Pfirsiche, Aprikosen, Nektarinen

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© Kirchheim/Bernhard Kölsch
Pfirsiche, Aprikosen, Nektarinen

Kugelrund, samtig, fruchtig und saftig – wie hätten Sie es denn gern? Mit diesen Attributen sind sie alle ausstaffiert, und es ist schon ein wahrer Genuss, in einen saftigen Pfirsich oder eine Nektarine zu beißen, ihr Aroma zu schmecken und den herrlichen Duft zu schnuppern. Wer es etwas säuerlicher mag, kommt bei Aprikosen auf seine kulinarischen Kosten. Das gesunde Fruchttrio passt ideal zum Diabetes, ist kalorienarm und fettfrei.

Ganz gleich, ob Pfirsich, ihre Schwester mit glatter Haut und Namen Nektarine oder die Miniversion als Aprikose: Jetzt entpuppt sich das volle Bukett fruchtiger Aromen aus der Obstwelt. Nicht nur pur sind sie ein echter Hochgenuss: Sie passen wunderbar in süße und pikante Leckereien. Es müssen nicht immer nur Äpfel sein, die als Snack oder Bestandteil von Kuchen, Salaten oder in Füllungen vorkommen: Wie wäre es mit kulinarischer Abwechslung mit diesem Sommertrio?

Sonnige Versuchung: Aprikosen

Ihr Mantel ist samtig fein, mal in Orange, mal in Gelb. Auf ihrer Sonnenseite erröten sie leicht und färben sich dabei etwas dunkler. Damit auch alles gut hält, hat der Mantel eine Naht, die vom Stiel bis zum Blütenende verläuft. So steht es ums Äußere der Kugeln mit einem Durchmesser von etwa 4 bis 8 Zentimeter. Sind sie reif, lässt sich ihr Stein leicht aus dem weiß-gelben Fruchtfleisch lösen. Sie reifen nicht nach – deshalb empfiehlt es sich, vollreife Früchte zu kaufen und diese innerhalb von drei bis vier Tagen zu verarbeiten.

Je intensiver ihr Duft ist, desto besser steht es um ihren Reifegrad. Es lohnt sich also, im Geschäft an ihnen zu riechen. Erscheinen sie dann noch in prallem, unverletztem Mantel, dürfen sie in den Einkaufskorb. Zu Hause bleiben sie etwa vier Tage frisch, wenn sie bei Zimmertemperatur darauf warten, vernascht zu werden. Wer ihren wunderbaren Geschmack konservieren möchte, kann sie einfrieren, zu Mus, Konfitüre oder einem fruchtigen Kuchen verarbeiten (siehe unser Rezept dazu).

Sie punkten seitens ihrer Vielseitigkeit und ihres süßen Geschmacks mit leicht säuerlicher Note. Auch mit Vitaminen und Mineralien (siehe Vitalstoffübersicht auf Seite 68) wird der Körper dank Aprikosen gut versorgt. Die Saison heimischer Früchte geht noch bis September: Wie wäre es also mit ein paar köstlichen Kugeln als Snack oder im Kuchen?

Pfirsiche: samtige Sommerkugeln

Sie ummantelt ein samtiger Pelz, doch kalt ist ihnen nicht; ihre Form ist kugelrund, doch ein Schneeball ist es nicht; ganz im Gegenteil: Pfirsiche sind der Inbegriff des Sommers. Ihre Hochzeit ist jetzt in vollem Gang. Die meisten Exemplare hierzulande werden aus Südeuropa importiert. Spät reifende Sorten haben ein besonders intensives Aroma.

Das ursprünglich aus China stammende Steinobst wird dort seit über 6.000 Jahren angebaut. Den alten Römern sei Dank, dass die Pfirsiche hierzulande bekannt wurden. Eng verwandt sind die Früchte mit Nektarinen, Aprikosen und auch Mandeln. Im Grunde unterscheiden sie sich von Nektarinen in ihrer Schale. So ist es kein Wunder, dass sie auch als glattschalige Pfirsiche bezeichnet werden.

