- Ernährung
Reis – neu entdecken
4 Minuten
Reis enthält wenig Fett, ist sättigend und sehr wandelbar, kann weiß, braun, rot oder sogar schwarz sein und bewährt sich in süßen und pikanten Gerichten. Hauptanbaugebiet ist Asien, aber auch in Italien, Portugal, Spanien und Frankreich wird Reis gepflanzt. Sogar in der Schweiz gibt es Reisfelder! Entdecken Sie Reis ganz neu mit unseren raffinierten Rezepten und erfahren Sie von einer Reis-Expertin mehr über eine besondere Reissorte.
Wer nach Norditalien reist, in die Lombardei (Hauptstadt: Mailand), wird um die Gemeinde Robbio riesige Reisfelder entdecken. Der Reis, den wir essen, stammt eben nicht nur aus Asien! Aus Italien kommen z. B. Vollkornreis und verschiedene geschliffene Sorten für Risotto oder Milchreis. Nach wie vor wird in Europa und Asien bei Anbau und Ernte viel per Hand gemacht – im Reisanbau stecken viel Hingabe und auch Arbeit.
Reis: Weltweit rund 8.000 Sorten
Weltweit gibt es etwa 8.000 Sorten Reis. Damit die bis zu 1,60 Meter hohen Reispflanzen wachsen können, brauchen sie einen sumpfigen Untergrund. Nach der Ernte und dem Dreschen wird der noch braune Reis getrocknet und gereinigt. Um weißen Reis herzustellen, wird das Silberhäutchen maschinell vom Korn getrennt.
Aus der Reispflanze entsteht aber nicht nur das Nahrungsmittel Reis: Aus Reisstroh werden in Ostasien beispielsweise Hüte und Schuhe gefertigt, Kornhülsen dienen als Packmaterial und aus Bruchreis werden Wäschestärke, Klebstoff oder Puder gemacht.
Weißer oder brauner Reis?
Reis hat mit knapp 80 Prozent einen hohen Gehalt an Kohlenhydraten und sättigt deshalb gut. Außerdem sind in den Reiskörnern ein kleiner Anteil verdauungsfördernder Ballaststoffe, kaum Fett und wenig Eiweiß enthalten.
Beim Naturreis wurde das Silberhäutchen nicht entfernt – es liefert ein Plus an Magnesium, Kalium, Phosphor und Eisen, an den Vitaminen E, B6 und Niacin. Eine gute Wahl ist auch Parboiled-Reis, bei dem viele der Vitalstoffe aus dem Silberhäutchen unter Dampf und Wärme in den Reiskern gepresst wurden und so erhalten geblieben sind. Alle Reissorten sind glutenfrei und eignen sich ideal für Menschen mit Glutenunverträglichkeit (Sprue, Zöliakie). Auch wer einen sensiblen Magen und Darm hat, verträgt Reis sehr gut.
Ideal für die Vorratshaltung
Reis ist lange haltbar. Am besten füllt man ihn in eine fest verschließbare Dose und lagert ihn trocken und dunkel. Achtung: Gelb verfärbte Körner sind verschimmelt. Zeigen sich dunkle Körner, ist der Reis von Ungeziefer befallen. Beim Kochen gilt die Faustregel: ein Teil Reis, zwei Teile Kochflüssigkeit. Den Reis einmal aufkochen lassen und bei kleiner Hitze ausquellen, bis er gar ist.
Obwohl die Sortenvielfalt unendlich groß ist, wird Reis in zwei große Gruppen eingeteilt: Lang- und Rundkornreis. Als Regel zur Kohlenhydratberechnunggilt: 16 Gramm trockener Vollkorn- oder Parboiledreis enthalten jeweils 12 Gramm anrechnungspflichtige Kohlenhydrate.
Wer seine Reisportion vergrößern möchte, ohne zusätzlich Kohlenhydrate anzurechnen, gibt zehn Minuten vor Ende der Garzeit dünn geschnittene Zwiebelringe, geriebene Möhren oder Zucchini dazu. Auf natürliche Weise bekommt der Reis Farbe, wenn man Curry, Kurkuma, Matcha-Tee oder Tomatenmark mitkocht. Und wer den Reis pikanter mag, gibt ins Kochwasser statt Salz gekörnte Gemüsebrühe.
Langkornreis ist hart und glasig und bleibt beim Kochen körnig-trocken. Passt gut zu Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichten.
Beim Parboiledreis werden durch das Parboilingverfahren die meisten Vitamine und Mineralstoffe aus dem Silberhäutchen in das Innere des Reiskorns gepresst. Deshalb ist der Parboiledreis im Gegensatz zum Patnareis reich an B-Vitaminen. Ungekocht hat Parboiledreis eine leicht gelbliche Farbe.
