- Ernährung
Essstörungen bei Typ-1-Diabetes besonders gefährlich
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Essstörungen treten bei Patienten mit Typ-1-Diabetes gehäuft auf – insbesondere unter jungen Frauen. Da Menschen mit Typ-1-Diabetes nicht unbedingt die klassische Symptome aufweisen, werden die Essstörungen häufig von Ärzten und Verwandten übersehen. Daher klärt der aktuelle diabetesDE-Expertenchat darüber auf.
Etwa doppelt so oft wie stoffwechselgesunde Altersgenossinnen leiden junge Frauen mit Typ-1 -Diabetes an einer Essstörung. Welche Anzeichen Familienmitglieder ernst nehmen sollten, erklärt Universitäts-Professor Dr. med. Stephan Herpertz, Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Bochum, am Donnerstag, den 24. April 2018 im Expertenchat von diabetesDE.
Verbreitet sind vor allem Bulimie sowie „Insulin-Purging“
Typisch für Diabetes-Patientinnen, die an Essstörungen leiden, sind Bulimie sowie das „Insulin-Purging“, also der bewusste Insulinverzicht mit dem Ziel, Gewicht zu verlieren. „Die Patientinnen spritzen sich bewusst weniger Insulin als notwendig oder stellen die Insulingaben zeitweise ganz ein“, erklärt Universitäts-Professor Dr. med. Stephan Herpertz.
„In der Folge bleiben mehr Kohlenhydrate im Blut. Diese Kalorien werden dann über den Urin ausgeschieden.“ Unerkannt und unbehandelt können daraus schwere Stoffwechselentgleisungen und Folgeschäden an Organen wie Herz, Augen, Nieren oder Nerven resultieren.
Selbstwertproblemen und mangelnde Diabetes-Akzeptanz als Ursachen
Häufig hängt die Essstörung mit Selbstwertproblemen und mangelnder Akzeptanz der Erkrankung zusammen. „Diabetes Typ 1 entwickelt sich oft im Jugendalter – also dann, wenn sich die Betroffenen intensiv mit sich selbst auseinandersetzen“, so Herpertz. Mit Beginn der Insulintherapie nehmen viele Patienten an Gewicht zu. Insbesondere bei jungen Frauen führt das zu einer Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper.
Betroffene sind zudem ständig mit den Begleitumständen des Diabetes konfrontiert: „Die Themen Ernährung, Insulintherapie und Blutzuckereinstellung sind plötzlich ständiger Begleiter.“ Einige versuchten, mit einem gestörten Essverhalten bewusst den Stress zu bewältigen, den die chronische Krankheit auslöst.
Eine Psychotherapie bietet die besten Lösungsansätze
Doch wie erkennen Angehörige, dass Diabetes-Typ-1-Patientinnen an einer Essstörung leiden? „Wenn Gewicht und Blutzuckerwerte stark schwanken, ist das häufig ein Hinweis auf eine Bulimie“, so Herpertz. Aber auch Unzufriedenheit der Betroffenen mit dem eigenen Körper, das Benutzen mehrerer Blutzuckermessgeräte, das Wechseln der Batterien oder des Datums vor dem Arztbesuch und die Verringerung der Anzahl täglicher Blutzuckermessungen können Anzeichen für eine Essstörung sein.
Familien und Freunden empfiehlt der Experte, die Betroffenen in einer solchen Situation zu einer Psychotherapie zu bewegen. „Wichtig bei der Auswahl des behandelnden Therapeuten ist, dass sich dieser mit Diabetes auskennt. Darüber hinaus ist zu erwägen, auch die Familie der Patientin mit in die Behandlung einzubeziehen“, betont Herpertz und ergänzt: „Häufig ist das Ergebnis der Behandlung sehr positiv. Bei vielen Patientinnen mit Diabetes stabilisiert sich langfristig der Blutzuckerspiegel.“ Das Risiko für Spätschäden kann so reduziert werden.
Experten-Chat von diabetesDE zum Thema „Diabetes und Essstörungen“ mit Univ.-Prof. Dr. med. Stephan Herpertz:
Donnerstag, 24. Mai 2018, von 17 bis 19 Uhr
Fragen können schon ab sofort auf www.diabetesde.org eingesendet werden.
Weitere Informationen zum Thema finden Interessierte im Podcast mit Lisa Schütte unter Blutzucker Episode 1: Lisa Schütte (und Freund Peter) .Im Fokus der Beiträge stehen Interviews mit Betroffenen, ergänzt um aktuelle Informationen sowie Tipp und Tricks rund um die chronische Krankheit. Auf der zugehörigen Microsite www.diabetesde.org/podcast finden sich neben allen bereits veröffentlichten Podcasts auch Hintergrundinformationen und weiterführende Links zu den angesprochenen Themen.
Quelle: Pressemitteilung von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe
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zojou96 postete ein Update vor 1 Tag, 1 Stunde
Hallo, ich bin DT1 und trage seit etwa 1 Jahr eine Omnipod-Pumpe. Letztere löst seit mehrere Monaten eine Hautallergie an der Platzierungsstelle aus. Ich habe es bereits mit dem Cavillon-Spray und Pflastern (derzeit Omnifix von Hartmann und Unterpatch von My Sweet Stitch) für empfindliche Haut unter dem Pod probiert. Es hilft aber leider nicht oder nur bedingt, da auch mit Spray die Allergie ausgelöst wird und die Schutzpflaster nicht lange haften. Hat jemand vielleicht eine ähnliche Erfahrung gemacht und eine gute Lösung gefunden? Ich würde gerne weiterhin eine Pumpe tragen, wäre aber auch bereit das Modell zu wechseln, wenn es das Problem mit der Allergie löst. Ich bin um jeden Rat dankbar. Vielen Dank im Voraus 🙂
darktear postete ein Update vor 1 Tag, 16 Stunden
Hallo,
hat irgendwer der den Libre3 benutzt auch so massive Probleme ?
Mein Kind hat ständig Ärger mit seinen Sensoren,selten wo mal einer durchhält. Entweder dauernd Sensorfehler oder ein neuer Sensor sitzt und nach kurzer Zeit kommt bitte neuen Sensor starten.
Das kann ja nicht sein,ich hab selten mal einen Sensorfehler.
Als ich das letzte mal bei denen angerufen hatte ,meinte dieser “sehr freundliche” Mitarbeiter nur es kann nicht sein das die so viele Fehler haben,es gab keinen Ersatz.
Müßen wir jetzt ernsthaft selber Sensoren bezahlen?
Weil bis der Nachschub kommt dauert es noch 🙁LG Sandra
uho1 postete ein Update vor 2 Wochen
@calvin240
Ich hätte eine Frage zum
Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute




Habe ich angenommen, schreibe mir gerne eine Nachricht
Liebe Grüße