Rezept für Vegane Hafer-Bratlinge von Peter

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Foto: Peter Baumbach
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Rezept für Vegane Hafer-Bratlinge von Peter

Peter liebt es, in der Küche zu experimentieren. Dabei lässt er Anleitungen gerne mal links liegen und schafft eigene Kreationen. Hier hat er ein Rezept für vegane Hafer-Bratlinge parat.

Ich liebe es, mit neuen Gerichten oder Zubereitungsarten zu experimentieren. Es ist wirklich spannend herauszufinden, was unsere Lebensmittel so alles auf dem Kasten haben. Egal, ob vegetarisch, vegan, Low Carb oder andere Ernährungskonzepte: Lisa und ich sind den meisten gegenüber unvoreingenommen und haben sie entweder schon getestet oder wir haben bereits fest eingeplant, für eine Zeit darauf umzusteigen und es selbst auszuprobieren.

Vor- und Nachteile beim Experimentieren aufdecken

Jeder Stil zu kochen hat natürlich seine Vor- und Nachteile, man muss immer einen Kompromiss finden. Low Carb beispielsweise ist für Menschen mit Diabetes gut, wenn sie mal keinen Bock auf ewiges Berechnen von Kohlenhydraten haben, von denen gibt es in diesen Gerichten nämlich nur eine äußerst überschaubare Menge. Hier sind hauptsächlich Fett-Protein-Einheiten relevant, aber wenn man mit den erheblichen Mengen an Eiweiß nicht gut zurechtkommt, dann ist Vorsicht geboten.

Wer nierenkrank ist, bei dem kann die Menge an Eiweiß die Nieren weiter schädigen. Außerdem sind diese FPE auch nicht zu unterschätzen und müssen berechnet werden, also, ganz so bequem kann man sich auch mit Low Carb nicht vollstopfen, doch alles wirkt langsamer und man kann die Blutzuckerwerte oft stabiler halten.

Quelle: Peter Baumbach

Bei einer veganen Ernährung fiel mir auf, dass viele Gerichte zwar ordentlich Kohlenhydrate haben, aber sehr gesund sein können. Auch bei diesem Experiment konnte Lisa, meine „Typ-1-erin“ im Haushalt, auf lange Sicht ihren Gesamtbedarf an Insulin etwas herunterdrehen. Besonders spaßig ist hier aber wirklich die Kreativität, mit der bei vielen Gerichten ans Werk gegangen werden muss. Bei jedem meiner Gerichte geht es um Schärfe, Fett, Salz und Säure in der richtigen Menge, besonders aber die Konsistenz muss passen. Was nützt mir ein wirklich leckeres Essen, wenn es die Konsistenz einer Schüssel voll Glibber hat?

„Kochen nach Anleitung“ ist auch nicht so meins, zumindest mal von den groben Eckpfeilern eines Rezeptes abgesehen. Ich probiere lieber aus und bin sowieso der Meinung, dass erst dadurch wirklich Spaß beim Kochen aufkommt. Dabei gucke ich, welche Lebensmittel gut harmonieren, schmecke viel ab und schmeiße eine Menge zusammen, bis Geschmack und Konsistenz für mich gut passen. 

Vegane Hafer-Bratlinge sind vielseitig einsetzbar

So sind irgendwann auch meine veganen Bratlinge entstanden. Und auch wenn sie, anders als Bratlinge aus Fleisch, einen Berg an Kohlenhydraten enthalten, liebt Lisa diese Dinger. Ständig muss ich sie seitdem zubereiten. Zum Glück kann man sie mit verschiedenen Gerichten kombinieren.

So eignen sie sich als Bratlinge zu z.B. klassischen Kartoffeln mit Gemüse, als Salatbeilage, als Patty für vegane oder vegetarische Burger oder einfach auch als Snack (vielleicht mit etwas Kräuterquark) für zwischendurch. Da könnt ihr gerne kreativ werden. 