Zurück zu den Pfirsichen: Ihre flaumige Behaarung macht sie also samtweich. Sie präsentieren sich grünlich-gelb, orange oder in zartem Rot. Ihr überaus saftiges Fruchtfleisch ist weiß, orange oder leicht rot. Reinbeißen und genießen – herrlich und eine der leckersten Möglichkeiten, Pfirsiche und Nektarinen zu essen.

Maximal drei bis vier Tage im Gemüsefach lagern

Diese beiden bieten dem Körper lebenswichtigen Vitalstoffe, wie Sie in der Übersicht in Abbildung 1 (siehe linke Spalte) sehen können. Die Haut von Pfirsichen und Nektarinen sollte ohne Dellen und Druckstellen sein. Haben die prallen Früchte einen aromatisch-süßlichen Duft, sind sie vollreif und von bester Qualität, denn sie reifen nur ganz wenig nach. Werden sie nicht direkt verarbeitet, lagern Sie sie maximal drei bis vier Tage im Gemüsefach, sonst leiden Geschmack und Aroma.

Waschen Sie sie vor dem Verzehr kalt, trocknen sie sanft, halbieren oder vierteln sie und lösen den Stein aus. So eignen sie sich auch zum Einfrieren. Falls sich Früchte nur schwer vom Stein lösen, schneiden Sie sie mit einem scharfen Messer in vier gleich große Teile ein und lösen jedes Viertel mit dem Messer vom Stein. Je reifer die Früchte sind und je besser ihre Qualität ist, desto einfacher lässt sich der Stein aus der Frucht lösen.

Wer die Wahl hat, hat die Qual

Wer vollreife Früchte kauft, dem ist ein himmlischer Fruchtalarm garantiert. Pfirsich- und Nektarinenhälften schmecken nicht nur auf Eis sehr lecker. Auch zu Schnitzel und Geflügel passen sie perfekt: Gratinieren Sie sie dazu einfach mit einer Scheibe Käse. Wer die Kombination aus süß und pikant mag, füllt die Pfirsiche und Nektarinen mit Frischkäse, beispielsweise Ricotta oder von der Ziege, so wie im Rezeptteil beschrieben.

Ab damit auf den Grill: Warum nicht?

Grillen klappt mit den großen Fruchtkugeln prima – in Scheiben, Hälften oder Viertel geschnitten. Etwas Meersalz und frisch gemahlenen Pfeffer dazu – schon schmeckt jedes Grillfleisch sehr besonders.

Auch für Flüssiges kommen die Pfirsiche in Frage: Toll für Kindergeburtstage sind Kullerpfirsiche. Piksen Sie dazu Früchte ringsum mit einem Zahnstocher und tun Sie sie in bauchige Gläser, die mit Mineralwasser oder zuckerfreier Zitronenlimo light oder zero gefüllt sind. Die Kugel dreht sich so lange, bis die Kohlensäure weicht.

Eine fruchtig-saftige Note geben alle drei Blattsalaten. Schneiden Sie sie dazu in Würfel oder Streifen, mischen sie mit Vinaigrette oder geben sie auf den fertigen Salat.

Freuen Sie sich auf diese köstlichen Sommerfrüchte und genießen sie diese jetzt regelmäßig. Denn alle drei sind fettfrei, kalorienarm, und ihr Kohlenhydratgehalt hält sich im überschaubaren Rahmen, wie Sie in unserer Tabelle sehen können. In diesem Sinne: Genießen Sie den Sommer mit Aprikosen, Nektarinen und Pfirsichen.


von Kirsten Metternich
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-online.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2016; 65 (8) Seite 64-67

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  • schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche

    Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • calvin240 antwortete vor 1 Woche

      Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • uho1 antwortete vor 1 Woche

      @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

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