Nutri-Score motiviert Lebensmittel­hersteller zu gesünderen Produkten

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© Robert Kneschke – stock.adobe.com
Nutri-Score motiviert Lebensmittel­hersteller zu gesünderen Produkten

Da, wo der Nutri-Score bereits eingesetzt wird, zeigt er Wirkung: Die französische Supermarktkette Intermarché will die Rezepturen von über 900 Eigenprodukten ändern, um eine bessere Nutri-Score-Bewertung zu erzielen, eine belgische Supermarktkette senkt die Preise für 100 Produkte mit der Nutri-Score-Bewertung A und B um 20 bis 50 Prozent und Aldi Schweiz führt Nutri-Score auf Eigenmarken ein.

Die Lebensmittelampel Nutri-Score motiviert Lebensmittelhersteller, ihre Produkte gesünder zu gestalten. Das zeigt sich gerade in Frankreich: Die Supermarktkette Intermarché hat angekündigt, die Rezepturen von über 900 Eigenprodukten zu verändern – so dass diese die Nutri-Score-Bewertung A, B oder C bekommen (gesundheitlich sehr günstig bis mittelmäßig).

Zeitgleich senkt die belgische Supermarktkette Delhaize die Preise für 100 Produkte mit Nutri-Score A und B um 20 bis 50 Prozent. „Der Nutri-Score löst offenbar im Ausland einen Innovations- und Marketingschub in Richtung gesunde Ernährung aus“, sagt Barbara Bitzer, Sprecherin der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK). „Genau diesen brauchen wir auch in Deutschland dringend.“

Und in Deutschland? Ernährungsministerin Klöckner zögert nach wie vor

In Deutschland hat sich gerade mit dem Unternehmen HAK ein weiterer Lebensmittelhersteller zum Nutri-Score bekannt. Auch Aldi Schweiz hat angekündigt, ab 2020 den Nutri-Score auf seinen Eigenmarken einzuführen. Damit ist Deutschland demnächst geradezu umzingelt vom Nutri-Score.

Dennoch erwägt Ernährungsministerin Julia Klöckner weiterhin die Option, in Deutschland ein eigenes, einfarbiges Label einzuführen. „Frau Klöckner sollte die Macht des Faktischen anerkennen“, sagt Bitzer, „der Nutri-Score ist das Label, das sich europaweit bei den Unternehmen durchsetzt und sogar kreativ genutzt wird. Zudem bringt er genau die Innovationen bei Fertigprodukten, die die Ministerin auch für Deutschland erreichen möchte.“

Nutri-Score – schnell erklärt


Der von französischen Wissenschaftlern entwickelte Nutri-Score ist ein farbiges System der Lebensmittelkennzeichnung. Dabei wird aus eher günstigen Inhaltstoffen (z.B. Obst, Gemüse, Ballaststoffe) und eher ungünstigen Inhaltsstoffen (z.B. Zucker, gesättigte Fettsäuren) ein Gesamt-Punktwert berechnet.
Je nach Wert wird das Produkt auf der Vorderseite der Verpackung mit einem Buchstaben und einer Farbe auf einer fünfstufigen Skala gekennzeichnet, von einem dunkelgrünen A bis zu einem roten E.

Über 35 wissenschaftliche Studien zeigen, dass der Nutri-Score von den Verbrauchern am besten verstanden wird und am stärksten dazu führt, dass diese gesündere Produkte einkaufen und somit auch ihre Gesundheit fördern. „Auch die Hersteller und Supermärkte erkennen immer mehr die Chancen, die sich aus dem Nutri-Score ergeben“, sagt Bitzer, „umso bedauerlicher ist es, dass der Lebensmittelverband Deutschland diesen Trend verpasst.“


Über die Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK)

Die Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) ist ein Zusammenschluss von 22 medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften, Verbänden und Forschungseinrichtungen, der sich für Maßnahmen zur Verhinderung von Krankheiten wie Adipositas, Diabetes, Krebs und Herz-Kreislaufkrankheiten einsetzt.


Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK)

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  • kety22 postete ein Update vor 6 Tagen, 7 Stunden

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  • mr postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen

    Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.

    • Hallo mr,

      Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.

      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?