Duftreis ist der Sammelbegriff für Basmati- und Jasminreis. Beim Kochen entwickeln diese Sorten einen zarten, asiatisch anmutenden Duft – deshalb ist Duftreis ideal für alle asiatischen Gerichte geeignet.
Vollkornreis wird nach der Ernte ent-spelzt und gereinigt. Das Silberhäutchen und der Keimling mit Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen bleiben aber erhalten. Daher ist Vollkornreis besonders gesund. Er hat einen kräftigen und nussigen Geschmack.
Rundkornreis wird sehr weich und klebrig. Besonders gut geeignet ist er für Desserts, Risotto und Sushi.
Sushireis ist besonders stärkehaltig. Beim Kochen wird ein Teil der Stärke ans Kochwasser abgegeben, wodurch die Körner verkleben.
Klebreis (auch Stäbchenreis genannt) ist sehr stärkehaltig und verklebt beim Garen. Deshalb ist er besonders zum Essen mit Stäbchen oder per Hand geeignet.
Milchreis kocht sehr weich und gibt viel Stärke ab. Besonders lecker schmeckt Milchreis als Dessert oder im Kuchen. Wird mit Milch, Soja- oder anderen veganen Milchsorten gekocht.
Risotto- oder Arborioreis kocht besonders cremig und hat trotzdem Biss. Der beste Reis für alle Risotto-Rezepte.
Interview: Was Sie schon immer über Reis wissen wollten …
… erklärt Nicoletta Gasperini. Die Norditalienerin arbeitet für den italienischen Reisproduzenten “Riso Gallo” und erklärt hier, warum es für Risotto einen ganz besonderen Reis braucht.
DJ: Bei italienischer Küche denkt man an Pasta. Doch ist Italien in Wirklichkeit nicht auch ein Reisland?
Nicoletta Gasperini: Absolut. Die italienische Küche hat einen reichen Schatz an wunderbaren Reisrezepten. Vom Norden bis zum Süden bedeutet Reis weit mehr als nur Risotto. Jede Region hat ihr eigenes Reisrezept – beispielsweise Risi e Bisi im Veneto, Reiskuchen in Ligurien oder gefülltes Gemüse in der Region Latium, um nur einige zu nennen.
DJ: Welche Reissorten werden in Italien angebaut?
Gasperini: Mehr als 70 verschiedene. Sicher sind die besten und auch bekanntesten nach wie vor Risottosorten wie Arborio und Carnaroli.
DJ: Was unterscheidet Risottoreis von anderen Sorten?
Gasperini: Risottoreis gehört zur Japonica-Gruppe. Diese Reissorten haben kurze, ovale bis rundliche Reiskörner. Die Körner haben einen hohen Anteil an Amylose (Stärkemehl). Das macht sie beim Kochen besonders widerstandsfähig, und sie können viel Flüssigkeit aufnehmen. Dadurch blähen sie auf und werden leicht klebrig – perfekt geeignet also für Reisgerichte wie Risotto, Suppen, Aufläufe, Milchreis und Desserts.
DJ: Thema Risotto: Welche Tipps haben Sie für ein perfektes Risotto?
Gasperini: Das Wichtigste ist natürlich der passende Reis, also unbedingt einen speziell für Risotto verwenden. Dazu guter Gemüse- oder Fleischfond, Parmesankäse und Zwiebelwürfel. Je nach Geschmack passen Gemüse, Fleisch oder Meeresfrüchte dazu. In der Lombardei ist Risotto mit Froschschenkeln eine Delikatesse. Die Frösche leben in den sumpfigen Reisfeldern, und so ist diese Tradition entstanden.
DJ: Es gibt sogar einen Gran-Riserva-Reis. Was ist das?
Gasperini: Gran Riserva ist der beste Reis der Welt, und es gibt davon nur eine geringe Menge. Strenge Regeln während des Herstellungsprozesses stellen die Premiumqualität dieses Jahrgangsreises sicher: Die Aussaatdichte wird bewusst niedrig gehalten, um die besondere Qualität zu wahren. Bei der Ernte werden Pflanzen aus dem Innersten des Reisfeldes bevorzugt.
Der Grund: Hier herrscht das beste Klima und die Beschaffenheit von Boden und Wasser ist optimal. Die Reiskörner reifen nach der Ernte noch nach; der Reifegrad erreicht seinen Höhepunkt nach einem Jahr. Gran-Riserva-Reis weist beim Kochen eine lang anhaltende Bissfestigkeit auf und zeichnet sich durch eine besonders hohe Aufnahmefähigkeit für Saucen aus. Wer also eine Reisdelikatesse kochen möchte, hat mit Gran Riserva etwas ganz Besonderes.
