- Ernährung
Kolumne | Zum guten Schluss: Essen stört nur – dank Infekt 100 Prozent im Zielbereich
2 Minuten

Unsere Kolumnistin Jana Einser hatte kürzlich mit einem Infekt zu kämpfen, mit allen unwillkommenen Symptomen. Auch der Appetit litt darunter, mit kuriosen Folgen: Ihre Blutzuckerwerte waren einige Zeit zu 100 Prozent im Zielbereich.
Krank zu sein, ist eigentlich nicht so schön. Gut, krank sind wir mit unserem Typ-1-Diabetes sowieso chronisch, aber wie sagen wir so gern: Wir sind bedingt gesund und können nahezu alles auch mit dem Diabetes machen! Aber es gibt ja noch andere Krankheiten, zum Beispiel die akuten. Leichte Erkältungen gehören dazu, manchmal auch heftigere Infektionen der Atemwege, hin und wieder eine Magen-Darm-Verstimmung. Aber wie uns die letzten Jahre gelehrt haben, gibt es da noch so etwas wie Corona-Viren. Und sei man noch so oft geimpft – erwischen können einen die kleinen Biester trotzdem.
Genau das passierte mir vor Kurzem. Ich fühlte mich matt, ich musste stärker husten. Mein Appetit war bei Null. Ich faulenzte also im Bett, mummelte mich gut ein, hustete vor mich hin. Zu trinken stand genug an meinem Bett – aber Lust, etwas zu essen, hatte ich überhaupt nicht. Eigentlich war es mir in dieser Situation ziemlich egal, was meine Glukosewerte machten – wichtig war mir nur, dass mich mein System zur automatisierten Insulin-Dosierung (AID) weder in zu niedrige Werte beförderte noch in zu hohe. Letzteres war bei einer Infektion das eindeutig Wahrscheinlichere.
Keinen Appetit wegen Infekt … und dadurch 100 Prozent im Zielbereich
Ich vertraute natürlich auf die Alarme des Systems, die mich vor entsprechenden Ausreißern warnen würden, auch wenn ich schlief. Aber es kamen keine Alarme wegen zu tiefer oder zu hoher Werte! Das System meldete sich nur mal, weil es die von mir erlaubte höchste Insulinmenge wiederholt selbstständig abgegeben hatte. Es powerte also ordentlich Insulin in meinen Körper, eben typisch für die Infektion. Aber das Ergebnis war für mich gigantisch: Ich war krank – und meine Zeit im Zielbereich, also die Time in Range oder TIR, lag bei 100 Prozent!
Dumm war, dass nach wenigen Tagen mein Appetit zurückkehrte. Ich begann wieder, Essbares zu mir zu nehmen – und meine Time in Range sank in die Bereiche, die ich sonst gewohnt bin. Schade eigentlich. Sehr beruhigt war ich da, als bei einem Diabetes-Kongress in einem Vortrag über AID-Systeme ein sehr erfahrener Diabetologe, der selbst Typ-1-Diabetes hat, sagte: “Wir haben zwei Achillesfersen bei AID: einerseits Essen und Trinken – für unser Leben essenziell – und natürlich Sport.” Ich habe es gemerkt …

von Jana Einser
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2024; 72 (4) Seite 82
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olivers postete ein Update vor 1 Tag, 5 Stunden
Hallo Zusammen!
Ich bin ein T3er und freue mich Gleichbetroffene zwecks Erfahrungsaustausch zu finden. Bin im Frankfurter Raum, aber auch im Heidelberger Raum unterwegs.
Liebe Grüße
Oliverzojou96 postete ein Update vor 2 Tagen, 7 Stunden
Hallo, ich bin DT1 und trage seit etwa 1 Jahr eine Omnipod-Pumpe. Letztere löst seit mehrere Monaten eine Hautallergie an der Platzierungsstelle aus. Ich habe es bereits mit dem Cavillon-Spray und Pflastern (derzeit Omnifix von Hartmann und Unterpatch von My Sweet Stitch) für empfindliche Haut unter dem Pod probiert. Es hilft aber leider nicht oder nur bedingt, da auch mit Spray die Allergie ausgelöst wird und die Schutzpflaster nicht lange haften. Hat jemand vielleicht eine ähnliche Erfahrung gemacht und eine gute Lösung gefunden? Ich würde gerne weiterhin eine Pumpe tragen, wäre aber auch bereit das Modell zu wechseln, wenn es das Problem mit der Allergie löst. Ich bin um jeden Rat dankbar. Vielen Dank im Voraus 🙂
darktear postete ein Update vor 2 Tagen, 23 Stunden
Hallo,
hat irgendwer der den Libre3 benutzt auch so massive Probleme ?
Mein Kind hat ständig Ärger mit seinen Sensoren,selten wo mal einer durchhält. Entweder dauernd Sensorfehler oder ein neuer Sensor sitzt und nach kurzer Zeit kommt bitte neuen Sensor starten.
Das kann ja nicht sein,ich hab selten mal einen Sensorfehler.
Als ich das letzte mal bei denen angerufen hatte ,meinte dieser “sehr freundliche” Mitarbeiter nur es kann nicht sein das die so viele Fehler haben,es gab keinen Ersatz.
Müßen wir jetzt ernsthaft selber Sensoren bezahlen?
Weil bis der Nachschub kommt dauert es noch 🙁LG Sandra
- olivers antwortete vor 1 Tag, 5 Stunden
Nun, ich weiß nicht, was ihr alles probiert habt. Aber Handyneustart, Bluetooth neu aktivieren, Akku muss genug Kapazität haben. Vielleicht ist der Sensor auch locker, Schweiss hat auch immer bei mir Schwierigkeiten gemacht (wird beim Kind nicht sein).
Gruß Oliver