Zutaten und Zubereitung

  • 300 g Haferflocken (kernige)
  • 80 g Karotten
  • 120 g Essiggurken
  • 150 ml Gurkenwasser
  • 10 g Dijon-Senf
  • 20 g Tomatenmark
  • 20 g Hefeflocken

Karotte und Gurke solltet ihr in möglichst lange, dünne Streifen hobeln. Danach könnt ihr alle restlichen Zutaten zusammen in eine Schüssel geben und zu einem homogenen Teig kneten.

Bratet die Bratlinge einfach bis zur gewünschten Bräune und schon sind sie fertig. Sie schmecken sowohl warm als auch kalt. 

Eine besondere Reihenfolge müsst ihr bei den Zutaten nicht beachten. Aber knetet den Teig am besten mit der Hand durch, Maschinen können es etwas zu gründlich durchmüllern und die Konsistenz ruinieren.

Der fertige Teig würde gefühlt auch als Fensterkitt eine gute Figur machen und klebt enorm an den Händen. Schabt nach dem Durchmengen mit einem Löffel den Teig von euren Händen wieder in die Schüssel und wascht euch erneut die Hände ab.

Zum Ausformen der Masse nehmt ihr euch am besten eine Schüssel mit etwas Wasser und feuchtet eure Hände immer wieder an, ehe ihr euch Teig aus der Schüssel holt. So klebt der Teig nicht mehr und lässt sich perfekt in Form bringen, um optimalerweise direkt in einer Eisenpfanne ausgebraten zu werden.

Vegane Hafer-Bratlinge berechnen

Die Teigmasse reicht für etwa vier große Burger-Pattys oder eine ganze Platte von kleinen Bratlingen. Das kommt natürlich darauf an, wie groß ihr sie formt. Der gesamte Teig hat eine Kohlenhydratmenge von etwa 180g KH. Formt ihr daraus z.B. 4 Burger-Pattys, hat ein Patty etwa 45g KH recht langsamer Kohlenhydrate.

Da bei Lisa auch nicht-anrechenbare Kohlenhydrate, wie sie zum Beispiel in Möhren enthalten sind, den Blutzucker ansteigen lassen, berechnen sie immer 190g KH für den gesamten Teig – also bei 4 Burger-Pattys aus der Menge = 48g KH je Patty.

Ihr habt Lust, euch mehr über vegane Ernährung bei Diabetes zu informieren? Hier bekommt ihr einige Tipps von Lea dazu!


von Peter Baumbach

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  • diahexe postete ein Update vor 6 Tagen, 19 Stunden

    Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?

    • Liebe diahexe,
      Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
      Viele Grüße
      Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion

    • @gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.

  • ckmmueller postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen

    Ich habe ein Riesenproblem mit den Sensoren Guardian 4 von Medtronic. Es klappt nicht. Transmitter neu, aber auch das hilft nicht. Fast jeder Sensor braucht 2 Stunden, normale Wartezeit, dann beginnt er zu aktualisieren …. Nix passiert, außer das mein BZ unkontrolliert ansteigt. Vorletzte Woche über 400, letzte Woche hatte ich BZ 510 – ein Wert, den ich über 25 Jahre nicht mehr hatte. Ich bin sehr verzweifelt, weil es mit CGM von Medtronic nicht funktioniert. Gerade warte ich mal wieder darauf, dass der neue Sensor arbeitet. Heute habe ich mich über ChatGPT über andere Pumpen und Sensoren informiert. Tandem und Dexcom 7 soll gut sein und die Wartezeit des Sensors braucht nur 30 minuten. Kennt sich jemand damit aus? Hat ähnliche Probleme mit Medtronic wie ich? Dank für Antworten / Infos

    • Hallo, ich habe ein ähnliches Problem gehabt. Samstags neuen Sensor gesetzt, hat nach 2 Stunden aktualisiert, lief dann ein paar Stunden, wieder aktualisiert und dann aufgefordert den Sensor zu wechseln. Bis Montag hatte ich dann 4!Sensoren verbraucht. Habe dann einen neuen Transmitter geben lassen und eine völlig neue Einstichstelle gewählt. Danach ging es. Mein neustes Problem ist, dass sich meine Pumpe und mein Smartphone dauernd entkoppelt und sich dann stundenlang nicht mehr koppeln lassen. Manchmal muss ich dann die App neu laden bis es wieder funktioniert.

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