- Aus der Community
Vorfreude: Bald kommt Antjes Buch für Angehörige!
4 Minuten
„Diabetes und Angehörige“ – das ist ein Thema, über das erst seit wenigen Jahren überhaupt erst intensiver diskutiert wird. Und weil es immer noch nur wenig Ratgeberliteratur für die Angehörigen von Menschen mit Diabetes gibt, arbeite ich derzeit an einem Buch mit Portraits von vielen verschiedenen Familien und Paaren, die von Diabetes betroffen sind.
So wenig ist bekannt über die Probleme der Angehörigen …
Angehörige von Menschen mit Diabetes fühlen sich durch die Erkrankung ihres Familienmitglieds häufig ebenso stark betroffen und eingeschränkt wie der Diabetiker selbst. Was die Angst vor Unterzuckerungen angeht, haben sie meist sogar noch größere Ängste als die Betroffenen. Diese und viele weitere spannende Erkenntnisse stammen aus der DAWN2-Studie, die 2011 vom Unternehmen Novo Nordisk angestoßen wurde.
Damals war die Fachwelt schockiert, wie wenig man bislang über die Probleme der Angehörigen wusste und wie unzureichend man sie in Schulungen berücksichtigt. Ich wurde erstmals beim T1Day 2015 auf die DAWN2-Studie aufmerksam, denn dort berichtete Prof. Bernhard Kulzer, Psychologe am Diabetes-Zentrum Mergentheim, von seinen Aha-Erlebnissen mit der Studie.
Ratgeberliteratur für Angehörige? Bislang leider Fehlanzeige!
Wenige Monate schrieb ich für die Zeitschrift Focus Diabetes eine Titelgeschichte über das neue große Thema „Diabetes und Angehörige“. Anhand dreier Portraits von Familien bzw. Partnerschaften beschrieb ich, wie Familien und Paare mit dem Diabetes umgehen. Was ihnen dabei gut gelingt und was ihnen schwerfällt. Außerdem befragte ich Psychologen und Psychodiabetologen, wie sie die geschilderten Fälle einschätzen, welchen Rat sie den Betroffenen geben.
Im Zuge meiner Recherche für den Artikel stellte ich erstaunt fest, dass es bislang so gut wie keine Ratgeberliteratur zu diesem wichtigen Thema gibt. Sprich: Wer gerade erfährt, dass z. B. seine Frau oder Freundin an Diabetes erkrankt ist, und im nächsten Buchladen nach einem passenden Ratgebertitel sucht, der findet kein Buch zum Thema. Keines, das ihm erklärt, welche Partnerschaftskonflikte manchmal infolge des Diabetes auftreten. Keines, das ihm Tipps gibt, wie er sich positiv in die Therapie einbringen kann, ohne seine Partnerin dabei zu bevormunden. Keines, das ihm anhand von Beispielen aufzeigt, wie er mit seinen eigenen Ängsten umgehen kann. Für die Eltern von Kindern mit Typ-1-Diabetes gibt es zwar das eine oder andere Ratgeberbuch, doch für alle anderen Angehörigen fehlt ein solcher Titel noch.

Aus den Erfahrungen anderer Betroffener lernen und Trost schöpfen
Und so beschloss ich kurzerhand, dass ich dieses fehlende Buch schreiben möchte, nach einem ganz ähnlichen Strickmuster wie schon meinen Artikel. Ein Buch also voller Portraits verschiedenster Menschen, die in ihrer Familie oder Partnerschaft auf die eine oder andere Art mit Diabetes konfrontiert sind.
Warum Portraits und kein klassisches Sachbuch? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich Sachverhalte besser verstehe und nachvollziehen kann, wenn sie mir anhand einer Geschichte aus dem echten Leben erzählt werden. In Portraits anderer Menschen, die ein ähnliches Problem wie man selbst haben, kann man sich wiederfinden und beim Lesen mitfühlend nicken – oder energisch den Kopf schütteln, weil man selbst sich in der geschilderten Situation ganz anders verhalten würde. In jedem Fall bieten authentische Geschichten eine gute Möglichkeit, aus den Erfahrungen anderer betroffener Menschen zu lernen und Trost zu schöpfen.