DJ: Frau Gasperini, vielen Dank für das Gespräch.
von Kirsten Metternich
Redaktion Essen & Trinken, Diätassistentin DKL, DGE
Hildeboldstraße 5, 50226 Frechen-Königsdorf,
Tel.: 0 22 34/91 65 41, Fax: 0 22 34/91 65 42,
E-Mail: info@metternich24.de
,
www.metternich24.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2016; 65 (1) Seite 68-72
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lelolali postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Für alle Höhen und Tiefen vor 5 Tagen, 22 Stunden
Hallo, ich bin noch ganz neu hier. Ich war heute beim T1day und bin dadurch auf den DiabetesAnker aufmerksam geworden. Ich bin Ende 20 und komme aus Berlin und bin auf der Suche nach anderen Menschen mit Typ 1 Diabetes (ungefähr in meinem Alter) zum Austauschen und Quatschen. Vielleicht hat ja jemand Interesse 🙂
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jasminj postete ein Update vor 6 Tagen, 5 Stunden
Hi,
Ich bin Jasmin und gerade auf dem t1day 🙂 hab seit 23 Jahren Diabetes, aktuell mit Ypsopump und G7. Bin entweder in Hamburg oder Berlin anzutreffen und freue mich auf Kontakte und Austausch!-
lelolali antwortete vor 5 Tagen, 22 Stunden
Hey Jasmin, ich war heute auch auf dem T1day, vielleicht hast du Lust auf Austausch 🙂
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jasminj antwortete vor 5 Tagen, 22 Stunden
@lelolali: Ich würde mich über Austausch und Kontakte sehr freuen. Gerne hier oder anders online und ansonsten bin ich aktuell alle ein bis zwei Wochen in Berlin – also ggf. auch gerne persönlich?
Wie hat Dir der Tag gefallen? -
lelolali antwortete vor 5 Tagen, 20 Stunden
@jasminj: Ja sehr gerne! Ich kann dir hier leider keine private Nachricht schreiben (werde auf die Startseite weitergeleitet) , funktioniert dies bei dir? 🙂
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jasminj antwortete vor 5 Tagen, 20 Stunden
@lelolali: funktioniert bei mir leider auch nicht. Ich wollte es mir morgen nochmal über die Webabsicht anschauen, vllt geht es da 🙂
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gregor-hess antwortete vor 5 Tagen, 1 Stunde
@jasminj & @lelolali: Leider funktionieren die DM aktuell tatsächlich nicht, sorry! Wir kümmern uns schnellstmöglich darum!
LG Gregor aus der Redaktion -
gregor-hess antwortete vor 4 Tagen, 11 Stunden
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jasminj antwortete vor 4 Tagen, 10 Stunden
@gregor-hess: vielen lieben Dank! Hab es direkt ausprobiert und es sieht gut aus 🙂
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galu postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
hallo,
ich bin d«Deutsche und lebe seit ca.40jahren in Portugal… meine Tochter, deutsch portugiesin, nun 27 ist seit ihrem 11.Lebensjahr Typ1.
Nachdem ich, gleich nach der Diagnose, eine Selbsgthilfegruppe – die jungen Diabetiker der Algarve, gegruendet habe – finden wir nun so einige Beschraenkungen, was Selbsthilfe und relevante Info betrifft….meine Frage an die Gruppe:
Kann mir jemand , irgendwo in Deutschland eine gute Diabetes Kur oder Kuren mit Hauptgewicht auf Diabetes empfehlen?
Wir werden eh alles privat organsieren und bezahlen muessen – also sind eh nicht auf Krankenkassenangebote angewiesen (falls es diese ueberhaupt (wo?) geben sollte)
Irgendwo in Deutschland (vielleicht nicht zuweit weg von internationalen Flughaefen, da wir ja immer aus Portugal kommen muessen.
Hat vielleicht jemand eine Idee? vielen dank im Voraus-
connyhumboldt antwortete vor 1 Woche, 3 Tagen
Hallo! Die beste Klinik für Diabetes ist in Bad Mergentheim! Ich hoffe Euch damit geholfen zu haben! Die Gesetzlichen Krankenkassen schicken die bei ihnen versicherten Diabetiker alle dahin! Privat geht aber auch? Liebe Grüße aus dem kalten Deutschland!
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Hey, ich bin Lara und 23 Jahre alt. Ich komme zwar nicht aus Berlin, aber bin im Mai wieder dort. Freue mich trotzdem immer über Austausch, auch wenn es digital ist. Liebe Grüße
@laratyp1life: Hallo, über digitalen Austausch freue ich mich natürlich auch 🙂