- Aus der Community
O’zapft is – mit Diabetes auf der Wiesn
3 Minuten
Zugegeben: In diesem Jahr habe ich keine Lust auf das Dirndl-Outfit und auf das volle Programm inklusive Besuch im vollen Bierzelt. Ich bin mal wieder zu Besuch in meiner Heimat München – Berufliches und Privates lässt sich „dahoam“ gerade gut verbinden. Zufällig ist derzeit Oktoberfest – man hört es, man sieht es und man riecht es direkt, wenn man in der Stadt ankommt. Als gebürtige Bayerin, die zehn Jahre lang direkt an der Wiesn gewohnt hat, ist aber zumindest ein Spaziergang über die Wiesn ein Pflichttermin.

Susanne im Dirndl auf der Wiesn 2016. (© Susanne Löw)
Und da werden Erinnerungen an meine vielen, vielen Wiesn-Besuche wach … Rucksäcke und große Taschen sind seit einigen Jahren auf der Theresienwiese verboten – aus Angst vor terroristischen Anschlägen. Als Diabetikerin habe ich mir aber ohnehin schon immer die Frage gestellt: Wohin mit dem nötigen Diabetes-Equipment, das man braucht, das aber beim Feiern und Schunkeln zwischen und auf den Bierbänken weder stören noch abhandenkommen soll? Ich hatte in den letzten Jahren (m)eine ideale Lösung gefunden.

Circa sechs Millionen Besucher strömen jedes Jahr auf die Wiesn. (© Susanne Löw)
Hier die „Minimal-Ausrüstung“: PDM des mylife OmniPods und Traubenzucker landeten jeweils in den Dirndltaschen (ja, Dirndl haben auch Taschen!), Geldscheine verstaute ich im BH – und den Hausschlüssel im Schuh. Vorzugsweise bei langen Wiesn-Aufenthalten nahm ich auch zusätzlich Stechhilfe und Teststreifen in einer „Minihandtasche“ mit, die ich diebstahlsicher eng an der Frau trug. Vor meiner OmniPod-Zeit hatte ich meine Schlauchpumpe außerdem stilecht an ein Strumpfband unter dem Dirndlrock geclipt.
Logistische und kulinarische Herausforderungen
Heute reicht neben dem PDM und Traubenzucker zum Blutzucker-Messen mein Handy mit der App für das FreeStyle Libre – wobei ich bei meinem spätabendlichen Spaziergang in der Gasse mit den Bierzelten „Marstall“, „Schottenhammel“ und „Löwenbräu“ hin zum Riesenrad bemerke, dass ich meinen Arm mit dem Sensor instinktiv vor den torkelnden Massen schütze – aus Angst davor, dass ein unsanfter Rempler zum jähen Sensor-Ende führt …
Auch kulinarisch ist die Wiesn jedes Jahr eine Herausforderung für Diabetiker (und Figurbewusste), denn im Angebot sind viele Kohlenhydrate, viel Fettiges – und viel Alkohol. Meine klassische Wiesn-Brotzeit – eine Riesenbrezn, eine Maß Bier und ein Wiesn-Hendl – kommt mal eben schnell auf 1.500 Kilokalorien. Um den Blutzucker im Griff zu behalten, ist für diese Kombi immer ein verzögerter Bolus nötig.
Zu berücksichtigen und nicht zu unterschätzen bei der Insulinabgabe: Das Maßkrugstemmen bei jedem gesungenen „Prosit der Gemütlichkeit“ und die Tanzeinlagen zu den Wiesnhits der Blaskapellen wie „Tage wie dieser“ der Toten Hosen oder „Schickeria“ der Spider Murpy Gang wirken neben dem Alkohol des Biers ebenfalls blutzuckersenkend! Da helfen im Fall des Unterzucker-Falls die kandierten Nüsse und andere süße Versuchungen, die es zuhauf auf der Wiesn gibt, wenn man genug von den Menschenmassen hat und das Bierzelt verlässt, um frische Luft zu schnappen …
Das „Teufelsrad“ – Simpel, aber gut

Kein Oktoberfest ohne Riesenrad. (© Susanne Löw)
Kein Wiesn-Besuch ohne Fahrt mit einer der Attraktionen: Freefall-Tower, Achterbahn mit Fünfer-Looping oder Wilde Maus – je doller, desto besser! Dass dabei nicht nur Schuhe und Brillen, sondern auch das Diabetes-Equipment vor einem Sturz aus der Höhe gesichert werden sollten, versteht sich von selbst.
Mein persönliches Highlight ist aber nach wie vor das „Teufelsrad“, ein Klassiker auf der Wiesn, der getreu dem Motto „Simpel, aber gut“ die Besucher auch heute noch anzieht: Eine Scheibe in einer Art Zirkusmanege dreht sich immer schneller und schneller, die Freiwilligen auf der Scheibe müssen versuchen, möglichst lange nicht abzurutschen – und all das wird unter dem Johlen der Zuschauer charmant und unterhaltsam von einem Ur-Bayern kommentiert. Da bekommt jeder sein Fett weg, ob Diabetiker oder nicht. Die „normalen“ Risiken eines Besuchs des Oktoberfests drohen eben immer. Katerstimmung am nächsten Tag inklusive …
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lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Stunden, 23 Minuten
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 4 Tagen
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!-
calvin240 antwortete vor 1 Woche, 4 Tagen
Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
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uho1 antwortete vor 1 Woche, 3 Tagen
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
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calvin240 antwortete vor 1 Woche, 2 Tagen
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße
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stephanie-haack postete ein Update vor 1 Monat
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