Interviews in Bayern, Hessen, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Schleswig-Holstein
Nachdem ich ein inhaltliches Konzept für mein Buch erarbeitet hatte, machte ich mich auf die Suche nach einem Verlag – und fand mit dem Kirchheim-Verlag, aus dem auch Diabetes-Journal und Blood Sugar Lounge stammen, den perfekten Partner.
Dann machte ich mich auf die Suche nach passenden Interviewkandidaten, sprich: Familien und Paaren, in denen der Diabetes ganz unterschiedliche Rollen spielt. Und dann besuchte ich all diese Leute in ihrem jeweiligen Zuhause, um persönlich mit ihnen zu sprechen. Dabei verschlug es mich in kleine und große Orte in Bayern, Hessen, Berlin, Brandenburg, Hamburg und Schleswig-Holstein. Zu kleinen und großen Familien, alten und jungen Paaren. Zu Männern, Frauen und Kindern mit Typ-1- bzw. Typ-2-Diabetes und ihren Familien, zu Betroffenen mit und ohne Begleit- oder Folgeerkrankungen. Unter meinen Interviewkandidaten waren Menschen, die sich als Familie sehr stark vom Diabetes eingeschränkt fühlen – aber auch Leute, die ein beneidenswert entspanntes Verhältnis dazu haben und den Diabetes gut in ihr Leben integriert haben.
Unterwegs in ganz Deutschland, um Angehörige von Menschen mit Diabetes zu interviewen: Da muss ich beim Autofahren auch an meinen eigenen Diabetes denken – und von unterwegs meinen Mann regelmäßig anrufen, damit er sich keine unnötigen Sorgen macht.
Offener Einblick in ganz private Sorgen und Probleme
Manche Gespräche fielen mir sehr leicht, in anderen wiederum waren die Spannungen deutlich zu spüren, die der Diabetes in die Familien getragen hat – da hatte ich zwischendurch immer mal das Gefühl, gerade auf dünnem Eis zu wandeln. Immer jedoch war ich fasziniert von der unglaublichen Bandbreite des Lebens mit Diabetes. Außerdem war ich beeindruckt, wie bereitwillig und offen meine Interviewpartner mir Einblick in ihre ganz privaten Sorgen und Probleme gewährten und mir ihre Geschichten anvertrauten.
Und beinahe in jedem Gespräch fiel auf Seiten meiner Interviewpartner der geseufzte Satz: „Ich wünschte, so ein Buch, wie du es jetzt schreibst, hätte es damals gegeben, als wir die Diagnose erhalten haben!“ Dieser Satz ist es, der mich bei der Stange hält, während ich weiter an meinem Buch arbeite. Immerhin ist so ein Buch ein deutlich größeres Projekt als alles, was ich in meinen vielen Jahren als Journalistin bislang geschrieben habe, und erfordert eine Menge Durchhaltevermögen und Planung.
Notizen sortieren, Gespräche reflektieren, nach dem roten Faden fischen
Ich sortiere meine Notizen, erinnere mich an meine Gespräche, fische nach dem roten Faden und reflektiere, worauf es in den einzelnen Portraits am meisten ankommt. Ein paar wenige Interviews fehlen mir noch, weil Gesprächspartner abgesprungen sind oder unsere Interviewtermine bislang aus terminlichen Gründen noch nicht zustande gekommen sind. Doch ich schreibe nun die bereits vorliegenden Portraits, von denen jedes am Ende durch ein Expertenstatement ergänzt wird, das die individuelle Geschichte um ein paar passende allgemeinere Informationen ergänzen und das Portrait einordnen soll.
Mein Buch nimmt deutlich mehr Zeit in Anspruch, als ursprünglich gedacht. Doch wenn es irgendwann im Frühjahr 2017 so weit ist, dass es in den Druck geht, dann werde ich ungeheuer froh sein, ein so großes und in meinen Augen sehr wichtiges Projekt abgeschlossen zu haben. Dann bleibt mit nur, auf gute Verkaufszahlen zu hoffen und gespannt auf die Reaktionen meiner Leser zu warten.
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 5 Tagen, 17 Stunden
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus! -
stephanie-haack postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 3 Wochen, 6 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße