Was Marlene im Diabetes-Camp erlebt und gelernt hat

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© BerchtesgadenCJD
Was Marlene im Diabetes-Camp erlebt und gelernt hat

Das Leben mit Diabetes ist schwierig. Diabetiker, die nicht richtig mit ihrer Erkrankung umgehen, riskieren Langzeitschäden. Deshalb lernt die 11-jährige Marlene in einem Diabetes-Camp, wie sie ihre chronische Krankheit besser in den Griff bekommt. Jetzt muss sie dank Pumpe auch nicht mehr spritzen, was für Marlene früher schlimm war.

“Ich habe beim Diabetes-Camp schon viel gelernt”, Marlene sitzt selbstbewusst grinsend auf einem Mountain-E-Bike und blickt auf die umliegenden Berggipfel der Berchtesgadener Alpen. Bei dem 10-tägigen Camp im Diabeteszentrum des CJD Berchtesgaden lernt die kleine Nürnbergerin nicht nur viel über ihren Diabetes, sondern erlebt auch ganz viel Neues – etwa mit dem E-Bike durch die Berge flitzen oder mit einem Raft über einen Alpenfluss paddeln.

Marlene weiß nun viel besser Bescheid über den Diabetes

“Ich kann jetzt beim Sport meinen Blutzucker ganz gut einregeln”, erklärt Marlene, die zuhause im Verein Geräteturnen macht. Nach der intensiven Schulung im Camp weiß sie viel besser Bescheid über die teilweise doch recht komplizierten Dinge, die ein Diabetiker beachten muss.

“Manchmal komme ich in den Unterzucker”, erzählt das aufgeschlossene Mädchen, “dann zittern meine Knie und ich kann mich nicht mehr konzentrieren. Wenn es richtig schlimm ist, bin ich ein bisschen wie betäubt.” Durch noch regelmäßigere Blutzuckermessungen und Anpassung der Insulintherapie will sie das künftig vermeiden. Um keine Folgeschäden zu bekommen, muss ein Diabetiker seinen Blutzucker möglichst gleichmäßig im normalen Bereich halten. Ein Maß, wie gut das gelingt, ist der sogenannte HbA1c-Wert. Bei Marlene liegt dieser jetzt in einem sehr guten Bereich.

„Das Spritzen war schon schlimm“ – Freude über Insulinpumpe

Begonnen hat bei ihr alles im Alter von eineinhalb Jahren, als sie über längere Zeit fieberte und extrem müde und durstig wurde. Erst nach einer ganzen Reihe von Arztbesuchen wurde im Krankenhaus die Diagnose gestellt – für die Eltern natürlich ein Schreck. Das Kleinkind musste ständig Insulininjektionen bekommen. “Das Spritzen war schon schlimm”, erinnert sich Marlene. Seit sie eine Insulinpumpe trägt, ist aber alles etwas leichter.

Zusammen mit anderen jungen Diabetikern aus ganz Deutschland absolviert Marlene bei dem Diabetes-Camp Schulungseinheiten und praktische Übungen. Sie sollen den Teilnehmern vermitteln, wie sie im Alltag ein gutes Krankheitsmanagement schaffen. “Mit abwechslungsreichen Sportangeboten schulen wir die Therapieanpassung bei körperlicher Belastung”, erklärt Torsten Vetters, Diabetesberater in dem Diabeteszentrum des CJD Berchtesgaden, einer Einrichtung, die auf die Betreuung von chronisch kranken Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen spezialisiert ist.


Quelle: Pressemitteilung des CJD Berchtesgaden

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  • thomas55 postete ein Update vor 4 Wochen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 4 Wochen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße