Diabetes und Fasten: Geht das?

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Diabetes und Fasten: Geht das?

Die Fastenzeiten sind Teil meines Wesens.

Ich kann auf sie ebenso wenig verzichten wie auf meine Augen.

Was die Augen für die äußere Welt sind, das ist das Fasten für die innere.

– Mahatma Gandhi

 

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Als Einstieg in mein 6-monatiges Sabbatical habe ich mich zu einer 21-Tage-Buchinger-Fastenkur ins Fränkische aufgemacht.

Warum fasten?

Die ganze Story findest du in meinem Blog. Hier möchte ich dich inspirieren, denn Fasten kann trotz oder gerade wegen des Diabetes vieles zum Positiven verändern.

21 Tage fasten – Ablauf

Nach einiger Recherche habe ich mich für das Hotel Kunzmann’s entschieden. Schon zu Hause legte ich einen Entlastungstag ein (Obst und Säfte).

Der Drei-Wochen-Plan sieht Tee zum Frühstück vor (z.B. Kräuter, Roiboos, Früchte), warme Gemüsebrühe zu Mittag (z.B. Karotte, Romanesco, Kartoffel) und frisch gepresste Säfte am Abend (z.B. Rote Bete, Apfel, Orange). Brühe und Säfte werden gelöffelt, damit das Gefühl, etwas „Richtiges“ zu essen, entsteht.

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Hunger?

Obwohl ab und an Appetit aufkam, hatte ich während des Fastens erstaunlicherweise kein Hungergefühl, da der Magen durch das viele Trinken immer gefüllt war. (Was nicht heißt, dass ich einen Bratwurststand nicht schon aus 500 m Entfernung riechen konnte…). Auch mein Energiehaushalt war auf einem normal bis hohen Level. Während ich es in der ersten Woche ruhig anging, nutzte ich in der zweiten Woche fast täglich das Indoor Gym und den Sauna- und Schwimmbereich des Hotels. Energie ist erstaunlicherweise genug vorhanden, der Körper soll während des Fastens angeblich Endorphine ausschütten, um das Fasten erträglicher zu machen.

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Meine Blutzuckerwerte (die vor dem Fasten tendenziell eher zu hoch als zu niedrig waren), pendelten sich zwischen 80 und 160 mg/dl (4,4 und 8,9 mmol/l) ein (mit ein paar Ausrutschern nach unten).

Da während des Buchinger-Fastens praktisch keine Kohlenhydrate aufgenommen werden und man Gewicht verliert, sausen die Werte in den Keller. Ab der zweiten Woche reduzierte ich die Basalrate meiner Insulinpumpe auf 80%. Und zwar 24/7. Trotzdem gab es gelegentliche Ausrutscher in den 30er- bzw. 1,7er-Bereich, vor allem, wenn ich abends in der Sauna oder auf dem Laufband war – der Muskelauffülleffekt kommt ins Spiel. (Hier sei angemerkt, dass ich trotz Fastens natürlich nicht auf Traubenzucker verzichtet habe, sobald dieser nötig war.)

Einige Tage wachte ich morgens mit 40 mg/dl (2,2 mmol/l) auf, danach reduzierte ich die Basalrate vor dem Schlafengehen für fünf Stunden auf 50%. Jeder Körper reagiert anders auf den Fastenmodus, deshalb ist es wichtig, sich langsam an die richtige Insulineinstellung heranzutasten.

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Wer Fasten ausprobieren möchte, kann mit ein paar Tagen ohne feste Nahrung anfangen, um zu sehen, wie der Körper reagiert. Unabhängig von der Fastendauer achtet man automatisch mehr auf die Reaktionen des Körpers auf Bewegung und Kohlenhydrate (z.B. frisch gepresste Säfte).

Würde ich wieder fasten? Auf jeden Fall, und dies unabhängig vom Diabetes. So hat die Fastenzeit meine Achtsamkeit und bewusstes Tun sowie die Wahrnehmung gegenüber meinem Körper und dessen Reaktionen enorm gestärkt.

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Weitere Veränderungen?

Seit dem Fasten lebe ich vegan, mittlerweile seit 7 Monaten. Ich habe 5 kg Gewicht verloren, bin ausgeglichener und habe mich für eine Yogalehrerausbildung angemeldet. Sicher hat nicht das Fasten alleine diese Veränderungen hervorgerufen, aber den ersten Stein ins Rollen gebracht.

Wie steht ihr zum Thema Fasten?

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  • moira postete ein Update vor 2 Wochen

    Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄

  • bloodychaos postete ein Update vor 3 Wochen

    Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

    • Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

  • thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen

    Hallo,
    ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
    Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
    Thomas55

    • Hi Thomas 🙂
      Ja genau für Bestandskunden bekommt man den Simplera leider nicht. Ich habe / hatte jetzt 8 Jahre lang die Pumpen von Medtronic. Aktuell hab ich die 780g noch bis Ende März, dann Wechsel ich zur Ypsopumpe.
      Ich war eigentlich immer zufrieden mit der Pumpe und den Sensoren. Doch seit gefühlt einem Jahr sind die Guardian 4 Sensoren so schlecht geworden. Ich war dauerhaft damit beschäftigt, einen Sensor nach dem anderen zu reklamieren. Die Sensoren hielten bei mir nur max. 4-5 Tage. Danach war Schluss. Verschiedene Setzstellen wurden getestet, auch der Transmitter wurde getauscht. Aber es half alles nichts.

      Jetzt werde ich wechseln. Den Simplera wollte ich dann einfach nicht noch länger abwarten. Denn Bestandskunden hatten da leider das nachsehen. Schade Medtronic!!!

    • @crismo: Ich habe mich nun auch für die Ypsopump entschieden. Ich wollte von medtronic Angebote für die 780 und den Simplera haben für die Krankenkasse zur Übernahme der Kosten. Ausserdem wollte ich eine Zusicherung haben, dass ich den Simplera überhaupt bekomme. Nach einer Woche kam das Angebot für die 780 per Post, von einem Angebot für den Simplera kein Wort. Ich bin privat versichert und muss an medtronic zahlen und dann eine Erstattung von der Krankenkasse beantragen. Weil der Simplera mehr als das Doppelte vom Libre kostet, wollte ich das der Krankenkasse vorher offenlegen. Dann habe ich eine Mail an medtronic geschrieben, nach 2 Wochen keine Reaktion. Dann habe ich mich für die Ypsopump entschieden. Das Angebot kam am nächsten Tag per Mail. Das ist für mich Service! Jetzt warte ich auf Zustimmung der Krankenkasse und dann Tschüss medtronic. Schade, ich finde die Pumpen (seit 12 Jahren genutzt) gut.

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