- Aus der Community
6 Wochen LOGI – meine Erfahrungen und was mein Blutzucker dazu sagt!
3 Minuten
In der Stadtbibliothek bin ich über den Titel eines Buches gestolpert „Stopp Diabetes! Praxisbuch“. Im ersten Moment dachte ich, alles klar, ist was für Typ-2er und wollte es schon wieder zurück legen. Einen Blick ins Inhaltsverzeichnis habe ich dann doch gewagt und festgestellt, dass es auch Kapitel zu Typ-1-Diabetes und LOGI gibt. Also vielleicht doch interessant? Ok, ich leihe es mal aus, um etwas genauer darin zu lesen.

Ich habe schnell gemerkt, dass nur lesen nichts bringt und mich auf das Experiment eingelassen, meine Ernährung auf LOGI umzustellen. Glücklicherweise hat sich auch mein Freund auf dieses Experiment eingelassen. Zu zweit macht es mehr Spaß und es ist natürlich auch einfacher umzusetzen. LOGI bedeutet Low Glycemic and Insulinemic Diet, also eine Ernährung, die den Blutzuckerspiegel und den Insulinspiegel niedrig hält. Die Kohlenhydrate sind reduziert und dürfen in kleinen Mengen in jeder Hauptmahlzeit enthalten sein. Die eiweißreichen Mahlzeiten in Kombination mit viel Gemüse und Salaten sind in diesem Ernährungskonzept die sättigenden Komponenten. Es gibt jede Menge Literatur und Rezepte zu LOGI für alle, die neugierig geworden sind und es weiter vertiefen wollen.
Ernährungsumstellung und keine Diät!
Ich habe schnell gemerkt, dass es sich hier um keine Diät handelt, die ich mal eben für 4 Wochen durchziehe, sondern um eine Ernährungsumstellung, die mir gut tut und schmeckt. Das ist eigentlich der wichtigste Punkt für mich. Das ich in den 6 Wochen auch ein bisschen was abgenommen habe, ist ein schöner Nebeneffekt, den ich gerne mitnehme.
Satt, zufrieden und stabilere Werte!
Nudeln, Reis und Kartoffeln esse ich fast gar nicht mehr und ich vermisse sie auch nicht wirklich. Morgens starte ich meistens mit einem Vollkornbrötchen in den Tag. Der Anteil an Gemüse und Obst hat sich ziemlich erhöht. Dazu kommen dann Milchprodukte, Fisch, Fleisch, Eier und Nüsse. Ein Omelett mit viel Gemüse oder ein Tomatensalat mit Schafskäse gehören im Moment zu meinen Lieblingsgerichten. An den Hülsenfrüchten experimentiere ich noch ein wenig herum. Das klappt noch nicht so ganz, aber man braucht ja auch noch weitere Herausforderungen im Leben. Ich bin satt und zufrieden! Und Dank meinem FreeStyle Libre sehe ich auch, dass es meiner Zuckerkurve gut tut und ich stabilere Werte habe.

Vieles kickt nicht mehr!
Zwischendurch habe ich auch ab und zu mal wieder Lebensmittel gegessen, die mich eigentlich so richtig gekickt haben, z.B. Pommes oder Baguette. Ich habe dann allerdings festgestellt, es fühlt sich noch nicht mal nach verzichten an, wenn ich das nicht habe. Klasse! Ich bin überrascht, dass sich mein Geschmack in dieser Beziehung doch recht schnell verändert hat.
Neue Herausforderungen!
An den richtigen Mengen an Insulin für die eiweißreichen Mahlzeiten muss ich auch noch ein wenig feilen. Grundsätzlich hat sich für mich aber herausgestellt, dass ich Insulin für das Eiweiß brauche. Mit FPE (Fett-Protein-Einheit) hatte ich vorher nichts am Hut. Da hilft jetzt nur ausprobieren, regelmäßig messen und Erfahrungen sammeln bis es passt. Natürlich gibt es auch Orientierungshilfen im Internet oder ihr sprecht euer Diabetes-Team darauf an.
Fazit
Mein Fazit nach 6 Wochen? Ich mache auf jeden Fall weiter! Es gibt noch so viele Rezepte zum Ausprobieren und an einigen Stellen noch ein bisschen was zu optimieren. Ich fühle mich einfach gut damit und meinem Blutzucker gefällt es auch.
