Minister Özdemir stellt Gesetzesvorhaben für mehr Kinderschutz in der Werbung vor

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Minister Özdemir stellt Gesetzesvorhaben für mehr Kinderschutz in der Werbung vor
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Minister Özdemir stellt Gesetzesvorhaben für mehr Kinderschutz in der Werbung vor

Um die Gesundheit von Kindern zu schützen, hat Bundesminister Cem Özdemir Pläne für einen besseren Kinderschutz in der Werbung vorgestellt. Nach einem Gesetzentwurf des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) soll an Kinder gerichtete Werbung für Lebensmittel mit zu viel Zucker, Salz oder Fett künftig nicht mehr erlaubt sein. Das Vorhaben ist im Koalitionsvertrag verankert.

Der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Cem Özdemir hat einen Gesetzentwurf zur Regulierung von Lebensmittelwerbung für Kinder vorgestellt. Dem Entwurf zufolge soll Werbung für Lebensmittel mit zu hohem Zucker-, Fett- oder Salzgehalt nicht mehr erlaubt sein, wenn sie an Kinder gerichtet ist. Insgesamt soll damit die Gesundheit von Kindern geschützt werden. Denn der übermäßige Verzehr von Lebensmitteln mit diesen Inhaltsstoffen kann zu gesundheitlichen Problemen wie Übergewicht und Typ-2-Diabetes führen.

Die Einhaltung der Höchstwerte für den Gehalt an Gesamtfett, gesättigten Fettsäuren, Gesamtzucker, zugesetztem Zucker, Süßungsmitteln, Salz und/oder Energie pro 100 g Lebensmittel sollen an das Nährwertprofilmodell der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gebunden werden. Ausgenommen sind Milchprodukte (hinsichtlich des Fettgehalts) und Säfte ohne zusätzlichen Zucker oder Süßungsmittel.

Besserer Kinderschutz in der Werbung: Das umfasst der Gesetzentwurf von Özdemir

Der Gesetzentwurf definiert Kinder als alle unter 14-Jährigen. Werbung für entsprechende Lebensmittel ist demnach an Kinder gerichtet, wenn die Werbung direkt an Kinder adressiert ist oder Kinder durch das Werbeumfeld oder den Kontext der Werbung beeinflusst werden können (z.B. durch Kinder als Darsteller, auf Kinder ausgerichtete Aufmachung oder speziell auf Kinder abzielende Sprache). Die Regulierung soll für alle Medien gelten, die für Kinder relevant sind, so bspw. auch für Radio- und TV-Übertragungen zwischen 6 und 23 Uhr sowie für Influencermarketing auf Social Media. Auch Außenwerbung in der Nähe von Kitas, Schulen oder Freizeiteinrichtungen für Kinder sind darin eingeschlossen. Zudem soll an Kinder gerichtetes Sponsoring, das auf Lebensmittelprodukte mit hohem Zucker-, Fett- oder Salzgehalt basiert, ebenfalls nicht mehr zulässig sein.

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➤ Discounter Lidl will an Kinder gerichtete Werbung für ungesunde Lebensmittel beenden

Kinder werden täglich mit Werbung für Lebensmittel mit hohem Zucker-, Fett- oder Salzgehalt beeinflusst. Durch die gestiegene Mediennutzung während der COVID-19-Pandemie hat sich die Situation weiter verschärft. Im Durchschnitt sieht ein Kind pro Tag 15 Werbespots für ungesunde Lebensmittel. Kinder essen doppelt so viele Süßigkeiten und snacken mehr, als Obst und Gemüse zu sich zu nehmen. 15 Prozent der deutschen Drei- bis Siebzehnjährigen sind übergewichtig, knapp sechs Prozent adipös, also stark übergewichtig, wie Studien zeigen. Übergewicht im Kindesalter führt zu einem erhöhten Risiko für ernährungsbedingte Krankheiten und kann psychische und physische Belastungen verursachen. Darüber hinaus werden Lebensstil und Ernährungsgewohnheiten im Kindesalter geprägt und wirken im Erwachsenalter stark nach.

Fachverbände unterstützen das Gesetzesvorhaben des Bundesministeriums für Ernähung

Die Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK), einen Zusammenschluss von medizinischen und wissenschaftlichen Fachverbänden, begrüßt den Entwurf als Meilenstein für die Kindergesundheit. Das WHO-Nährwertmodell sei die ideale Grundlage für die Werbebeschränkung, ebenso sei ein komplettes Verbot der Werbung für ungesunde Lebensmittel in allen Medien notwendig. Die Werbebeschränkung light, die nur im Umfeld klassischer Kindersendungen greift, wäre zum Scheitern verurteilt, so Barbara Bitzer, DANK-Sprecherin und Geschäftsführerin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Die Pläne stoßen bei einem breiten gesellschaftlichen Bündnis von Wissenschaft und Ärzteschaft sowie Krankenkassen und Elternverbänden auf Unterstützung, auch eine Mehrheit der Bevölkerung befürwortet sie.


von Gregor Hess

Gregor Hess ist Medizin-Redakteur und Chef vom Dienst der Website des Diabetes-Ankers. Er ist darüber hinaus verantwortlicher Redakteur für das Portal diabetologie-online.de und arbeite zudem mit an der diabetes zeitung, dem Diabetes-Anker-Magazin sowie weiteren digitalen MedTriX-Projekten.

mit Materialien des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK)

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Woche

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 2 Tagen

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