Essen in Deutschland

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© Kirchheim/Bernhard Kölsch
Essen in Deutschland

Sauerkraut, Thüringer Rostbratwurst oder doch lieber eine Currywurst? Quarkkeulchen, Himmel un Äd, Handkäs mit Musik oder Birnen, Bohnen und Speck? Die Liste der kulinarischen Klassiker, die Deutschland zu bieten hat, ist legendär. Vieles lässt sich mit weniger Fett, Speck und Sahne genauso lecker kochen. Wir geben Ihnen Praxistipps und haben passende Rezepte aus deutschen Kochtöpfen dazu – auf geht’s.

Oft wird ihr Licht unter den Scheffel gestellt, doch Essen und eine Fülle an Lebensmitteln aus den 16 Bundesländern Deutschlands sind weit über heimische Grenzen hinaus bekannt und beliebt. So gibt es kein anderes Land auf der Welt mit solch einer Auswahl an Brot und Brötchen.

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein – aber die Deutschen lieben es

Besonders beliebt unter den mehr als 300 deutschen Brotsorten sind Vollkornbrote und Pumpernickel: dank ihres Ballaststoffgehaltes das perfekte Brot bei Diabetes, im Vergleich zu Weißbrot und hellen Brotsorten. Nicht nur im Ausland kennt und liebt man deutsches Brot: Die Bundesbürger an sich essen es gern – und das täglich. Im Schnitt isst jeder hierzulande pro Jahr 87 Kilogramm, das sind rund drei bis vier Scheiben pro Tag. Im Vergleich isst der Durchschnittsfranzose lediglich 55 Kilogramm Baguette im Jahr.

Brot an sich ist nicht so kalorienreich wie oft angenommen, viel eher das, was daraufkommt: Butter, Schmalz, Wurst, Käse, Süßes wie Nuss-Nougat-Creme oder Konfitüre summieren sich zu einer saftigen Menge an Kalorien – vor allem aus Fett und Zucker. So können zwei reichlich belegte Stullen zum Abendbrot weit mehr Energie aus Fett, Kohlenhydraten und Eiweiß haben als zum Beispiel eine warme Mahlzeit wie Gemüsesuppe oder eine Gemüsepfanne mit fettarmem Fleisch oder Fisch.

Deutsche essen gern und werden zunehmend runder

Es heißt immer, Amerika sei das Land der XXL-Portionen; doch auch hierzulande wird dabei nicht gegeizt. Das spiegelt sich auch im Körperumfang der Bundesbürger wider. Leider sind die Zahlen derer, die zu dick sind, weiter steigend. Laut des aktuellen 13. Ernährungsberichts der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sind hierzulande 59 Prozent der Männer und 37 Prozent der Frauen übergewichtig.

Ein hilfreicher Schritt, etwas dagegen zu tun, wäre die Verringerung der Portionsgrößen. Am Anfang mag es schwerfallen, doch der Körper gewöhnt sich Stück für Stück an kleinere Mengen. Und letztlich hilft es, die Portionen an Gemüse und Salat hochzuschrauben, dafür Fleisch, Saucen und Frittiertes möglichst überschaubar zu halten.

Die gesündere Form ist die bessere …

Während es in vielen anderen Ländern morgens eher spärlich zugeht, wird in Deutschland aufgetischt: Brötchen, Brot, Eier, Wurst, Käse, Konfitüre, Kaffee, Saft und Müsli. Besser wäre es, sich für eine Sache zu entscheiden, beispielsweise in der Woche morgens Müsli oder Vollkornbrot, und am Wochenende kann es dann auch mal ein Brötchen nebst Frühstücksei sein. Mittags geht es für die meisten Berufstätigen in die Kantine oder zum Imbiss um die Ecke. Das Leibgericht der Deutschen ist hier Schnitzel mit Pommes – ganz schön lecker und ganz schön fettig.

Besser wäre es, sich dies zum Beispiel einmal pro Woche als etwas Besonderes zu gönnen und an den restlichen Tagen auf Gemüse, Salat, Kartoffeln, Nudeln oder Reis umzusteigen – dazu gedünstetes oder in wenig Fett gebratenes, unpaniertes Fleisch von Huhn oder Pute und Fisch. Früher gab es abends traditionell belegte Brote.

Was bei abendlichen Mahlzeiten zu beachten ist

Heute wird in der Familie, wenn überhaupt, meist abends gemeinsam warm gegessen. Wenn der Hunger groß ist, wandert dann häufig mehr in den Bauch, als dem Körper guttut. Anschließend dauert es im Schnitt mindestens anderthalb bis vier Stunden, bis die Verdauung fertig ist. Das hängt ab von der Menge an Fett, von der Portionsgröße etc.

Wer Schwierigkeiten hat, einzuschlafen, sollte abends seine letzte Mahlzeit besser drei bis vier Stunden vor dem Schlafengehen essen – je fettärmer, desto besser. Viele schwören mittlerweile auf Low-carb-Gerichte am Abend wie Tomaten-Mozzarella, Salat mit Hähnchen oder Gemüsepfanne mit Meeresfrüchten, um ihr Gewicht im Griff zu halten oder abzunehmen. Wer Insulin spritzt oder Tabletten einnimmt, die eine Unterzuckerung verursachen können, bespricht eine solche Änderung der Ernährung am besten vorab mit seinem diabetesbehandelnden Arzt.

Was zum besseren Einschlafen sonst noch hilft, ist der Verzicht aufs abendliche Naschen von süßen und salzigen Knabbereien sowie Alkohol (siehe Titelthema). Besser wäre ein entspannter Verdauungsspaziergang. Wer durch seinen Diabetes eine Spätmahlzeit braucht, isst beispielsweise einen Joghurt mit Früchten oder nimmt ein Glas Buttermilch und zwei bis drei Nüsse zu sich.

Spitzenreiter auf heimischen Tellern

Mit Gemüse und Obst lassen sich sämtliche Gerichte im Hinblick auf Vitamine, Mineralien, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe aufwerten. Laut Angaben des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) aß jeder Bundesbürger im letzten Jahr täglich knapp 250 g Obst (88,7 kg pro Jahr) und gerade mal 195 g Gemüse (71,7 kg im Jahr). Besonders bei frischem Gemüse und Salat könnte es etwas mehr sein. Zu den knackfrischen Lieblingssorten gehören nach wie vor Äpfel, Bananen, Tomaten, Möhren und Zwiebeln.

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Oft verkannte und verkochte Traditionsgerichte abgeklopft auf ihr vitales Potential: 44 verfeinerte und verschlankte Rezepte.
H. Lauber; 1. Auflage 2015; 19,90 €
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Auf dem Teller mögen viele besonders gern Spaghetti Bolognese, Pizza und Döner. Vielleicht liegt es auch daran, dass diese Gerichte ständig und überall verfügbar sind. Viele jüngere Menschen kennen bekannte heimische Klassiker gar nicht mehr oder wissen nicht, wie sie gekocht werden. Doch so schwer ist es gar nicht, man muss sich nur heranwagen. Lassen Sie sich inspirieren von unseren Tipps und Rezepten auf den nächsten Seiten. In diesem Sinne guten Appetit bei Handkäs mit Musik, Eintopf oder Roter Grütze.


von Kirsten Metternich
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2017; 66 (9) Seite 72-74

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  • moira postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen

    Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄

  • bloodychaos postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen

    Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

    • Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

  • thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag

    Hallo,
    ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
    Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
    Thomas55

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