- Ernährung
“Bistro ÖQ”: Laden-Lokal
4 Minuten
Das Echt essen-Gasthaus im Januar: Eine gelungene Kombination aus Öko-Laden und dem Bistro ÖQ ist “Herrmannsdorfer” am Münchner Viktualienmarkt. Viele Produkte im Lokal kommen vom Vorzeigegut “Herrmannsdorfer Landwerkstätten”
Fast schon eine Traditionsadresse ist das “Bistro ÖQ” am berühmten Münchner Viktualienmarkt. Seit knapp 20 Jahren kocht der aus dem Schwäbischen stammende Koch Christian Lindner hier bodenständige Gerichte mit besten Bio-Produkten. Viele stammen aus dem ökologischen Mustergut “Herrmannsdorfer Landwerkstätten”, zu dem auch das Bistro gehört. Berühmt ist das Gut in Glonn vor allem für seine Schweinezucht mit vielen alten Rassen. Aber auch Hühner werden gehalten, es gibt eigenes, naturtrübes Bier, Rohmilchkäse und ausgezeichnetes selbst gebackenes Brot.

Im vorderen Teil von “Herrmannsdorfer” ist ein Laden, wo weitgehend eigene handwerklich hergestellte Produkte verkauft werden, etwa Fleisch, ausgezeichnete Würste und sehr gutes Brot, etwa ein Essenerbrot mit gekeimtem Dinkel und Roggen, was ernährungsphysiologisch besonders wertvoll ist. Hinten ist das kleine Bistro mit knapp 30 Plätzen – und einer offen einsehbaren Küche mit Christian Lindner und einem weiteren Koch, bei meinem Besuch war es Enis Kaftanci.
Ein rundes Dutzend Gerichte wird täglich frisch angeboten, etwa eine Kartoffel-Gemüsesuppe (3,80 Euro), Blattsalat mit Schweineleber (11,90 Euro) oder Lengmedaillons (ein Fisch aus der Dorschfamilie) auf Fenchelgemüse für 14,50 Euro. Mir stand nach den Feiertagen aber der Sinn nicht auf Fleischliches, sondern auf Gemüse, und ich bestellte zwei Gerichte: Suppe und Gnocchi.

Es geht nichts über eine gut gewürzte heiße Hühnerbrühe – manche Ärzte empfehlen sie sogar zur Grippeprophylaxe. Wenn das so wäre, müsste diese wunderbar kräftige Brühe vom Landhuhn zu Apothekerpreisen verkauft werden. Wird sie aber nicht, sondern die freundliche Bedienung bringt sie für faire 4,20 Euro dampfend auf den Tisch. In der Brühe schwimmt knackiges Gemüse wie Kartoffeln, Möhren, Wirsing – und das Ganze wird geadelt vom Knöterichgewächs Buchweizen (trotz des Namens sind die kleinen Dreiecke also kein Korn). Eine Proteinbombe ist Buchweizen – es muss also nicht immer Fleisch sein. Außerdem prunkt er mit schön machenden B-Vitaminen und dem Pflanzenstoff Rutin, der das Bindegewebe strafft. Kanadische Wissenschaftler attestieren dem Fagopyrum sogar positive Wirkungen bei Diabetes.
“Nahrung ist Medizin”, sagt Hippokrates – und diese Hühnerbrühe ist eine besonders wohlschmeckende!
Nächste Seite: Locker fluffige Spinatgnocchi im Gemüsebeet +++ Einkaufstipp: “Erleuchtung” aus dem Allgäu – die “Lichtätherknöllchen”

Locker fluffig gelingen Christian Lindner seine Spinatgnocchi – und er bettet sie in ein Gemüsebeet aus Aubergine, Champignon, Fenchel, Paprika, Tomaten und Zucchini – alles genau auf den Punkt gegart. Wer etwas nicht mag, nicht verträgt, kann das gerne sagen, wird sofort berücksichtigt.
Weil alles so köstlich schmeckte, gönnten wir uns noch ein Stück vom herrlichen Birnen-Schmand-Kuchen für 2,50 Euro. Wer mag, trinkt dazu ausgezeichnetes Herrmannsdorfer Bier – wir labten uns am Apfelsaft. Positiv: Alle Kaffees gibt es auch in der Getreidevariante. Das schmeckt zwar nicht ganz so intensiv, ist aber dann auch keine Säurebombe.

Fazit: Wer eine gesunde Genussküche auf ökologischer Basis schätzt, kommt hier preiswert auf seine Kosten.
“Bistro ÖQ”, Frauenstraße 6, 80 469 München, 089/23 22 57 18. Montag bis Freitag 11 Uhr 30 bis 16 Uhr, Samstag bis 15 Uhr. http://www.herrmannsdorfer.de/wo-sie-uns-finden/die-geschaefte/
Einkaufstipp: „Erleuchtung“ aus dem Allgäu
Unbedingt zu empfehlen ist auf der gegenüberliegenden Seite der Frauenstraße der wohlsortierte Laden von “St. Michaelshof”. Das Gut liegt im Allgäu und wirtschaftet nach den strengen Öko-Grundsätzen des demeter-Landbaus. Hier gibt es viele Produkte, die es sonst kaum gibt, etwa Wildkräuter und eine besonders intensiv schmeckende eigene Möhrensorte. Bemerkenswert auch die “Lichtätherknöllchen” aus eigenem Anbau. Die sind nicht ganz billig, 250 Gramm kosten rund 15 Euro. Die würzigen Knöllchen dieser Yamswurzelart schmecken hervorragend – und der Pflanze wird nachgesagt, dass vor allem die meterlangen Wurzeln Lichtenergie speichern können. Außerdem gilt die aus China stammende Pflanze als immunstimulierend – und sie soll den Blutzucker sanft senken.
Ich esse die Knöllchen gerne roh. Sie schmecken aber auch gedünstet in Gemüsebrühe – und mit gehackten frischen Walnüssen und Walnussöl verfeinert.

von Hans Lauber
E-Mail: aktiv@lauber-methode.de
, Internet: www.lauber-methode.de
⇒ zurück zur „Echt essen“-Übersicht
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Ernährung
4 Minuten
- Ernährung
6 Minuten
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
-
hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 6 Tagen, 18 Stunden
Hallo,
das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann? -
uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen
Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?
-
diahexe postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen
Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?
-
gregor-hess antwortete vor 2 Wochen, 1 Tag
Liebe diahexe,
Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
Viele Grüße
Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion -
diahexe antwortete vor 2 Wochen, 1 Tag
@gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.
-
crismo antwortete vor 1 Woche
@gregor-hess: das ist ein sehr guter Hinweis. Ich war schon persönlich bei der Gründerin des Vereins und habe Insulin abgegeben. Diese Frau macht wirklich einen tollen Job und bringt das Insulin regelmäßig nach Afrika. Sie nimmt Insulin, Pens, Pennadeln, Lanzetten, Blutzuckerteststreifen usw…
Kann es nur empfehlen!!!
-

Hallo hexle,
ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”
Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.
Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.
Beste Grüße
PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.
Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.
@ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.
@schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….