Heumilch besser als Alpenmilch?

2 Minuten

© Davizro Photography - AdobeStock
Heumilch besser als Alpenmilch?

Bio und Regional liegen im Trend. Da bleibt es nicht aus, dass auf Lebensmitteln wie herkömmlicher Kuhmilch auf einmal besondere Attribute auftauchen und zum Kauf animieren sollen. Doch was bedeutet es, wenn es um Alpen-, Heu- oder Weidemilch geht?

Kommt die Milch aus der Region oder doch von weiter her? Bisher gibt es keine Kennzeichnungspflicht, die aussagt, wo das Lebensmittel erzeugt und gemolken wurde. Es obliegt jedem Hersteller, dies auf seiner Verpackung zu deklarieren. Und hier liegt der Hase im Pfeffer. Denn ob Weide-, Heu- oder Alpenmilch tatsächlich besser ist und anders schmeckt als zum Beispiel länger haltbare Frisch­milch, ist reine Geschmackssache. Oft ist die Verwirrung groß, denn woher wissen Verbraucher denn nun, was sich hinter den verschiedenen Bezeichnungen verbirgt?

Nicht jeder Begriff ist gesetzlich definiert

Wer Heumilch kauft, geht auf Nummer sicher, dass die Tiere überwiegend mit Heu gefüttert wurden. Diese Bezeichnung ist europaweit geregelt und geschützt. Anders sieht es da bei Alpenmilch aus: Hier handelt es sich um einen Werbenamen, der ein natürlich positives Image vermitteln soll. Hersteller sind hier in ihrer Entscheidung sehr frei, was sie unter Alpenmilch verstehen. Auch die Bezeichnung Weidemilch ist hierzulande nicht gesetzlich definiert und geregelt. Diskutiert wird dabei die Aufenthaltsdauer der Tiere auf der Weide. So leben viele Kühe den ganzen Sommer auf Weiden, andere lediglich einen Teil des Tages.

Echte Bio-Milch ist klar erkennbar an verschiedenen Bio-Siegeln wie Bioland, Naturland, Demeter, Biopark, Biokreis oder Bio nach EU-Ökoverordnung. Im Hinblick auf Nährwerte wie Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate sind alle Sorten vergleichbar. Es bleibt also eine Frage des persönlichen Geschmacks.


Autorin:

Kirsten Metternich von Wolff
Diätassistentin DKL und DGE
Hildeboldstraße 5, 50226 Frechen-Königsdorf

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2021; 70 (7) Seite 7

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Ähnliche Beiträge

Diabetes-Anker-Podcast: 25 Jahre „Diabetes-Kids“ – im Gespräch mit Michael Bertsch
Aus persönlicher Not wurde eine große Community: Als Michael Bertschs Tochter mit anderthalb Jahren Typ-1-Diabetes bekam, fehlten brauchbare Infos für Familien. Heute, 25 Jahre später, erreicht „Diabetes-Kids" jährlich hunderte Betroffene – mit Events, Beratung und Vernetzung. In dieser Podcast-Folge gibt er einen Einblick.
Diabetes-Anker-Podcast: 25 Jahre „Diabetes-Kids“ – im Gespräch mit Michael Bertsch | Foto: MedTriX / privat

2 Minuten

Kochen im Freien: Sommer, Sonne, Grillgenuss
Der Duft von aromatischen Leckereien zieht durch die Luft, gefolgt vom Zischen auf dem Rost. Wenn im Sommer die Sonne lange scheint, wird nahezu überall gegrillt. Was gehört auf den Grill? Wie lässt sich das Ganze raffiniert variieren? Und: Ist Grillen eigentlich gesund? Kirsten Metternich von Wolff erklärt, was Sie zum Grillgenuss wissen müssen.
Kochen im Freien: Sommer, Sonne, Grillgenuss | Foto: ivanko80 – stock.adobe.com

4 Minuten

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
  • Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

  • moira postete ein Update vor 4 Wochen

    Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
    War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?

Verbände