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Ernährung
5 Minuten
- Aus der Community
< 1 minute
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist das neue Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
-
anseaticids postete ein Update vor 2 Tagen, 1 Stunde
Wenn eine Diabetesdiagnose in eine Familie kommt, steht oft erst einmal alles Kopf.
Besonders für Kinder bedeutet sie eine enorme Veränderung und für Eltern die tägliche Sorge: „Wird mein Kind in der Kita oder Schule gut begleitet? Ist es sicher? Kann es trotz Diabetes unbeschwert Kind sein?“
Genau aus diesen Fragen heraus ist Hanseatic Kids entstanden: ein Herzensprojekt, das Kindern mit Diabetes im Alltag Sicherheit gibt und Familien entlastet.
Wir möchten dafür sorgen, dass kein Kind aufgrund seines Diabetes auf Ausflüge, Spielzeiten oder Schulaktivitäten verzichten muss. Unsere Begleiterinnen und Begleiter sind speziell geschult und unterstützen
individuell: beim Blutzuckermanagement, in Notfallsituationen, im Unterricht oder auf dem Pausenhof.So können Kinder lernen, wachsen und
selbstständig werden und Eltern wissen, dass ihr Kind gut aufgehoben ist.
Unsere Mission ist einfach:✔ Kindern Sicherheit geben
✔ Familien den Alltag erleichtern
✔ Kita- und Schulteams entlasten
✔ und vor allem: jedes Kind dabei unterstützen, frei und unbeschwert aufzuwachsen, trotz Diabetes.Gerade in den ersten Wochen nach der Diagnose oder wenn Unsicherheiten bestehen, sind wir an der Seite der Familien. Gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften und Fachpersonal schaffen wir ein Umfeld, in dem Kinder sich wohlfühlen und ohne Angst lernen können.
Dieses Projekt ist für uns mehr als Arbeit, es ist eine Herzensangelegenheit. Jedes Kind hat das Recht auf Teilhabe, Freude und Freiheit. Wir möchten dazu beitragen, dass dies Wirklichkeit wird.
Wer mehr über unsere Arbeit erfahren oder Unterstützung anfragen möchte, kann sich jederzeit melden:
📧 moin@hanseatic-kids.de
📞 040 851 59 747 -
stephanie-bagehorn postete ein Update vor 5 Tagen
Passend zu den kommenden Osterferien: Ein Backtipp für die ganze Familie: https://diabetes-anker.de/eltern-und-kind/wenn-diabetes-mit-im-osternest-liegt-gemeinsames-backen-mit-den-kindern/
Wenn Diabetes mit im Osternest liegt: gemeinsames Backen mit den Kindern – Diabetes-Anker
Ostern steht vor der Tür und im Gepäck sind viele süße Versuchungen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie zu starke Blutzucker-Anstiege bei Diabetes durch süßes Gebäck vermieden werden können. Selbst zu backen – erst recht gemeinsam mit den … Read more
-
othenbuehler postete ein Update vor 5 Tagen, 16 Stunden
Viele Menschen mit Typ-1-Diabetes berichten, dass sich ihr Insulinbedarf im Verlauf des Menstruationszyklus verändert – oft deutlich spürbar, aber bisher kaum systematisch erfasst.
Genau hier setzt die TIMES-Studie an. Wir möchten besser verstehen, wie sich der Zyklus auf Glukosewerte und Insulinbedarf auswirkt – und wie Betroffene damit im Alltag umgehen.
👉 Wen suchen wir?
Personen mit Typ-1-Diabetes (18–40 Jahre), wohnhaft in Deutschland, mit regelmässigem Menstruationszyklus und Nutzung eines automatisierten Insulinabgabesystems.👉 Was bedeutet die Teilnahme?
Dauer: 6 Monate, bequem alles von zu Hause aus
Erfassung von Insulin-, Zyklus- und Aktivitätsdaten
Als Dankeschön: Clue-Abo (1 Jahr), Garmin-Uhr (zum Behalten) + Aufwandsentschädigung (siehe Flyer)Mit eurer Teilnahme helft ihr, Diabetes-Technologien zukünftig besser an zyklusbedingte Veränderungen anzupassen 💙
Mehr Infos im Flyer 👇




