Pflaumenmus: fettfrei, aber oft viel Zucker

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© Natalia Greeske - Fotolia
Pflaumenmus: fettfrei, aber oft viel Zucker

Würzig-süß mit einer Prise Zimt in cremiger Konsistenz: Das ist der Klassiker aus herbstlichem Saisonobst. Gekaufte Produkte sind fettfrei, aber oft zuckerreich.

Es schmeckt pur oder mit Frischkäse auf Brot, in Kuchenfüllungen, Lebkuchen, Desserts und sogar in deftigen Fleischsaucen: Pflaumenmus! Bei gekauften Produkten wird dem Mus beispielsweise weißer Zucker, brauner Zucker oder Glukose-Fruktose-Sirup zugesetzt. So enthält eine 20-g-Portion im Schnitt 10 g Kohlenhydrate, davon 9 g Zucker, kein Fett oder Eiweiß und 40 Kilokalorien. Doch es geht auch ohne Zuckerzusatz: Wer sein Pflaumenmus selbst kocht, spart Energie, Zucker und Kohlenhydrate.

3 Kilo Pflaumen, 2 Stunden Kochzeit

Selbst gekochtes Mus schmeckt weitaus fruchtiger und intensiver als gekaufter Zuckeraufstrich. Kochen Sie das Mus nach den folgenden Angaben, dann enthält eine 20-g-Portion gerade einmal 10 Kilokalorien und 2,5 g Kohlenhydrate durch den natürlichen Fruchtzuckergehalt. Zum Muskochen brauchen Sie 3 Kilo Pflaumen, einen Teelöffel gemahlenen Zimt und eventuell einen Spritzer Zitronensaft. Wer es mit einer besonderen Note mag, kann noch einen Teelöffel Lebkuchen- oder Spekulatiusgewürz dazugeben. Dank des natürlichen Pektingehalts von Pflaumen braucht es kein zusätzliches Geliermittel. Besonders gut schmeckt und gelingt es aus vollreifen Früchten:

Waschen und putzen Sie das Obst und schneiden es in kleine Stücke. Füllen Sie die Früchte mit Gewürzen und Säure in einen feuerfesten Bräter/eine Auflaufform und garen sie ohne Deckel im vorgeheizten Ofen bei 200 °C (Umluft 180 °C). Damit Feuchtigkeit aus den Früchten entweichen kann, klemmen Sie einen Holzkochlöffel in die Backofentür. Rühren Sie hin und wieder um, damit die Masse sämig wird. Pürieren Sie sie anschließend mit einem Passierstab sämig und füllen sie das Mus in vier bis fünf saubere, fest verschließbare Gläser. Lagern Sie angebrochene Gläser im Kühlschrank.


von Kirsten Metternich von Wolff
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2018; 67 (10) Seite 9

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  • kety22 postete ein Update vor 6 Tagen, 2 Stunden

    Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?

    • Hallo!
      Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
      Allerdings habe ich kaum noch Unterzucker seit ich meine Insulinpumpe habe.
      Vielleicht hilft das etwas – viel Glück

  • katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 1 Woche, 5 Tagen

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  • mr postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen

    Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.

    • Hallo mr,

      Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.

      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?