Alles anders – Diabetes im neuen Alltag

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Alles anders – Diabetes im neuen Alltag

Ich habe es tatsächlich geschafft, in den letzten Wochen meine Basalrate so anzupassen, dass sich die mehr oder weniger unerklärlichen Ausreißer meiner Blutzuckerwerte haben eingrenzen lassen. Natürlich habe ich keinen Basalratentest dafür gemacht, sondern einfach rumprobiert und dabei Erfolg und Glück gehabt. Was ich interessant finde, ist, dass die Gesamtmenge der Insulin-Einheiten genau die gleiche geblieben ist, sich aber eben komplett anders über den Tag verteilt. In irgendeiner Form habe ich offensichtlich doch Platz in meinen Gedanken, um so etwas wahrzunehmen, aber für viel mehr reicht es dann doch wieder nicht.

Quelle: privat

 

Wie gut kümmere ich mich um meinen Diabetes?

Mein Diabetes spielt nach wie vor nicht die erste Geige. Und ich weiß immer noch nicht, wie ich das finde. Aber selbst mein Umgang mit all dem Diabetes-Zubehör hat sich komplett geändert. Mein Dexcom-Empfänger ist selten in der Nähe von mir und meinem Sensor und sammelt somit kaum Werte. Dafür nutze ich mein Handy mit der xDrip-App. Dass diese App mich nicht zum Kalibrieren auffordert, passt ganz wunderbar in meine neue „Diabetes-Routine“ (ich hoffe sehr, dass es nicht wirklich auf Dauer zu einer Routine wird), denn ich kalibriere höchstens alle 24 Stunden. Die Insulinabgabe steuere ich fast ausschließlich über den Quickbolus. Genaue Berechnung gibt es zurzeit eigentlich nicht. Die Abgabe ist in 0,5er-Schritten möglich und irgendwie haut das schon immer hin – oder auch nicht. Während ich das aufschreibe, merke ich erst, wie doll ich das doch alles vernachlässige.

Immerhin ist meine Ernährung wieder besser (im Sinne von gesünder, durchdachter, berechenbarer) geworden und hat sich in einem Aspekt sogar deutlich verändert. Seit drei Wochen esse ich überwiegend vegan.

Seit drei Wochen vegan

Bereits seit 2010 bin ich bereits Vegetarierin und habe aus verschiedensten Intentionen immer mal versucht, mein Essen auch auf vegan umzustellen. Das klappte aber nie, ohne dass ich mich eingeschränkt fühlte. Und auf Einschränkungen und/oder Verzicht habe ich keine Lust.

Da ich das Vegan-Experiment gemeinsam mit meinen Mitbewohnerinnen gestartet habe, ist es auch deutlich leichter, sich da reinzufinden – außerdem gibt es immer viele verschiedene Ideen, was man gemeinsam essen oder welche Produkte man ausprobieren könnte.

Quelle: pixabay

Am vergangenen Donnerstag war ich gemeinsam mit dem Blood Sugar Lounge Team bei „Gesünder unter 7 Plus – Wissen was bei Diabetes zählt“ in Saarbrücken und wurde beim #Sofatalk von Lisa auf einmal gefragt, ob die vegane Ernährung für Menschen mit Diabetes schwieriger sei als für Nicht-Betroffene. Meiner Meinung nach ist das überhaupt nicht der Fall. Zum Teil schafft es sogar eine Erleichterung bei der Berechnung von Mahlzeiten – insbesondere wegen der Fett-Protein-Einheiten. Denn viele Fett-Quellen wie Käse oder Eier fallen ja grundsätzlich erst einmal weg.

Inkonsequent, aber mit Ansage

In den letzten Tagen habe ich mal wieder richtiges Milch-Eis und Spundekäs gegessen – weil ich Lust darauf hatte und weil ich die Zeit hier eben auch kulinarisch auskosten will. Aber ich wäge nach meinem Selbstversuch den Konsum von tierischen Produkten deutlich mehr ab: Ist es mir das wert? Wäre die pflanzliche Alternative genauso gut? Bis auf ein Mal fühlte ich mich mit meiner Entscheidung immer gut. Die Ausnahme war, als ich an ein veganes Rezept Mozzarella gemacht habe, weil ich dachte, es würde mich glücklich machen. Letztendlich war es aber einfach überflüssig. Nächstes Mal weiß ich’s besser.

Quelle: privat

Inwiefern die (hauptsächlich) vegane Ernährung für meinen Diabetes eine Rolle spielt, kann ich nicht hundertprozentig sagen. Aber es ist auf jeden Fall ein Grund, dessentwegen ich mich wieder mehr mit meiner Ernährung beschäftige und dadurch meinen Blutzucker nicht mehr hemmungslos auf und ab scheuche.

 


Vor einem Monat erzählte Katharina, wie und warum sich ihr Diabetes-Alltag plötzlich veränderte: (Keine) Zeit für Diabetes

Einen weiteren Blickwinkel auf vegane Ernährung und Diabetes schafft Lea in ihrem gleichnamigen Beitrag: Vegane Ernährung und Diabetes?

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  • tako111 postete ein Update vor 4 Tagen, 4 Stunden

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

  • moira postete ein Update vor 2 Wochen

    Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
    War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?

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