- Ernährung
Rezept für Heubraten von der Heidschnucke mit Lebkuchen-Rotkohl und Herzoginkartoffeln
3 Minuten

Dieses Rezept bringt zarte Heidschnuckenkeule mit kräftigem Bratensaft, Lebkuchen-Rotkohl und goldbraunen Herzoginkartoffeln auf den Weihnachtstisch. Das Fleisch gart im Ofen auf Heu und Heidekraut, die Beilagen geben dem festlichen Gericht Würze und Farbe. Zeit und Geduld sind gefragt.
Rezept: Heubraten von der Heidschnucke mit Lebkuchen-Rotkohl und Herzoginkartoffeln
Zutaten für 2 Portionen:
Bratensaft:
- 1 kg gehackte Heidschnuckenknochen
- 1 Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 50 g Knollensellerie
- 50 g Möhren
- 50 g Pastinaken
- 1 EL Rapsöl, 10 g
- 15 g Tomatenmark
- 1 Thymianzweig
- 1 Rosmarinzweig
- 1 Lorbeerblatt
- 5 Wacholderbeeren
- 8 Pimentkörner
- 400 ml trockener Rotwein
- 1 – 2 TL gekörnte Gemüsebrühe
Braten:
- 800 g Heidschnucken-Keule, ausgelöst
- etwas Salz und frisch gemahlener Pfeffer
- 2 EL Rapsöl, 20 g
- 2 Hände Bio-Heu, z. B. vom Schnuckenzüchter oder Bauern
- 1 Hand Bio-Erika (Heidekraut) z. B. vom Gärtner oder Bauern
- 6 Rosmarinzweige
- 6 Thymianzweige
- 6 Wacholderbeeren
Rotkohl:
- 1 kg Rotkohl
- etwas Salz
- 100 ml Rotwein- oder Himbeeressig
- 1 Zwiebel
- 1 Lorbeerblatt
- 4 Nelken
- 1 EL Rapsöl, 10 g
- 1 TL Lebkuchengewürz
- 3 Spritzer flüssiger Süßstoff
- 20 g Fruchtaufstrich Himbeere oder Schwarzkirsch
- etwas Pfeffer
Herzoginkartoffeln:
- 800 g mehlig kochende Kartoffeln
- etwas Salz
- 50 g Halbfettbutter
- 1 Eigelb
- etwas frisch geriebene Muskatnuss
Nährwert pro Portion ca.:
Braten und Saft:
- 5 g Eiweiß
- 7 g Fett
- 32 g Kohlenhydrate (davon 30 g anrechnungspflichtig)
- 2 g Ballaststoffe
- 76 mg Cholesterin
- 19 mg Natrium
- 789 mg Kalium
- 103 mg Phosphat
- 211 Kilokalorien
- 844 Kilojoule
Rotkohl:
- 4 g Eiweiß
- 3 g Fett
- 13 g Kohlenhydrate (davon 0 g anrechnungspflichtig)
- 7 g Ballaststoffe
- 0 mg Cholesterin
- 28 mg Natrium
- 629 mg Kalium
- 78 mg Phosphat
- 95 Kilokalorien
- 380 Kilojoule
Herzoginkartoffeln:
- 5 g Eiweiß
- 7 g Fett
- 32 g Kohlenhydrate (davon 30 g anrechnungspflichtig)
- 2 g Ballaststoffe
- 76 mg Cholesterin
- 19 mg Natrium
- 789 mg Kalium
- 103 mg Phosphat
- 211 Kilokalorien
- 844 Kilojoule
Zubereitung
Heubraten:
- Für den Bratensaft Ofen auf 210 °C vorheizen.
- Heidschnuckenknochen waschen, trocknen. Auf einem Backblech im Ofen anrösten, bis sie Farbe entwickeln.
- Zwiebel und Knoblauch ungeschält grob würfeln. Sellerie, Pastinake und Möhren waschen, ungeschält in grobe Würfel schneiden.
- Gemüse in einem Topf im Öl stark anrösten, Tomatenmark dazu und mit anrösten, Kräuter und Gewürze zugeben.
- Rotwein mit etwas Wasser mischen, mehrfach ablöschen und einkochen.
- Geröstete Knochen dazugeben. Mit einem Liter Gemüsebrühe auffüllen, aufkochen, Fond und Fett abschöpfen.
- Vier Stunden ziehen lassen. Fond anschließend durch ein Passiertuch geben und weiter einkochen, bis etwa 0,5 Liter übrigbleiben.
- Für den Braten Backofen auf 130 °C vorheizen.
- Keule kräftig salzen und pfeffern, danach kurz und scharf im Öl in einer Pfanne anbraten.
