Eis – zu Hause und unterwegs

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Eis – zu Hause und unterwegs

Eis ist bei Jung und Alt beliebt, überall. Im Trend liegen selbstgemachte Kreationen und Produkte mit möglichst wenigen Zusätzen wie Aromen, Stabilisatoren oder sonstigen Hilfsmitteln. Haben Sie Lust bekommen? Dann lesen Sie weiter und lassen sich von unseren Rezepten inspirieren.

110 Kugeln Eiscreme schleckte jeder Deutsche im Jahr 2015, das sind 8 Liter – eine ganz schöne Menge. Vor allem, weil fertige Produkte oft einiges an Fett, Zucker und somit Kalorien enthalten. Denkt man zum Beispiel an Produkte wie Double Peanut Butter, Nuss-Cantuccini oder Cookies & Cream, sagt schon der Name, dass einiges an Kalorien in jeder Kugel steckt.

Oft sind Industrieprodukte, die in jährlich wechselnden Geschmackskompositionen für den Genuss zu Hause im Angebot sind, energiereicher als Sorten wie Erdbeere, Vanille oder Stracciatella aus der Eisdiele. Denn in Fertigprodukten sind oft Zutaten wie Schokoladen- und Walnussstückchen, Karamell, Erdnüsse im Schokomantel oder Schokolinsen.

9 von 10 Eisportionen werden zu Hause genascht

Eisfans wollen Abwechslung, deshalb tüfteln Hersteller schon jetzt an Kreationen für den Sommer 2017. Groß angelegte Marketingkampagnen sind in Planung, um die Lust aufs neue Eiserlebnis zu wecken. Dass der Trend aufgeht, bestätigt der Eis Info Service der deutschen Markeneishersteller.

9 von 10 Eisportionen werden zu Hause genascht; aktuell liegen zum Beispiel im Trend Kakao, Früchte und Vanille aus nachhaltiger Erzeugung, ebenso veganes Eis und Frozen Yoghurt. Auch wenn der Name es vermuten lässt und die Hauptzutat Joghurt ist, muss es nicht automatisch zucker- und kalorienärmer sein als vergleichbare Eiscreme.

Bei Fertigpackungen lohnt der Blick auf die Zutatenliste und Nährwertanalyse: Frozen Yoghurt suggeriert, dass es besonders frisch und leicht ist; dies ist es im Regelfall eher in der hausgemachten Version: Mischen Sie dazu fettarmen oder Magermilchjoghurt mit frischen oder passierten Früchten, süßen nach Geschmack mit etwas flüssigem Süßstoff, frieren das Ganze ein – fertig.

Eis und Diabetes – Wissenswertes

Na klar – wer Typ-2-Diabetes hat oder Probleme mit dem Gewicht, sollte ein paar Dinge berücksichtigen. Eis ist Genuss pur, und so sollten Sie damit umgehen. Wenn Sie Eis essen, achten Sie auf gute Qualität sowie passende Mengen und verwendete Zutaten. Wer abnehmen oder generell auf seine Linie achten möchte, wählt am besten kleine Portionen. Auch hier haben sich Hersteller einiges einfallen lassen, denn viele Verbraucher wünschen sich Minis – für den Genuss und ein gutes Kaloriengewissen.

Günstig sind auch fettarme Produkte. Wie viel an Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten enthalten ist, erklärt die Nährwertanalyse. Manche Fertigsorten sind zwar fettärmer, enthalten dafür aber mehr Kohlenhydrate – zum Beispiel weil sie püriertes, gezuckertes Fruchtmus enthalten. Was für die Fettersparnis sinnvoll ist, kann für den Blutzuckerverlauf kontraproduktiv sein. Verpacktes Speiseeis hat den Vorteil, dass auf der Packung Zutaten in absteigender Reihenfolge ihrer Konzentration gelistet sind. Um Kalorien und Kohlenhydrate zu ermitteln, eignet sich die Nährwertanalyse.

Die Zuckermenge im Auge behalten!

Zucker wird heutzutage auch von Diabetikern konsumiert – also auch herkömmliches Eis: Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) empfiehlt, eine tägliche Menge von maximal 10 Prozent der täglichen Kalorienaufnahme aus Zucker nicht zu überschreiten. Praktisch sind das etwa 30 bis 50 Gramm aus gezuckerten Lebensmitteln wie Eis, Kuchen, Konfitüre oder Schokolade. Es ist also nach wie vor wenig sinnvoll, den kompletten Speiseplan über Bord zu werfen – gehen Sie besser mit Zucker bewusst um.

Für den Genuss von Eis und sämtlichen gezuckerten Produkten empfiehlt sich Folgendes: Bei instabilen Werten sind Experimente mit Zucker wenig sinnvoll, eine genaue Kenntnis über den Kohlenhydratgehalt des konsumierten Lebensmittels ist wichtig. Berücksichtigen Sie auch den oft höheren Fett- und Kaloriengehalt – gerade wer übergewichtig ist.

Blutzucker wird langsamer erhöht

Zucker aus Eis, Schokolade oder Kuchen und Gebäck (enthalten meist zusätzlich Eiweiß und Fett) erhöht den Blutzucker langsamer als der aus Fruchtgummi, Bonbons oder Säften Dennoch reagiert jeder Mensch anders auf zuckerhaltige Lebensmittel – deshalb ist die Blutzuckerkontrolle nötig und wichtig. Sorbet, Wasser- und Fruchteis sind zwar fettärmer als Milchspeiseeis und Frozen Yoghurt, allerdings gelangt der enthaltene Zucker schneller ins Blut, als wenn etwas Fett, zum Beispiel ein Klecks Sahne, dazukommt.

Das ist besonders wichtig, wenn Insulin gespritzt wird. Wer unterwegs Lust auf ein Eis hat, orientiert sich an dieser Faustregel: Eine kleine Kugel normal gezuckertes Eis, egal ob Schoko oder Frucht, enthält etwa 18 Gramm anrechnungspflichtige Kohlenhydrate, eine große Kugel etwa 24 Gramm.

In diesem Sinne lassen Sie sich Ihre Kugel Eis schmecken und genießen die kleine Portion als Genuss-Highlight des Tages.


von Kirsten Metternich
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-online.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2016; 65 (7) Seite 72-74

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  • Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!

    • Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
      Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
      Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
      Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
      Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter!

    • @suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊

  • vio1978 postete ein Update vor 1 Tag, 19 Stunden

    Habe wieder Freestyle Libre Sensor, weil ich damit besser zurecht kam als mit dem Dexcom G 6. ist es abzusehen, ob und wann Libre mit d. Omnipod-Pumpe kompatibel ist?🍀

  • renrew postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 1 Tag

    gibt es Tips oder Ratschläge dieser Pumpe betreffend?

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