehr als Technik und Taktik. In den Workshops werden Themen wie gesunde Ernährung, Hygiene, Umgang mit Mobbing und der richtige Umgang mit Sieg und Niederlage besprochen.

Kinder und Eltern können sich untereinander austauschen, was viele Familien nutzen, um praktisches Wissen und Erfahrungen rund um das Diabetesmanagement zu teilen. Einige Familien sind Wiederholungstäter aus den vorherigen Jahren und treffen sich schon am Vorabend zum Erfahrungsaustausch.

Die Geschichte dahinter und Highlights aus bisherigen Camps

Ingo Anderbrügge ist ehemaliger Bundesliga-Profi, der bei Borussia Dortmund und Schalke 04 gespielt hat. Mit den Knappen wurde er 1997 sogar Europapokal-Sieger. Die Idee für die Diabetes-Camps entstand aus einem persönlichen Moment: Nach seinem Spiel mit der FC-Diabetologie-Mannschaft bekam Anderbrügge einen tieferen Einblick in die Herausforderungen, mit denen Kinder und Jugendliche mit Diabetes im Alltag leben. Das war der Anstoß für die Camps, bei denen Sport und Diabetesmanagement Hand in Hand gehen.

Ein absolutes Highlight war das Camp auf dem Fußballplatz des FC Bayern München im vergangenen Jahr. Bei brütender Hitze von 34 Grad fand mit 34 Kindern eine vollständig ausgebuchte Veranstaltung statt. Die kleinen Kickerinnen und Kicker konnten hier eine „Mini-Europameisterschaft” austragen und die Atmosphäre und das Flair eines echten Bundesliga-Spitzenclubs erleben.

Die Saison 2026 in der Fußballfabrik: Termine und Anmeldung

Die Fußballfabrik wird auch in diesem Jahr Diabetes-Fußballtage an verschiedenen Standorten in Deutschland durchführen. Damit ist es möglich, dass mehr Kinder aus unterschiedlichen Regionen teilnehmen können.

Alle aktuellen Termine und Anmeldeinformationen findet ihr auf der Website der Fußballfabrik. Dort gibt es eine laufend aktualisierte Übersicht der anstehenden Diabetes-Camps. Über die Website könnt ihr euch auch direkt anmelden.

Weitere Infos erhaltet ihr auch unter:

Der Diabetes-Anker ist Medienpartner und berichtet regelmäßig über die Camps und das Projekt. Zu den bisherigen Events gibt es auch Videos auf YouTube, auf denen ihr einen Eindruck von der Atmosphäre und dem Ablauf bekommt:

Wer Fußball liebt und sich mit anderen Kindern austauschen möchte, die ebenfalls mit Diabetes leben, findet in den Camps der Fußballfabrik genau das richtige Angebot. Denn eines ist sicher: Mit Typ-1-Diabetes kann man genauso Fußball spielen wie ohne.


von Gregor Hess

Gregor Hess ist Medizin-Redakteur und Chef vom Dienst der Website des Diabetes-Ankers. Er ist darüber hinaus verantwortlicher Redakteur für das Portal diabetologie-online.de und arbeite zudem mit an der diabetes zeitung, dem Diabetes-Anker-Magazin sowie weiteren digitalen MedTriX-Projekten.

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  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

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