Wegweiser für den Wechsel

2 Minuten

© copyright
Wegweiser für den Wechsel

Mit einer chronischen Krankheit erwachsen zu werden, ist nicht einfach. Die Internetseite www.between-kompas.de hilft dabei – mit Informationen, Erfahrungsberichten und einem Forum für den Austausch.

Junge Menschen mit einer chronischen Erkrankung wie Asthma, Diabetes, Mukoviszidose oder einer Darm- oder Nierenerkrankung haben beim Erwachsenwerden viele Fragen: Wie schaffe ich den Sprung vom vertrauten Kinderarzt zum Erwachsenenarzt? Und wie die Loslösung von meinen Eltern? Muss ich beim Start in den Beruf etwas beachten? Wie erzähle ich meinem Freund/meiner Freundin von der Krankheit?

Um Fragen wie diese zu beantworten, gibt es die Internetseite www.between-kompas.de. Abgedeckt werden die Themenfelder Karrierestart (Wissenswertes rund um Studium und Ausbildung), Arztwechsel, Körpersprache (Ernährung, Bewegung, Alkohol etc.), Herzensangelegenheit (Liebe, Sex, Familienplanung) und Lebenskünstler (das Erwachsenwerden mit chronischer Krankheit meistern). Mit dabei: Interviews mit Experten und Erfahrungsberichte. Außerdem gibt’s ein Quiz mit Fragen und Informationen rund um den Wechsel vom Kinder- zum Erwachsenenarzt.

Auch für Eltern

Die Seite between-kompas.de ist nicht nur für junge Leute gedacht – auch die Eltern werden hier fündig. Im Elternbereich geht es um den Arztwechsel, aber auch um die Begleitung durch die Pubertät: Wie gebe ich die Verantwortung für die Krankheit an mein Kind ab? Und wie können wir das Miteinander in dieser schwierigen Zeit verträglich gestalten? Außerdem im Elternbereich: ein Extra Sozialrechtliche Fragen.

Austausch und Expertenrat

In den Foren können Besucher der Seite sich untereinander austauschen; aufgeteilt ist der Bereich in medizinische und soziale Themen, jeweils mit Unterthemen. Und wer eine individuelle Frage hat, kann sich über eine anonyme E-Mail-Beratung Expertenrat holen. Anfragen werden innerhalb von 72 Stunden beantwortet.

Wer steckt dahinter?

Entwickelt wurde die Seite von Diplom-Psychologin Dr. Gundula Ernst und Doktorandin Gesa Hüneke (beide Medizinische Hochschule Hannover) für das Kompetenznetz Patientenschulung im Kindes- und Jugendalter e. V. (KomPaS). Aufgebaut wurde www.between-kompas.de mit Fördermitteln des Bundesgesundheitsministeriums.

Hier finden chronisch kranke Jugendliche und ihre Eltern:
  • Informationen rund um Arztwechsel, Beruf, Liebesleben, Sozialrecht
  • Austausch in Foren, E-Mail-Beratung durch Experten, Quiz, Erfahrungsberichte

von Redaktion Diabetes-Eltern-Journal
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-eltern-journal.de

Erschienen in: Diabetes-Eltern-Journal, 2015; 8 (4) Seite 27

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Medikamente zum Abnehmen: Adipositas-Gesellschaft fordert klare Kriterien für Versorgung und Abrechnung
Die Debatte um die Medikamente zum Abnehmen aus der Gruppe der GLP-1-Rezeptor-Agonisten braucht laut Deutscher Adipositas-Gesellschaft mehr als ein Fokus auf die Kostenfrage: Die Fachgesellschaft fordert evidenzbasierte Kriterien, multimodale Therapien und einen verlässlichen Zugang für klar definierte Patientengruppen. Zugleich drängt sie auf den Ausbau des DMP Adipositas.
Medikamente zum Abnehmen: Adipositas-Gesellschaft fordert klare Kriterien für Versorgung und Abrechnung | Foto: Andreas Prott – stock.adobe.com

2 Minuten

„Gesundheit wartet nicht bis Schulschluss“: Expertenbericht fordert gesetzlich verankerte Schulgesundheitspflege
Bereits 2021 hat die DDG in einem Positionspapier eine gesetzlich verankerte Schulgesundheitspflege gefordert, um Kindern mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes eine bessere Teilhabe zu ermöglichen. Ein jüngst vorgelegter Expertenbericht bestätigt die Datenlage – und politisch stehen die Chancen besser denn je, dass der flächendeckende Einsatz von Schulgesundheitsfachkräften Teil der Regelversorgung wird.
Eine medizinische Fachkraft mit blauen Einmalhandschuhen nutzt an einem Finger eines Mädchens in rosafarbenem Ringelshirt eine Stechhilfe, um Blut für die Glukosemessung zu gewinnen.

4 Minuten

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/

  • thomas55 postete ein Update vor 4 Wochen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 4 Wochen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße