Praktisch, lecker, zeitsparend: Meal Prepping

3 Minuten

Community-Beitrag
Praktisch, lecker, zeitsparend: Meal Prepping

Essen ist ein elementarer Bestandteil unseres Lebens. Auf der Arbeit haben bestimmt viele von euch schon einmal das Problem gehabt, nicht genug Zeit für die Mittagspause zu haben. Das kann schnell dazu führen, dass man sich einfach irgendetwas zwischen die Zähne schiebt, was eben gerade greifbar ist, oder man sich nicht einmal genug Zeit für die Berechnung der BEs nehmen kann.

Aber auch Eltern von Kindern mit Typ-1-Diabetes werden das Problem kennen: Die Sprösslinge können zwar in der Kantine Mittagessen bekommen, allerdings ist es gerade für Kinder oft schwierig, die Portionen richtig zu berechnen.

Meal Prepping – die einfache Lösung

Für all diese Probleme gibt es eine einfache Lösung: Meal Prepping – zu Deutsch Essensvorbereitung.
Vor allem in der Fitnessszene beliebt, hat sich Meal Prepping auch für mich als Diabetiker als von unschätzbarem Wert herausgestellt.

Was genau ist Meal Prepping?

Die meisten, die ihr Essen vorkochen, machen das am Sonntag. Dabei werden verschiedene Komponenten für das Essen einer ganzen Woche vorbereitet und portioniert. Beim Meal Prepping verwende ich persönlich spezielle Boxen mit verschieden großen Fächern, um verschiedene Essenskomponenten platzsparend mitnehmen zu können.

Der Clou: Ob vegetarisch, vegan, Fleischesser, Low Carb oder kohlenhydratreich, süß oder herzhaft: Die Boxen können so vielfältig zusammengestellt werden, wie es für einen selbst am besten passt. Dabei kann man zeitsparend die ganze Woche über gesund essen und die BE-Berechnung ganz einfach zu Hause beim Portionieren vornehmen. Wenn man dann sein Mittagessen genießen möchte, kann man ohne groß nachzudenken loslegen.

Für Kinder mit Diabetes vereinfacht Meal Prepping das Mittagessen enorm. So können sie die aufgeschriebenen BE entweder in ihre Pumpe eingeben (lassen) oder die direkt ausgerechneten Insulineinheiten über ihren Pen abgeben (lassen). So werden Ungenauigkeiten und Unsicherheiten möglichst klein gehalten.

Zwei Vorschläge für die Meal-Prepping-Box

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Als Inspiration habe ich hier zwei Rezepte für euch. Die Angaben reichen für jeweils eine Box.

Am Sonntag vorgekocht, können die Mahlzeiten bis zum Donnerstag im Kühlschrank aufbewahrt werden. Für eine Person habe ich die Mengen jeder Box jeweils verdoppelt und die jeweils übrig gebliebenen Zutaten für die andere Mahlzeit benutzt. So bleiben keine Reste über und man muss nicht täglich das Gleiche essen.

Hühnchen in Tomatensoße

  • 1/4 rote Paprikaschote
  • 1/4 gelbe Paprikaschote
  • 1/4 Zwiebel
  • 100 g Hähnchenbrust
  • 1/4 Dose gehackte Tomaten (Dose mit ca. 400 g Tomaten)
  • 150 g Gemüse (z. B. Erbsen, Brokkoli, Bohnen)
  • 200 g Linsen (oder Reis, Nudeln, Kartoffeln)

Fajitas

  • 2 kleine Wraps
  • 1/4 rote Paprikaschote
    1/4 gelbe Paprikaschote
  • 1/4 Zwiebel
  • 100 g Hähnchenbrust
  • 1/4 Dose gehackte Tomaten (Dose mit ca. 400 g Tomaten)
  • Salz, Pfeffer, Kumin

Wenn ihr beide Rezepte gleichzeitig vorbereiten möchtet, so wie ich das gemacht habe, schneidet ihr einfach die Paprika, das Hühnchen und die Zwiebel in Streifen und bratet alles an. Dann löscht ihr diesen Mix mit den gehackten Tomaten ab und schmeckt es mit den Gewürzen kräftig ab.

Quelle: privat

Für die Fajitas halbiert ihr pro Box jeweils zwei Wraps und rollt sie platzsparend zusammen. Mit einem Klecks Crème fraîche bringt ihr etwas Frische in euer Essen.

Quelle: privat

Für das Hühnchen in Tomatensoße kocht ihr einfach zwei Portionen Linsen oder andere kohlenhydrathaltige Lebensmittel und zwei Portionen Gemüse. Lasst hier eurer Kreativität freien Lauf. Ihr könnt hier variieren, wie ihr möchtet.
Jetzt könnt ihr beim Portionieren der Mahlzeiten die einzelnen Komponenten einfach abwiegen und die Dose hinterher mit Post-its

versehen, damit die BE Menge auf einen Blick sichtbar ist.

Weitere Ideen für Boxen mit leckerem Inhalt

Weitere Ideen wären: Nudelsalat mit Falafel und Quarkdessert, Pita-Brote mit Salat und gebratenem Huhn, Nudeln mit Sauce und Salatbeilage, Pfannkuchen mit Apfelmus und Obst. Dabei könnt ihr die einzelnen Fächer der Dosen nutzen, um zu verhindern, dass euer Essen matschig wird, bevor ihr es essen wollt.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

——————————————————————————————————————————————————————————————-

Kleine Snacks für Arbeit, Schule und Büro – auch von Caro – findet Ihr in diesem Beitrag.

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Ähnliche Beiträge

Warum ich aufgrund meines Typ-1-Diabetes (vermutlich) keine Kinder haben möchte!
Olivia berichtet in diesem Beitrag über Ihre Gedanken zum Thema Kinderwunsch. Einige ihrer Freunde und Bekannten bekommen derzeit Kinder und auch sie hat sich die Frage gestellt: Möchte ich überhaupt Kinder bekommen? Und wenn nicht, warum denn nicht? Zu welchem Schluss sie gekommen ist und was ihre Typ-1-Diabetes-Erkrankung damit zu tun hat, erfahrt Ihr hier.

5 Minuten

Community-Beitrag
Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt: #51 | Necrobiosis Lipoidica – meine seltene Hauterkrankung
Mit 27 Jahren wurde bei Caro ein Typ-2-Diabetes diagnostiziert. Erfahrt in dieser Kolumne alles über ihre außergewöhnliche Reise als junge Frau mit Diabetes.
Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt – Meine seltene Hauterkrankung - Necrobiosis Lipoidica

5 Minuten

Community-Beitrag
Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist das neue Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
  • anseaticids postete ein Update vor 3 Tagen, 5 Stunden

    Wenn eine Diabetesdiagnose in eine Familie kommt, steht oft erst einmal alles Kopf.

    Besonders für Kinder bedeutet sie eine enorme Veränderung und für Eltern die tägliche Sorge: „Wird mein Kind in der Kita oder Schule gut begleitet? Ist es sicher? Kann es trotz Diabetes unbeschwert Kind sein?“

    Genau aus diesen Fragen heraus ist Hanseatic Kids entstanden: ein Herzensprojekt, das Kindern mit Diabetes im Alltag Sicherheit gibt und Familien entlastet.

    Wir möchten dafür sorgen, dass kein Kind aufgrund seines Diabetes auf Ausflüge, Spielzeiten oder Schulaktivitäten verzichten muss. Unsere Begleiterinnen und Begleiter sind speziell geschult und unterstützen
    individuell: beim Blutzuckermanagement, in Notfallsituationen, im Unterricht oder auf dem Pausenhof.

    So können Kinder lernen, wachsen und
    selbstständig werden und Eltern wissen, dass ihr Kind gut aufgehoben ist.
    Unsere Mission ist einfach:

    ✔ Kindern Sicherheit geben
    ✔ Familien den Alltag erleichtern
    ✔ Kita- und Schulteams entlasten
    ✔ und vor allem: jedes Kind dabei unterstützen, frei und unbeschwert aufzuwachsen, trotz Diabetes.

    Gerade in den ersten Wochen nach der Diagnose oder wenn Unsicherheiten bestehen, sind wir an der Seite der Familien. Gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften und Fachpersonal schaffen wir ein Umfeld, in dem Kinder sich wohlfühlen und ohne Angst lernen können.

    Dieses Projekt ist für uns mehr als Arbeit, es ist eine Herzensangelegenheit. Jedes Kind hat das Recht auf Teilhabe, Freude und Freiheit. Wir möchten dazu beitragen, dass dies Wirklichkeit wird.

    Wer mehr über unsere Arbeit erfahren oder Unterstützung anfragen möchte, kann sich jederzeit melden:
    📧 moin@hanseatic-kids.de
    📞 040 851 59 747

    Uploaded ImageUploaded Image
  • Passend zu den kommenden Osterferien: Ein Backtipp für die ganze Familie: https://diabetes-anker.de/eltern-und-kind/wenn-diabetes-mit-im-osternest-liegt-gemeinsames-backen-mit-den-kindern/

  • Viele Menschen mit Typ-1-Diabetes berichten, dass sich ihr Insulinbedarf im Verlauf des Menstruationszyklus verändert – oft deutlich spürbar, aber bisher kaum systematisch erfasst.

    Genau hier setzt die TIMES-Studie an. Wir möchten besser verstehen, wie sich der Zyklus auf Glukosewerte und Insulinbedarf auswirkt – und wie Betroffene damit im Alltag umgehen.

    👉 Wen suchen wir?
    Personen mit Typ-1-Diabetes (18–40 Jahre), wohnhaft in Deutschland, mit regelmässigem Menstruationszyklus und Nutzung eines automatisierten Insulinabgabesystems.

    👉 Was bedeutet die Teilnahme?
    Dauer: 6 Monate, bequem alles von zu Hause aus
    Erfassung von Insulin-, Zyklus- und Aktivitätsdaten
    Als Dankeschön: Clue-Abo (1 Jahr), Garmin-Uhr (zum Behalten) + Aufwandsentschädigung (siehe Flyer)

    Mit eurer Teilnahme helft ihr, Diabetes-Technologien zukünftig besser an zyklusbedingte Veränderungen anzupassen 💙

    Mehr Infos im Flyer 👇

    Uploaded Image
Verbände