Laubers Kolumne: 10 Tricks, die schlank machen

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© Elisabeth Bothe, Philipps-Universität Marburg
Laubers Kolumne: 10 Tricks, die schlank machen

Die Wunderdiät fürs Wohlfühlgewicht gibts nicht. Aber viele kleine Tricks helfen, dass es 2015 endlich besser klappt mit der ersehnten schlanken Linie. Verblüffendster Trick: Wer rot sieht, isst weniger.

1. Nie hungrig aus dem Haus!

Überall lauern die Versuchungen: Überall wird gebrutzelt, werden Snacks, Leckereien verkauft. Wer da nicht standhaft ist, hat schon vor dem eigentlichen Essen „gegessen“. Da hilft nur eines: Nie hungrig aus dem Haus. Das gilt auch fürs Einkaufen, was ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann. Hungrig kaufe ich mehr, als ich brauche. Besonders stark sind die Versuchungen in großen Städten – was teilweise erklärt, warum die Verstädterung den Lifestyle-Diabetes fördert.

2. Frühstück ist Fitness

Morgens in Eile, das Frühstück kann warten. Aber es wartet nicht – es wird als lasche Brezel, als süßes Teilchen rasch runtergeschlungen. Das sättigt nicht, macht nur Appetit auf noch mehr Junk. Besser ist ein fittes Müsli aus Vollkörnern (keine fertigen Mischungen, sind meist zu süß, leider auch bei bio), frischem Obst. Das stillt den Grundhunger – und wer dann zwei Stunden später in Ruhe ein belegtes Vollkornbrot verzehrt, wundert sich, wie wenig Nahrung er am Tag braucht.

3. Immer zuerst einen Salat

Erste Hilfe bei Heißhunger: Nein, nicht den Brotkorb leer futtern, sondern einen Salat bestellen. Das Grüne hat einen doppelten Effekt: Es sichert erstens die Basisversorgung mit Vitaminen und Mineralien. Zweitens vermittelt der Salat schon mal das Gefühl, richtig was gegessen zu haben. Wer dann das alles noch gaaaanz langsam kaut, verstärkt den Effekt massiv, denn es dauert rund 20 Minuten, bis die Nahrung im Magen ankommt, von wo dann erst das Signal kommt: Appetit zügeln!

4. Blutzucker steuert Esslust

Durst? Den stillt eine eisgekühlte Cola bestens, denken viele – und würden sich wundern, wenn sie wüssten, wie massiv danach der Blutzucker ansteigt. Was wiederum das Dickmachhormon Insulin ausschüttet. Wer also bewusst essen will, misst den Blutzucker. Ein Freund von mir machte das in seinem Sabbatjahr, getreu meinem Ernährungsbuch „Schönkost“. Er nahm über 10 Kilo ab, fühlt sich bestens. Einziger „Wermutstropfen“: Leser meiner Diabetesbücher wird er wohl nie.

5. Großer Löffel macht dick

Essen ist auch Psychologie. Mit einem großen Löffel wird bis zu 20 Prozent mehr konsumiert als mit einem kleinen, haben die Experten herausgefunden. Genau so ist es mit einem großen Teller – vor allem bei den beliebten Büffets. Da werden die Teller voll beladen („hab ich ja schließlich alles bezahlt“) – und natürlich leer gegessen, „gehört sich doch so“. Wer dann den letzten Teller auch noch mit Süßem vollschaufelt, braucht sich über die kommenden Schwimmringe nicht zu wundern.

6. Ein Apfel ist eine Mahlzeit

Drei Mahlzeiten am Tag. Oder doch besser fünf – scheinbare Glaubensfragen, mit denen die Ernährungsforscher das Publikum seit Jahren verwirren. Dabei ist es ganz einfach: Drei Mahlzeiten, wobei die je später, je kleiner ausfallen. Und zwei „Mahlzeiten“ sind gar keine richtigen, sondern ein Apfel, eine Karotte, klein geschnittener Fenchel. So sinkt der Blutzucker nicht zu stark ab, entsteht kein Heißhunger, kann die „richtige“ Mahlzeit entspannt genossen werden.

7. Kloster macht schlank

Auch Sinnesreize beeinflussen unser Essverhalten – was jeder erfahrene Gastronom weiß, der bewusst eine sinnliche Umgebung schafft, um den Konsum anzuregen. Was vor allem gelingt, wenn an den Wänden noch Lust machende Bilder und Zeichnungen von gutem Essen zu finden sind. „Ach, ja, wie bei meinem Italiener“, werden Sie erstaunt sagen. Nix dagegen, aber für zu Hause sollten Sie sich eher eine karge, fast schon klösterliche Atmosphäre schaffen. Das macht auf Dauer schlanker.

8. Rundes schmeckt süßer

Ein verblüffendes Ergebnis der modernen Ernährungsforschung, über das die Sonntags-FAZ (FAS) am 28. Dezember 2014 berichtete: Rundes schmeckt süßer. So beurteilen die Verbraucher einen Schokoriegel als deutlich süßer, wenn er rund geformt ist – und das, obwohl er bei gleicher Rezeptur sogar vier Gramm leichter war als ein „Eckiger“. Das spricht auf jeden Fall dafür, das Dessert ausschließlich auf runden und kleinen! Tellern anzurichten.

9. Schwerer Teller sättigt schneller

Auch das haben die Experten herausgefunden: Wer von schwerem Geschirr isst, hat das Gefühl, dass er wertiger isst, dass er schneller satt ist – noch bevor der erste Bissen gegessen ist. Da Junk meist von Papp- oder Plastikschalen verzehrt wird, erklärt das auch, warum so viel davon verschlungen wird. Auch interessant: Ist der Teller rot, wird davon weniger genascht, weil die Farbe offensichtlich „Stopp“ signalisiert, wie Schweizer Forscher laut FAS herausgefunden haben.

10. Wer nie sündigt, lebt nicht

Hoffentlich habe ich Ihnen nun nicht den Appetit im Neuen Jahr verdorben. Ich wollte lediglich signalisieren, wie viele kleine Wege im Alltag zur schlanken Linie führen können. Aber nicht vergessen: Wer nie sündigt, lebt nicht. Wenn die Lust auf die Sahnetorte anklopft, geben Sie ihr nach – und schauen Sie, dass sie nur einmal in der Woche klopft. Für die restliche Zeit empfehle ich ein Glas trockenen Wein, der schmeckt gut, und er balanciert sogar noch sanft den Blutzucker.


von Hans Lauber

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  • stephanie-haack postete ein Update vor 3 Wochen

    Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 3 Wochen

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

  • moira postete ein Update vor 1 Monat

    Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
    War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?

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