- Ernährung
Politik muss gesunde Ernährung endlich fördern
2 Minuten

Anlässlich der Grünen Woche fordern Diabetesorganisationen, dass Verbraucherrechte in Sachen Lebensmitteln mehr geschützt werden und schlagen mehrere Maßnahmen vor.
Die heutige Eröffnung der Grünen Woche, der weltgrößten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau, nehmen die Diabetesorganisationen diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe, Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD) und Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) zum Anlass, um auf die Schieflage der gesunden Ernährung in Deutschland hinzuweisen.
Gesunde Ernährung müsse mehr wert sein als die Marketinginteressen der Lebensmittelindustrie. Dem Ziel “Gesunde Ernährung stärken” sollte im geplanten Präventionsgesetz mehr Priorität eingeräumt werden.
Verbraucherbildung und -information gegen Marketingstrategien
“Maßnahmen zur Stärkung gesunder Ernährung tragen zur Prävention lebensstilbedingter Erkrankungen bei und müssen in Regelstrukturen verankert werden – alles andere ist nicht wirksam”, fordert Prof. Dr. med. Thomas Danne, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. “Angesichts der geschickten Marketingstrategien, die Übergewicht fördern und chronische Krankheiten wie Diabetes Typ 2 begünstigen, gehören Verbraucherbildung und -information ganz oben auf die politische Agenda.
Besonders unsere Kinder müssen wir davor schützen, täglich zu ungesunder Ernährung verführt zu werden, süßigkeitenfreie Supermarktkassen wären hier ein erster Schritt”, ergänzt der Chefarzt vom Kinderkrankenhaus Auf der Bult in Hannover.
Besteuerung, Werbeeinschränkung und Kennzeichnung
“Der Staat kann Menschen motivieren, gesundheitsabträgliche Lebensmittel und Getränke weniger stark zu konsumieren – z. B. durch eine sozial abgefederte, höhere Besteuerung von Produkten mit hohem Zucker- und Fettgehalt, durch Werbeeinschränkung für Kinder und eine verbraucherfreundliche Kennzeichnung von Kalorien, gesättigten Fetten, Zucker, Salz und Ballaststoffen auf der Schauseite der Lebensmittelverpackungen”, fordert Privatdozent Dr. med. Erhard Siegel, Präsident der DDG, gesunde Lebensmittel dagegen sollten steuerlich entlastet werden.
Die Diabetes-Organisationen sind sich einig, dass zum Thema gesunde Ernährung Nachbesserungsbedarf beim bevorstehenden Präventionsgesetz besteht. “Neben staatlichen Maßnahmen wie Vorschriften zu verständlicher Lebensmittelkennzeichnung sehen wir auch die Notwendigkeit, verstärktes Augenmerk auf verhaltenspräventive Möglichkeiten zu lenken”, führt Elisabeth Schnellbächer, Vorstandsvorsitzende des VDBD aus.
Das bei den Diabetesberatern und -assistenten angesiedelte Know-how und deren umfangreiche Erfahrung sollte auch in Hinblick auf Lebensmitteleinordnung und -auswahl als Voraussetzung für eine gesunde Ernährung im Präventionsgesetz verankert werden.
Und Jan Twachtmann, Vorstandsvorsitzender der Selbsthilfeorganisation der DDH-M, kritisiert: “Täglich kommen in Deutschland 1.000 neue Typ-2-Diabetiker hinzu. Die Erkrankten werden immer jünger und haben somit früher Folgeerkrankungen. Wann stellt sich die Politik ihrer Verantwortung, ihre Bürger vor dieser Gefahr zu schützen?”.
Pressemitteilung von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe
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thomas55 postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße