- Ernährung
„Bräustüberl“: Wo das bayerische Lebensgefühl wurzelt
3 Minuten

Das Echt essen-Gasthaus im August: Ein Großteil der Produkte im Bräustüberl in Tegernsee kommt von kleinen Produzenten aus der Umgebung. Nicht nur deshalb schätze es Hans Lauber seit Jahrzehnten.
Es gibt sie noch die Gasthäuser, wo jeder willkommen ist; wo die urigen Bauern in der kurzen Lederhose, sich so wohl fühlen wie die Familien mit ihren quirligen Kindern; wo die rüstigen Rentnerinnen aus dem Kaiserstuhl sich neben durch geschwitzten Wanderern an ihrer Maß vergnügen – und nebenan die durchgeknallte Schickseria á la Düsseldorf und München ihr neckisches Balzritual zum Besten gibt.
Bayerische Dreifaltigkeit: Himmel, Kirche, „Bräustüberl“
Wobei das Wort „Stüberl“ für das „Herzogliche Bräustüberl Tegernsee“ eine schlitzohrige bayerische Untertreibung ist. Denn es gibt das „Große Bräustüberl“ mit 500 Plätzen, dazu noch zwei kleinere Stuben – und im Sommer eine überdachte Terrasse, wo noch einmal knapp 500 fröhliche Zecher Platz finden. An guten Tagen, und die sind im „Stüberl“ fast immer, kehren hier fast 2 000 Gäste ein. Alles sitzt eng gedrängt – und dass sich trotzdem alle wohl fühlen, liegt sicher an den Gewölbedecken, welche die lauten Gespräche noch lauter werden lassen – und an den freundlich (meistens)-flinken Frauen im Service.
Gehört zur Gemütlichkeit: Gewölbedecke
Eine geschickt getarnte Großgaststätte als „Echt Essen“? Ja! Natürlich favorisiere ich lauschige kleine Gasthöfe, aber als Diabetes-Experte gehe ich auch gerne dahin, wo auch die Menschen gern hingehen – und das sind nun mal Gasthäuser wie das „Bräustüberl“, das ich seit Jahrzehnten schätze. Außerdem erfüllt dieses Wirtshaus eine wichtige „Echt-Essen“-Voraussetzung: Ein Großteil der Produkte kommt von kleinen Produzenten aus der Umgebung. So wird auf der Karte fein säuberlich notiert, von welchen Metzgern die ausgezeichneten Würste kommen. Sicher, ich kann nicht nachprüfen, ob das stimmt, aber ich finde es wichtig, dass gerade solche Leuchttürme der Gasthaus-Kultur sich das gute Heimische so demonstrativ auf die Fahnen schreiben. Vier kleine Gerichte habe ich für Sie ausgewählt.
Basis der Pfannkuchensuppe ist eine kräftige Brühe. In feinste Streifen wird der dünne Pfannkuchen geschnitten, so dass das Gericht nicht so mächtig daherkommt, obwohl die Portion natürlich ordentlich groß ist. Dafür ist der Preis mit 2,20 Euro ordentlich klein. Erfreulich, nicht selbstverständlich: Frisch geschnitten ist der Schnittlauch. Wäre die Suppe jetzt noch ein Spur heißer, wäre das Gästeglück vollkommen.
Große Portion, kleiner Preis: „Bräustüberl“-Prinzip
Aus der benachbarten Herzoglichen Fischerei stammt der geräucherte Saibling. Blitzsauber ist der dicht besiedelte, bis zu 70 Meter tiefe See, sodass die Fische prächtig gedeihen. Den Saibling esse ich hier immer, mit einem Hauch Zitrone gewürzt, schmeckt der Fisch saftig und gut. Auf den blank polierten Tisch kommt ein halber Saibling, sodass die 9,50 Euro in Ordnung gehen. Schade nur, dass es als Beilage deplatziertes Toastbrot und ein bloß dekoratives Salatblatt plus ein halbes Ei gibt.
Durch überflüssige Beilagen verdeckt: Saftiger Saibling
Warm ist der Leberkäse aus der Metzgerei „Schwaiger“ in Tegernsee. Selten esse ich Wurstiges, aber wenn sie so hervorragend schmeckt wie diese, lohnt jeder Bissen. Ausgezeichnet auch der Kartoffel-Gurken-Salat mit einem Hauch Senf. Gerade so scheinbar „einfache“ Gerichte wie Kartoffel- oder Wurstsalat zeigen, ob´s ein Gasthaus „drauf“ hat. 9,50 Euro kostet die dicke Scheibe – und natürlich reicht das Ganze, wie auch der Fisch, für zwei. Also, möglichst zuerst immer nur eine Portion bestellen, wenn´s nicht reicht, steht schnell Nachschub bereit.
Leberkäs, Kartoffelsalat, Brezn, Bier – Himmel der Bayern
von Hans Lauber
E-Mail: aktiv@lauber-methode.de
, Internet: www.lauber-methode.de
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Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!
Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB
Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂
mr postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.




Hallo mr,
Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.
Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.
Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.
Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?