- Heu mit Heidekraut und Kräutern mischen, in einen Bräter geben.
- Angebratene Keule darauflegen, 45 Minuten im Ofen garen.
- Währenddessen den Bratensaft erhitzen und abschmecken. Fertigen Braten aufschneiden, mit Bratensaft angießen und servieren.
Rotkohl:
- Rotkohl putzen, waschen, dann mit einem Gemüsehobel in feine Streifen schneiden.
- In eine Schüssel geben, mit etwas Salz bestreuen und den Essig darübergießen. Gut vermischen und eine Stunde durchziehen lassen.
- Zwiebel abziehen, kalt waschen, kreuzweise einschneiden, mit Lorbeerblatt und Nelken spicken.
- Öl in einem großen Topf erhitzen, Rotkohl mit Flüssigkeit, Lebkuchengewürz, Süßstoff und Fruchtaufstrich in den Topf geben.
- Auf mittlerer Flamme mit geschlossenem Deckel 35 bis 40 Minuten garen, ab und zu umrühren. Wenn das Rotkraut schön glänzt, ist es gar.
- Dann mit etwas Pfeffer und je nach Geschmack noch Salz und Süßstoff abschmecken. Gespickte Zwiebel herausnehmen und servieren.
Herzoginkartoffeln:
- Kartoffeln schälen, kalt waschen, vierteln und in 15 bis 20 Minuten in wenig Salzwasser garen.
- Ofen auf 225 °C (Umluft: 200 °C) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
- Fertige Kartoffeln abgießen, kurz im Topf ausdampfen. Durch eine Kartoffelpresse in eine Schüssel drücken. Mit Halbfettbutter, Eigelb und Muskat mischen.
- Kartoffelteig in einen Spritzbeutel füllen, mittels Sterntülle kleine Rosetten oder Türmchen auf das Blech spritzen. 8 bis 10 Minuten im Ofen backen, bis sie goldbraun sind.
Dieses Rezept ist Teil des Weihnachtsmenüs 2015.
Weitere Rezepte zum Thema:
- Broccolicremesuppe mit gerösteten Mandeln und Frischkäsetuff
- Chili-Schokoladen-Mousse mit Sauerkirschen
Anmerkungen zu den Rezepten: Kohlenhydrate aus Gemüse (z.B. Zwiebeln, Karotten, Sellerie etc.) sind bis zu einer 200-g-Portion je Sorte nicht blutzuckerwirksam. Hilfe für das Schätzen der KH-Portionen geben KH-Tabellen (siehe die Diabetes-Journal-Nährwerttabelle – BE, KE und Kalorien auf einen Blick mit 1000 Lebensmitteln, K. Metternich von Wolff, Kirchheim-Verlag, Mainz 2020). Die berechneten Natriumwerte beziehen sich nur auf den natürlichen Natriumgehalt der Lebensmittel und nicht auf Salz, Brühe etc., die zum Würzen in den Rezepten verwendet werden.
Rezepte für Menschen mit Diabetes
Anregungen zur Ernährung mit einer Insulin-Therapie sowie Ideen fürs Essen und Trinken, die den Blutzuckerspiegel und das Gewicht schonen: Auf dem Diabetes-Anker veröffentlichen wir regelmäßig Rezepte mit genauen Nährwertangaben für leckere Gerichte und Snacks – geeignet sowohl für Menschen mit Typ-1-Diabetes als auch Typ-2-Diabetes und erstellt mit ernährungsmedizinischer Expertise.
von Kirsten Metternich von Wolff
Kirsten Metternich von Wolff hat eine ernährungsmedizinische Ausbildung mit Zusatzqualifikation bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Seit mehr als 20 Jahren arbeitet sie als freie Journalistin, Buchautorin und Referentin. Gesunde Ernährung bei Diabetes ist einer ihrer thematischen Schwerpunkte.
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2015; 64 (12) Sonderbeilage
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kety22 postete ein Update vor 5 Tagen, 9 Stunden
Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?
- moira antwortete vor 1 Tag, 6 Stunden
Hallo!
Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
Allerdings habe ich kaum noch Unterzucker seit ich meine Insulinpumpe habe.
Vielleicht hilft das etwas – viel Glück
katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 1 Woche, 4 Tagen
Diabetes-Anker-Podcast | Extra: Gürtelrose bei Diabetes – Risiken, Symptome und Vorbeugung im Überblick
In dieser Podcast-Sonderfolge geht es um Gürtelrose bei Diabetes. Dr. Katrin Kraatz spricht mit Diabetologe Dr. Dietrich Tews über Risiken, Symptome u …mr postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen
Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.
- katrin-kraatz antwortete vor 1 Woche, 4 Tagen
Hallo mr,
Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.
Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.
Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.
Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?


